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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

07. November 2019

HAZ vom 6.11.2019: Mit der NASA Richtung Weltall

Astro Arndt Latueck  

 

 

 

 

 

Es geht Richtung Weltall: Arndt Latußeck startet mit Sofia in die Stratosphäre. Elf Stunden fliegt er im Dezember kreuz und quer über Nordamerika. / Foto: Werner Kaiser (HAZ)


von MARITA ZIMMERHOF


Hildesheim. Seit er denken kann, ist er von den unendlichen Weiten des Weltraums fasziniert. Nun kann Arndt Latußeck den Sternen so nahe kommen, wie es nur wenigen Menschen vergönnt ist: Der 49-jährige Lehrer am Josephinum und zweifache Familienvater darf mit der weltweit einzigen fliegenden Sternwarte, dem Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie, kurz „Sofia“ genannt, bis in 14 000 Kilometer Höhe aufsteigen und auf zwei Flügen den wissenschaftlichen Betrieb an Bord einer umgebauten Boeing 747 SP mitverfolgen.
„Eine unheimliche Ehre. Ein Kindheitswunsch. Einfach toll“, schwärmt der Hobbyastronom, der 2009 über die Geschichte der Astronomie promoviert hat. Dass er nun selbst ein winziges Kapitel davon werden würde, hätte er da nicht einmal zu denken gewagt. Seit Sofia 2010 zu ersten wissenschaftlichen Beobachtungen aufgestiegen ist, durften nur rund 100 deutsche und amerikanische Lehrer mit an Bord und zuschauen, wie Astronomen ihre Daten sammeln.

Sekundengenaue Flugdaten
Sofia ist ein Gemeinschaftsprojekt der National Aeronautics und Space Administration, besser bekannt als NASA, und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Geradezu militärisch exakt wie bei Raumflügen von Apollo geht es auch bei der Sofia-Mission zu. Schon jetzt hat Latußeck die sekundengenauen Flugdaten für seine zwei jeweils zehnstündigen Flüge in den Nächten vom 3. auf den 4. und 4. auf den 5. Dezember.
Start ist im kalifornischen Palmdale: Eine halbe Stunde dauert allein der Aufstieg in die Stratosphäre: Weil die Luft hier praktisch keinen Wasserdampf mehr enthält, der für infrarotes Licht aus dem All unpassierbar ist, kann das Teleskop die unsichtbare Strahlung gleich hinter dem roten, sichtbaren Teil des Lichts ungestört empfangen.

Gegengewicht an Bord
17 Tonnen wiegt das in Deutschland gebaute Teleskop, 2,7 Meter Durchmesser misst der Parabolspiegel, der damit größer ist als das Weltraumteleskop von Hubble. Aus den Messdaten lassen sich Rückschlüsse auf die Entstehung neuer Sterne und Planeten gewinnen, ein Blick ins Zentrum der Milchstraße werfen oder Geheimnisse weit entfernter Galaxien lüften. Wegen des gewaltigen Gewichts des Telekops hat das Flugzeug im Bug eigens ein Gegengewicht an Bord.

Klappe öffnet sich im Flug
Von der Boeing 747 SP (Special Performance) sind in den 70ern nur 45 Maschinen für Ultra-Langstreckenflüge gebaut worden: Mit 56,4 Metern ist sie 14,6 Meter kürzer als die herkömmliche 747 und hat eine Reichweite von 12 300 Kilometern. Heute gibt es noch fünf Maschinen, davon zwei bei der NASA. Mit ihrer Flughöhe von 14 Kilometern fliegt Sofia vier Kilometer höher als Langstreckenflugzeuge üblicherweise. Die Fluggeschwindigkeit liegt bei 870 Kilometern pro Stunde. Ist die Beobachtungshöhe erreicht, öffnet sich für das Teleskop im Flugzeugrumpf eine große Klappe hinter den Flügeln.

Kreuz und quer über Amerika
Weil das Teleskop nicht zur Seite schwenken kann, gibt das Flugzeug die Blickrichtung vor: Der Flugplan geht zickzack über Nordamerika, als ob der Pilot komplett die Orientierung verloren hätte. Tatsächlich ist alles penibel vorgeplant. Für gewöhnlich dürfen bei den 200 Flügen jährlich nur Wissenschaftler an Bord. Zwei Mal im Jahr aber nimmt die NASA auch Lehrer mit – damit die bei ihren Schülern die Begeisterung für Astronomie entfachen.
Das aber ist Latußeck längst gelungen. Nachdem er 2003 am Josephinum Lehrer für Mathe,Physik, Informatik geworden war, gründete er umgehend eine Astro-AG, bald tauchte Astronomie im Profilunterricht der Mittelstufe auf, dann auch als Seminarfach in der Oberstufe, um wissenschaftliches Arbeiten zu vermitteln. Inzwischen hat die Schule sogar eine eigene Sternwarte. „Astronomie ist der perfekte Einstieg in die MINT-Fächer“, ist Latußeck überzeugt. Geschätzt 500 Schüler hat er mit seiner Leidenschaft schon angesteckt. „Darunter auch immer mehr Mädchen.“
Latußeck selbst besuchte das Andreanum, heimste 1987 und 1989 Siege bei Jugend forscht ein. Nach dem Abitur studierte er Informatik, arbeitete sechs Jahre bei Conti, gründete eine Firma für Softwareservice. Seine Leidenschaft für Astronomie blieb all die Jahre erhalten. Mit Schülern reiste er zur Sonnenfinsternis nach Sibirien und in die USA. Unter seiner Betreuung machen Schüler seit 2013 regelmäßig bei Jugend forscht mit, haben es bis zum Bundessieg gebracht.

