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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

25. Dezember 2010

HAZ vom 17.12.2010: Ein symbolisches Band der Liebe

Gymnasiasten des Josephinums haben sich eineinhalb Jahre mit der Feldpost beschäftigt

Hildesheim (cha). Dorothea und Josef Wiechens müssen ein durch und durch vertrautes Ehepaar gewesen sein. Ein Paar, das Freud und Leid teilte. Und das sich ganz nah stand, auch wenn Tausende Kilometer zwischen den beiden lagen. Selbst der Zweite Weltkrieg vermochte keinen wirklichen Keil zwischen die Liebenden aus Groß Förste zu schieben.

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 "Vorbilder für die ganze Familie": Verena Wiechens mit dem Hochzeitsbild ihrer Großeltern. Foto: Harboth

Schließlich gab es die Feldpost, die die Nachrichten von der Front in die Heimatdörfer und umgekehrt zurück zu den Soldaten brachte. Dorothea und Josef Wiechens heirateten im harten Kriegsjahr 1944. Ihr anschließender Briefwechsel ist ein einmaliges Dokument, ein Spiegel der damaligen Ereignisse. Was das Ehepaar, das heute nicht mehr lebt, vor mehr als sechs Jahrzehnten austauschte, weiß Enkeltochter Verena Wiechens inzwischen ganz genau. Sie hat die Briefe, Postkarten und Telegramme ihrer Großeltern für ihre Facharbeit am Gymnasium Josephinum ausgewertet.

Ihren Opa kennt sie nur aus Erzählungen. Und ihre Oma starb, als sie zehn Jahre alt war. Und doch ist sie ihren Großeltern in den vergangenen eineinhalb Jahren vermutlich näher gekommen, als manch anderer Mensch seinen Altvorderen. Ihre Ergebnisse hat Verena Wiechens am Mittwochabend in der Schule vorgestellt. Zusammen mit weiteren Mitschülern, die wie sie überwiegend Feldpost ausgewertet haben. Die Ergebnisse sind ab sofort unter dem Titel „Die Weltkriege im Spiegel von Einzelschicksalen. Feldpostbriefe aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ im Josephinum zu sehen.

Mindestens 30 Milliarden dieser Sendungen sollen während des Zweiten Weltkriegs zugestellt worden sein. „Über Gewaltexzesse wurde darin überwiegend geschwiegen“, sagt Geschichtslehrer Torsten Memmert. Allerdings fehlt es mitunter nicht an Eindeutigkeit. „Ich muss in Rätseln schreiben, es geht nicht anders, es werden jetzt viele Briefe geöffnet. Bald wird sich der Schleier öffnen und Du wirst staunen“, schreibt etwa Josef Wiechens in seinem Brief, den seine Enkeltochter Verena heute unter der Nummer 305 führt. Mit Brief 306 endet ihre Sammlung.

Am Anfang beschönigt Josef Wiechens noch die Lage in Russland. Es sei mit Minus 20 Grad zwar kalt, aber sie hätten ja warme Winterkleidung, schreibt er seiner Frau in der Heimat. Und er schickt sogar mit der Feldpost Essensmarken mit. „Er wollte ansatzweise seiner Rolle als Ernährer nachkommen“, glaubt seine 17-jährige Enkelin Verena. „Es war ein symbolisches Band der Liebe.“

Nicht alle der Gymnasiasten haben das Glück, mit ihrer Geschichts-Facharbeit auch gleichzeitig ein Stück Familiengeschichte aufzuarbeiten. Dass ihre Ergebnisse trotzdem nicht weniger spannend sind, hat zum Beispiel Stefanie Sprenger festgestellt. Sie hat sich drei Zeitzeugen gesucht, deren Kriegserlebnisse sie schildert.

Geschichtslehrer Memmert lobt die Fleißarbeit seiner Schüler. „So wird Geschichte lebendig.“ Schulleiter Benno Haunhorst zeigt sich ebenfalls beeindruckt. „Es geht hier auch um Erinnerungen, die man wach hält.“ Schülerin Verena Wiechens hat über das Studium der Briefe auch einen neuen Zugang zu ihren Großeltern bekommen. „Mein Großvater glaubte nicht daran, dass Deutschland siegt.“ Trotz der Gleichschaltung im gesamten Reich hätten er und seine Frau relativ offen geschrieben, was sie über den Zweiten Weltkrieg dachten. „Sie sind Vorbilder für meine ganze Familie.“

Die Ausstellung „Die Weltkriege im Spiegel von Einzelschicksalen. Feldpostbrief aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ ist bis Ostern im Obergeschoss des Gymnasiums Josephinum, Domhof 7, zu sehen. Wer sich Erklärungen der Schüler zu den Vitrinen-Inhalten wünscht, muss sich vorher telefonisch in der Schule anmelden. Dies ist unter 17950 möglich.

