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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

Montag, 18. März 2013 13:12

Bericht des Schulelternrates 2009/10

Bericht des Schulelternrates

Liebe Eltern,

liebe Leserinnen und Leser,       

Abschied nehmen war eines der großen Themen in diesem Schuljahr.

Im August 2009 verstarb unser ehemaliger stellvertretender und kommissarischer Schulleiter, Herr Hotopp, nach langer schwerer Krankheit. Viele Eltern kannten ihn noch persönlich. Der Vorstand des Schulelternrats hat in großer Besetzung am Trauergottesdienst in der Klosterkirche Marienrode teilgenommen. Schule, Schüler und Eltern haben ihm viel zu verdanken.

Schon Ende des letzten Schuljahres hatten wir Abschied nehmen müssen von unserem Schulseelsorger. Die Position wurde bislang nicht wieder besetzt. Neben der Schulleitung hat sich auch der Vorstand des Elternrates in diesem Schuljahr wieder sehr um eine Neubesetzung bemüht, denn es ist unsere Auffassung, dass ein bischöfliches Gymnasium auch einen priesterlichen Schulseelsorger braucht. In informellen Gesprächen mit Vertretern des Bistums hielten wir das Thema aktuell und im November 2009 hatten meine Kollegin Frau Kurbel-Nickl und ich einen persönlichen Termin bei dem Hauptabteilungsleiter Personal/Seelsorge des Bistums, Herrn Domkapitular Bongartz. Im Ergebnis sagte er uns zu, dass die Stelle als solche im Personalplan für uns erhalten bleibt, aber derzeit sei kein geeigneter neuer Priester für die Stelle vorhanden. Herr Domkapitular Bongartz hat mit uns sehr offen über die Problematik des Priestermangels gesprochen. Wir meinen aber, dass dagegen nicht nur Gebete helfen, sondern das persönliche Vorbild eines priesterlichen Schulseelsorgers junge Menschen dazu veranlasst, dieser Berufung nachzukommen; Priester motivieren Priester.

Im Herbst mussten wir für immer Abschied nehmen von unserer Schulkirche St. Antonius. Sie wurde außer Dienst gestellt („profaniert“), weil sie zum Dommuseum werden soll. Herr Haunhorst und ich waren, neben vielen ehemaligen Josephinern, im letzten Gottesdienst dabei. Ein trauriger Abschied, denn viele hundert Jahre lang sind Josephiner dort zur Messe gegangen. Nachdem der Elternrat informell erfahren hatte, dass dazu das ganze Antonius-Gebäude nach vorne bis zur Straße gezogen werden soll, haben wir darauf hingewiesen, dass unbedingt der sichere Zuweg unserer Kinder zum Fahrradkeller und zum Leunishof als Gehweg erhalten werden muss. Es geht nicht an, dass unsere Kinder dann über die Fahrbahn der vielbefahrenen Straße laufen müssen. Auch in der Mittagszeit muss der Weg vom Remter (Mensa) in die Schule sichergestellt sein.

Im Januar 2010 mussten wir dann auch noch für einige Jahre Abschied vom Dom nehmen. Generationen von Josephinern haben dort ihren Einschulungs- und ihren Abiturgottesdienst gehabt. Jetzt steht das Josephinum erstmals seit vielen hundert Jahren ohne Schulseelsorger, ohne Schulkirche und ohne Dom da.

Vor wenigen Tagen ist uns eine Einladung des Generalvikariats zur „Beratung der Neustrukturierung der Schulpastoral im Dekanat Hildesheim“ auf den Tisch gekommen. Der Vorstand des Schulelternrates wird an diesem Gespräch Mitte Juni teilnehmen.

Am 30. März verstarb unser früherer Bischof Dr. Homeyer, der der Schule sehr verbunden war. An der Begräbnisfeier am 10. April nahm der Vorstand des Elternrats teil.