Aus Astro-Alex wird Astro-Arndt
Der Kontakt zu DLR und NASA entstand über das Haus der Astronomie in Heidelberg, einer Einrichtung der Max-Planck-Gesellschaft, wo Latußeck selbst Fortbildungen besucht. Inzwischen ist das Josephinum sogar offizielle Partnerschule. Als er dort auf die Bewerbungsunterlagen stieß, zögerte er keine Sekunde. Dass er genommen werden würde, wagte er kaum zu hoffen. Doch er wurde.
Längst ist er für seine Schüler der Astro-Arndt. Und wie Astro-Alex will auch er von seinem Flug per Video-Schalte aus den USA ins Josephinum berichten. „In der Stratosphäre sind Beobachtungen möglich, wie ich sie noch nie machen konnte. Ein Traum.“

Astro Arndt 2   Astro Arndt 3
Sofia, das fliegende Stratosphären-Observatorium für
Infrarot-Astronomie, in der Luft. Hinter dem Flügel öffnet sich
die Luke für das Observatorium.
  Die blaue Linie zeigt die Flugroute der Boeing 747 SP, auf der Arndt Latußeck im Dezember über Nordamerika unterwegs sein wird.

09. Oktober 2019

HAZ vom 8.10.2019: Josephiner laufen auf den Spuren von Usain Bolt

JtfO LA Bundesfinale in Berlin HO

Leichtathletik. Die Leichtathleten des Gymnasiums Josephinum Hildesheim haben beim Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia in Berlin alles gegeben: Sie steigerten sich gegenüber dem Landesfinale in der WKIII um 150 Punkte –das reichte für Rang zehn.

„Wir haben uns noch einmal gesteigert, einen tollen Wettkampf geliefert und das Land Niedersachsen würdig vertreten“, resümierte Coach Matthias Harmening. „Das war schon geil, auf der gleichen blauen Laufbahn zu starten ,auf der Usain Bolt Weltrekord gelaufen ist“, meinte Teammitglied Henning Ölkers.

Für das Josephinum starteten in Berlin Henning Ölkers, Niclas Kaluza, Jobst Rathgen, Michael Strauch, Mika Herbst, Timon Westendorf, Finn Thorge Risch, Phillip Hauck, Fynn Henze und Alexander Babitsch. Betreut wurde das Team von den Sportlehrern Matthias Harmening und Hermann Strüber. tbr

03. Oktober 2019

Kirchenzeitung vom 6.10.2019: Goldene Kugel leuchtet wieder

Wetterfahne 2 HP

Hildesheim (ed). Bei Dacharbeiten am Bischöflichen Gymnasium Josephinum wurden auch die goldene Kugel und die Windfahne auf der Kuppel überarbeitet. In ihren Hohlraum wurde eine Kartusche gelegt. Sie beinhaltet eine Liste mit den Mitarbeitern des Josephinums, den am Bau beteiligten Firmen und Personen sowie Vertretern des Auftraggebers. „Und ich schreibe immer noch etwas zum Bauablauf mit hinein“, sagt Dachdeckermeister Markus Richter. Beim Aufsetzen der Kugel haben unter anderem Michael Rodewald, Schlossermeister Hans-Bernhard Flentje, Jürgen Pingsmann (Josephinum) und Markus Richter geholfen.

28. September 2019

HAZ vom 23.09.2019: Preis der Josephiner für Sportler

Leichtathleten für Berlin qualifiziert

Josephinerfest 2019

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorführung beim Josephinerfest: Die Klasse 6a beherrscht den Text auf Deutsch und Latein.
                      

Foto: Mellanie Caglar

Hildesheim. „Für uns seid ihr die Größten“, sagte Winfried Haller, Vorsitzender des Vereins ehemaliger Josephiner, an die Leichtathletik-Schulmannschaft gewandt. Fünf der elf sportlichen Talente nahmen am Samstag an der Matinee des Josephiner-Festes teil und den mit 500 Euro dotierten Josephiner-Preis entgegen.

Die sportlichen Talente halten sich derzeit in Berlin auf. Denn durch die Bezirks- und Landesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ haben sie sich in der Wettkampfklasse III der Jahrgänge 2004 und 2005 für das Bundesfinale in der Landeshauptstadt qualifiziert (diese Zeitung berichtete).

Der Schulmannschaft gehören an: Michael Strauch, Alexander Babitsch, Phillip Hauck, Fynn Henze, Mika Herbst, NiclasKaluza, Nilavan Prabakaran, Henning Ölkers, Timon Westendorf, Jobst Rathgen und Fynn Risch. Laut Lehrer Hermann Strüber hatte es 1977 das letzte Mal eine Leichtathletik-Mannschaft des Josephinums nach Berlin geschafft. Dass sportliche Größen das Gymnasium am Domhof besuchen, wurde beim Blick ins Publikum klar. Dort saß der ehemalige Josephiner und Handball-Nationalspieler Bernd Munck.

Die Matinee war ein Mix aus musikalischen und sportlichen Beiträgen. Die Spanne reichte von 1954 (65 Jahre) bis1994 (25 Jahre). Bei den Ehrungen berichteten einige Jubilare von längst vergangenen Lernbedingungen, Besonderheiten des Jahrgangs und humorigen Erinnerungen. So steuerte der Jahrgang 1969 erstmals Rom an, der Jahrgang 1964 trank statt Kakao gekörnte Brühe und der Jahrgang 1954 musste als erster 13 Jahre bis zum Abitur büffeln. mll