27. November 2010

HAZ vom 27.11.2010: Die gewonnene Wette der Josephiner

Schüler sammeln knapp drei Tonnen Lebensmittel für Guten Hirten / Weiterer verliert 1000 Euro

Hildesheim (hüb). Mehrere Tische, vollgepackt mit Milch, Nudeln, Reis, Mehl sowie Öl, Marmelade und weiteren haltbarenLebensmitteln, stehen in der Aula des Josephinums. Auf dem Boden stapeln sich Berge von Konserven, Kartoffel- undZwiebelsäcken. Die letzten Nahrungsmittel trudeln ein und werden noch schnell aufgelistet. Die Spannung steigt bei den Schülern des Gymnasiums am Domhof. Ist die 500-Kilogramm-Marke geknackt? Dann das Ergebnis der Sammelaktion: 2877 Kilogramm Lebensmittel sind zusammengekommen. Die Schüler sind außer sich vor Freude. Sie klatschen, johlen und fallen sich in die Arme. „Ich bin überwältigt“, sagt Konrad Weiterer, Initiator der Aktion. „Diese Wette habe ich gerne verloren.“







Freude über die gewonnen Wette: Schüler des Josephinums feiern mit Diakon Wilfried Otto, "Verlierer" Konrad Weiterer und Schulleiter Benno Haunhorst (hinten) ihren Sieg.

Foto: Hübner 
spendenaktion guter hirte 
„Wetten, dass ihr es nicht schafft, mindestens 500 Kilogramm Lebensmittel für den Mittagstisch des Guten Hirten zu sammeln!“ Wenn doch, wolle er dem Guten Hirten 1000 Euro spenden. So hatte es Konrad Weiterer aus Algermissen angekündigt, als er mit den Schülern des Josephinums die Wette abschloss. Mit der Aktion habe der Unternehmer einerseits dem Guten Hirten zu Spenden verhelfen, andererseits auch mal sehen wollen, wie sehr sich junge Leute engagieren können.

Und Einsatz haben die Mädchen und Jungen des bischöflichen Gymnasiums gezeigt. „Jeder der Schüler hat was von zu Hause mitgebracht“, erklärt Marie Bornickel. Die 18-Jährige gehört zu der aus Schülern der Oberstufen bestehenden Religionsklasse, die die Spendenaktion organisiert hat. „Gerade die unteren Jahrgänge konnten sich für die Sache begeistern – täglich kamen sie mit Tüten voll Essbarem an“, ergänzt Mitschülerin Franziska Sander.

Besonders emsig waren die Klassen 5b und 5c, die zusammen bereits 915 Kilogramm Lebensmittel sammelten. Mit einem Filmabend inklusive Popcorn und Weingummis soll der Einsatz der beiden fünften Klassen belohnt werden. Wilfried Otto, Diakon des Guten Hirten, bedankte sich bei den Schülern. „Wir verköstigen jeden Tag 120 Leute beim Mittagstisch – die Lebensmittel können wir sehr gut gebrauchen“, sagte Otto. Er erinnerte zudem daran, dass viele Menschen hungern und frieren. Spenden würden daher immer benötigt.

25. November 2010

HAZ vom 25.11.2010: Ein Bild bleibt ein Bild

Neuer Kunstkalender des Josephinums für 2011

HILDESHEIM. „Konkret – Abstrakt“ lautet das Thema des neuen Kunstkalenders des Bischöflchen Gymnasiums Josephinum. 1000 Schüler waren an dem Jahreskalender beteiligt, aus den 400 Bildern wurden 13 für den Kalender ausgewählt. „Ich war überrascht, weil ich nicht davon ausgegangen bin, dass mein Bild passt“, freut sich Sabrina Pick.

sabrina kalenderDie 18-Jährige (Foto: Dietz) hat das Titelbild für den Kalender gemalt. Es zeige das Gesicht einer Mitschülerin „aus verschiedenen Perspektiven“. Dabei habe sie sich von Pablo Picasso inspirieren lassen, erklärt Pick. Thematisch gehe es vom Abstrakten zur Realität und von der Realität zum Abstrakten, beschreibt Kunstlehrer Peter Franke die Palette der Stilrichtungen. Die moderne Kunst habe die Schüler in ihren Ideen begleitet. „Es gibt aber keine Kopien von berühmten Malern, alle Abbildungen im Kalender sind selbstständige Bild-Erfindungen der Schüler“, so Franke.

Hauptverantwortliche für das Kalender-Projekt war Kunstlehrerin Dr. Sabine Schreiner. Das bunte März-Kalenderblatt von Larissa Waschkewitz erinnert zum Beispiel an den russischen Maler Kandinsky. Für den Monat Mai lässt Johann Bruns Wiesenblumen aus dem Daumen einer Menschenhand sprießen. Felix Hofmann zeigt als Juli-Stimmung eine Landschaft mit Segelboot.