Anfang Mai ging unser ehemaliger Religionslehrer (1967-1977), Herr Weihbischof Koitz, in den Ruhestand. An dem Emeritierungsgottesdienst in St. Godehard nahm der Vorstand des Schulelternrats in großer Besetzung teil. Die Josephiner haben ihm viel zu verdanken und ich hatte die Ehre, ihm in Abstimmung mit dem Josephinerverein für seine ehemaligen Schüler ein paar Dankesworte sagen zu dürfen. Er ist über all die Jahre ein guter Freund unserer Schule geblieben.

Verabschieden werden wir uns auch von unserem bisherigen bischöflichen Schulgesetz. Eine Neufassung soll zum 1.8.2010 in Kraft treten, ist aber zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses dieses Berichts (Ende Mai 2010) noch nicht verabschiedet. Mir lag ein Entwurf vor. Für die Elternvertretung dürfte demnach vor allem die Stärke der Mitbestimmung in der Oberstufe (Q1 und Q2) wichtig sein, die mit 1 + 4 (1 Vorsitzender, 4 Vertreter) vorgesehen ist.

Mittelfristig werden wir uns auch von dem bisherigen Schulgeldsatz von 105€/Kind/Quartal verabschieden müssen. In dem Bistumsgespräch, welches alljährlich im Mai zwischen der Leitung der Hauptabteilung Bildung im Generalvikariat und den Elternvertretern der Schulen aus dem Bistum stattfindet, wurde uns eröffnet, dass eine Anhebung um etwa 30% mittelfristig geplant ist, weil die Einnahmen des Bistums rückläufig seien. Dies würde für unsere Schule 150 € pro Quartal und Schüler bedeuten. Der Vorstand des Schulelternrates des Josephinums hält dies für falsch und hat sich energisch dagegen ausgesprochen. Wenn es unser Ziel ist, Kinder in das katholische Bildungssystem zu holen, dann darf die finanzielle Schwelle nicht zu hoch gelegt werden. Gerade auch Familien mit mehreren gymnasialfähigen Kindern sind davon erheblich betroffen. Wir Elternvertreter sind an unseren Informationsabenden und Tagen der offenen Tür für 4. Klassen ja stets dabei und wissen daher aus erster Hand, dass das Schulgeld durchaus ein gewichtiges Entscheidungskriterium für viele ist. Katholische Charakterbildung, christliche Prägung darf nicht am Geld scheitern! Kein priesterlicher Schulseelsorger mehr im Haus und 1/3 mehr Schuldgeld - das ist der falsche Weg, um unsere Kinder im christlichen Sinne zu beschulen. Es gab in dem Bistumsgespräch aber auch Elternvertreter anderer Schulen, die eine derartige Erhöhung richtig und gut finden und meinen, gute Bildung dürfe auch ruhig mehr kosten, aber wir meinen, wenn gespart werden muss, dann zuletzt an den Kindern und deren Zukunft.

Foto: Verabschiedung von Frau Frank-Niemann

Anfang des Schuljahres schieden unsere Kollegin Frau Dr. Pöchmüller und Frau Wetzelaer-Heiß aus dem Schulelternrat aus. Für ihre engagierte Mitarbeit gebührt ihnen unser Dank. Nachgewählt wurden Herr Maik Ramftel und Frau Gerlach. Als Konferenzvertreter wurde Frau Karin Sander-Pietsch gewählt. Zum Ende dieses Schuljahres verlassen unseren Vorstand dann folgende langjährige, verdiente Kollegen: Frau Edda Frank-Niemann, die auch der gute Geist unserer Mensa und des Bistros war, Herr Holger Hofmann und Frau Nicolett Gerlach. Für alle drei Vorstandsmitglieder gilt, dass mit dem Abitur ihre jüngsten Kinder das Josephinum verlassen und sie somit nun nicht mehr aktiv sein können.

Wir brauchen daher Anfang des neuen Schuljahres ein paar gute neue Mitglieder im Vorstand!