Wie die Begriffe „konkret“ und „abstrakt“ für die jeweiligen Kalenderbilder der 10- bis 19-jährigen Schüler zu verstehen sind, ließ Schulleiter Benno Haunhorst offen. In jedem Fall lade der Kalender dazu ein, über die Kunst selbst nachzudenken. Denn jede Kunst sei abstrakt, „weil sie nicht der Gegenstand selbst ist, den sie darstellt“, so Haunhorst. „Ein Bild ist immer ein Bild!“ „Ihr habt das ganz toll gemacht“, lobte Reiner Verwiebe vom Lions Club Hildesheim-Marienburg, der das Kalender-Projekt sponsert.      mdi

Für 7 Euro ist der DIN-A3-große Kunstkalender im Sekretariat des Josephinums, Domhof 7, erhältlich. Der Erlös kommt dem Josephinum in Indien sowie regionalen Projekten der Jugendförderung zugute.

Für das Titelbild des neuen Kunstkalenders 2011 hat sich Josephinum-Schülerin Sabrina Pick von Picasso inspirieren lassen. Foto: Dietz


18. November 2010

Huckup vom 17.11.2010: Das Josephinum ist offen für alle Religionen

Leistungskurs Religion auch für Andersgläubige möglich

HILDESHEIM. “Schüler anderer Religionen hat es am Josephinum immer gegeben”, sagt Schulleiter Benno Haunhorst. Im 19. Jahrhundert waren das hauptsächlich Juden, in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts ein Japaner und seit einigen Jahren gehen immer mehr Schüler anderer Konfessionen auf das Josephinum, ein katholisches Gymnasium in Trägerschaft des Bischofs.








Balraj Kaur Gill (von links), Thao-Mi Tran, Thinoshan Sivakumaran und Semih Cem Tuncay besuchen das katholische Josephinum. Foto: Mayen

religionen am josephinum 

Wobei “immer mehr” relativ ist: Derzeit sind 84 Prozent der Schüler Katholiken, etwa 2,5 Prozent der Schüler sind keine Christen, sondern Angehörige anderer Religionen. Balraj Kaur Gill ist Sikh, Thao-Mi Tran ist Buddhistin, Thinoshan Sivakumaran ist Hindu und Semih Cem Tuncay Moslem. Sie alle besuchen das Josephinum und fühlen sich hier wohl. Sie sind in das Schulleben integriert, nehmen am Religionsunterricht teil und an den Schulgottesdiensten.

“Ich bete nicht mit beim Morgengebet”, berichtet Thao-Mi Tran. Sie übt wie alle anderen ihre Religion aus. Thao-Mi Tran: “Ich fahre jeden zweiten Sonntag in die buddhistische Pagode nach Hannover.” Für Thinoshan Sivakumaram gehört auch das Morgengebet dazu. Er belegt sogar einen Leistungskurs Religion. Auch das ist unabhängig von der Religionszugehörigkeit möglich. Semih Cem Tuncay ist schon im Elternhaus religiös erzogen worden. “Ich gehe regelmäßig zum Freitagsgebet“, sagt er.

Missionierung ist kein Thema

„Mir war es vor allem wichtig, auf eine religiöse Schule zugehen“, sagt Semih Cem Tuncay weiter. Würde das Josephinum auch Kinder aufnehmen, die aus konfessionslosen Elternhäusern kommen? Schulleiter Benno Haunhorst: „Wer auf das Josephinum gehen möchte, muss wissen, dass hier gebetet wird und dass hier Schulgottesdienste stattfinden.”

Wichtig sei nicht, dass man katholisch, sondern dass man einer Religion zugehörig ist. Eine Missionierung der Schüler finde dabei nicht statt, wie Eltern vielleicht meinen könnten. Die Schüler leben ihre eigene Religion selbstbewusst, gehören dennoch dazu. Thinoshan Sivakumaram: “Hier gehört man zu einer Gemeinschaft.”

Doch warum entscheiden sich Schüler oder ihre Eltern für eine bestimmte weiterführende Schule? Thao-Mi Tran und Balraj Kaur Gill haben eine gemeinsame Antwort: “Unsere Grundschullehrerin hat uns empfohlen, auf das Josephinum zu gehen.” Eine Entwicklung bereitet Benno Haunhorst Sorge. Immer mehr Menschen hätten trotz ihrer Konfessionszugehörigkeit keine innere Bindung zur Religion. Auch am Josephinum sei das spürbar.

Bei den Josephinern nicht christlicher Konfessionen ist das anders. Gerade wegen der starken Bindung zu ihrer Religion haben sie sich das Josephinum als Schule ausgesucht. Benno Haunhorst: “Das ist für das Josephinum eine Bereicherung.” apm