Wir haben aber nicht nur Abschied genommen, sondern auch Neues zuwege gebracht:

Foto: Elternspende / Kinder in Trikots

Die Weihnachtsspende, zu der der Schulelternrat alljährlich aufruft, war dieses Jahr für die Sportfachgruppe bestimmt und erbrachte ca. 3.900 €. Davon wurden einheitliche Bekleidungs- und Ausrüstungsstücke mit Josephiner-Logo für die zahlreichen Außenauftritte angeschafft. Allen Spendern sagt der Vorstand des Elternrats hiermit herzlichen Dank!

Auf Anregung des Vorstands des Schulelternrats wurde Anfang des Schuljahres der Arbeitskreis Schulsicherheit gegründet und hat schon sehr erfolgreiche Arbeit geleistet. Für den Vorstand des Schulelternrates sind Herr Maik Ramftel und ich dabei. Wenn auch die Arbeit im einzelnen aus verständlichen Gründen vertraulich bleiben muss, so kann ich doch hier sagen, dass wir sämtliche möglichen Bedrohungs- und Gefährdungsszenarien analysiert und gute Reaktionspläne aufgestellt haben, damit unsere Kinder auch in diesen Zeiten, wo zu den alten Risiken wie Feuer die Amokläufe hinzukommen, möglichst sicher wieder heimkommen.

Zum Tagesgeschäft des Vorstands gehört die Präsenz in zahlreichen Konferenzen, Ausschüssen und Arbeitskreisen unserer Schule. Wir Vorstandsmitglieder sind dort arbeitsteilig nach unseren persönlichen Interessen gut vertreten. Unser Verhältnis zur Schulleitung war durchweg harmonisch, vertrauensvoll und konstruktiv. Dafür möchte sich der Vorstand des Schulelternrates an dieser Stelle herzlich beim Schulleiter bedanken.

Der Winter war von dem Thema „Schweinegrippe“ geprägt. An unserer Schule kam es dadurch zu Personalengpässen, weil aufgrund eines Ministeriumserlasses sämtliche schwangeren Lehrerinnen, selbst wenn sie gesund waren, nicht zur Schule kommen durften. Teilweise äußerten Eltern gegenüber dem Schulelternrat ihren Unmut über den Stundenausfall. Der Vorstand des Schulelternrates hatte ständigen Kontakt zur Schulleitung, wurde immer aktuell über den aktuellen Verlauf der Situation unterrichtet und konnte sich davon überzeugen, dass die Schule in dieser unvorhersehbaren Ausnahmesituation alles nur Menschenmögliche unternahm, um dennoch eine gute Unterrichtsversorgung sicherzustellen.

Zweimal im Schuljahr hält der Schulelternrat Gesamtsitzungen ab, zu denen die Elternvertreter aller Klassen zusammenkommen.

Auf der ersten Sitzung am 2.9.2009 wurde das Thema „Vertraulichkeit der Zeugniskonferenzen“ besprochen. Für jede Klasse sitzen Elternvertreter in den diesen Konferenzen. Teilweise kam die Meinung auf, diese dürften über den Inhalt der Zeugniskonferenz überhaupt nichts berichten. Das ist falsch. Die Vertraulichkeit bezieht sich auf personenbezogene Informationen, also die Noten einzelner Schüler. Über den Gesamtleistungsstand der Klasse dürfen die elterlichen Konferenzvertreter sehr wohl berichten und es ist sogar ihre originäre Aufgabe, der Klassenelternschaft Mitteilung zu machen, wenn sie an den Zeugnisnoten erkennen, dass es in einigen Fächern oder gar fächerübergreifend in der ganzen Klasse strukturelle Defizite gibt.

Auf der zweiten Sitzung am 24.2.2010 wurde das Thema der sogenannten „Kopfnoten“, also Arbeits- und Sozialverhalten, erneut kontrovers diskutiert. Die Bewertung erfolgt in fünf Stufen, kurz A - E genannt. Die Mittelbewertung bei uns am Josephinum ist die C-Note („entspricht den Erwartungen“), wie es auch im Schulgesetz vorgesehen ist. Teilweise vertreten Eltern die Ansicht, dass die Mittelbewertung eine B-Note („entspricht den Erwartungen in vollem Umfang“) sein sollte, weil dies bei anderen Hildesheimer Schulen so üblich sei und die Josephiner sonst benachteiligt seien. Die Schulleitung stellte klar, dass diese Information unrichtig sei und es bei der C-Note als Mittelwert bleibe. Hierzu wurde kein Beschluss beantragt.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch das Thema „Schülerbewertungsbogen“ nennen. An den staatlichen Schulen sind seit dem Schuljahr 2006/2007 solche Schülererhebungsbögen vorgesehen. Das Josephinum hat mitgezogen und für den 5./6. Jahrgang solche Bögen entwickelt. Die Besorgnis einiger Eltern ging dahin, dass durch diese Bögen, gerade wenn sie schon in der Grundschule geführt werden oder aus der Grundschule übernommen werden, eine Stigmatisierung oder Festlegung des Kindes über seine gesamte Schullaufbahn stattfinden könne. Das Kind bekomme keine neue Chance, wenn der nächste Lehrer es sofort im Lichte der früheren Beurteilungen einstufe. Herr Pingsmann nahm sich dieser Sorgen sehr ausführlich an und konnte sie nach meinem Eindruck zur Zufriedenheit aller ausräumen. Frau Wilke berichtete von dem Selbsteinschätzungs-Bogen für Schüler der Qualifizierungsphase (d.h. „Oberstufe). Sämtliche Daten werden nicht elektronisch gespeichert.

Sodann wurde ein Antrag eingebracht, in der 10. Klasse noch Klassenfahrten zu veranstalten. Dieses Thema ist an sich auch nicht neu, die Schulleitung steht dagegen, weil in dem 10. Jahrgang durch verschiedene Projekte zu wenig Zeit ist, jedoch brachten die beiden Antragsteller eine Meinungsumfrage in den derzeitigen 9. Klassen bei, die eine hohe Befürworterzahl für Klassenfahrten in der 10. Klasse zeigte. Diese Klassenfahrtenregelung könnte ohnehin nur von der Gesamtkonferenz der Schule beschlossen werden und der Antrag ging dahin, dass die Elternvertretung in der nächsten Gesamtkonferenz einen solchen Antrag stellen solle. Die Schulleitung, die bei den Sitzungen des Gesamt-Schulelternrats stets anwesend ist, machte ihre Ablehnung deutlich. Es wurde auch deutlich, dass ein solcher Eltern-Antrag bei den Stimmenverhältnissen in der Gesamtkonferenz chancenlos wäre. Der Schulleiter sagte als Alternative zu, in der 10. Klasse ein verlängertes Wochenende für Klassenfahrten zu bewilligen. Die Klasse könnte damit über ein verlängertes Wochenende wegfahren. Voraussetzung ist, dass der Klassenlehrer sein Wochenende dafür opfert; dazu kann er dienstlich nicht verpflichtet werden. Die Abstimmung ergab daraufhin nur eine Ja-Stimme und bei weiteren sieben Enthaltungen war der Antrag gescheitert.

Pastor Teichert von Heilig Kreuz informierte über das neue „Café Kreuz-Bar“, das in der Friesenstraße unmittelbar oberhalb der Kreuzkirche in den Räumen des ehemaligen Kiosks entstanden ist und werktäglich von 7:00 - 15:00 Uhr mit 35-40 Plätzen Schülern und Schülerinnen (nur Jugendliche werden eingelassen!) Aufenthalts-, Begegnungs- und Verpflegungsmöglichkeiten bietet. Es ist jedoch zu beachten, dass während der Schulstunden das Schulgelände nicht verlassen werden darf und das Café Kreuz-Bar nicht mehr zum Schulgelände zählt.

Für mich endet meine erste Wahlperiode als Schulelternratsvorsitzender. Die Tätigkeit hat mir Freude gemacht. Ich hoffe, ich konnte es den meisten recht machen und bedanke mich für Ihr Vertrauen.

Martin Heynert (Vorsitzender des Schulelternrats)