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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

21. Januar 2012

HAZ vom 17.01.2012: „Applaus ist immer der schönste Lohn“

Der ehemalige Josephiner Jens Illemann will mit Orchesterfestival nächsten Coup landen

jens illemannOttbergen/Wewelsfleth (pr). Dass ihm die Musik im Blut liegt, hat sich mittlerweile bis nach Shanghai herumgesprochen, wo der Ottberger Jens Illemann mit seinem Wewelsflether Blasorchester bei der Weltausstellung Expo 2010 auftrat. 2011 heimste der 24-jährige Lehramtsstudent seinen ersten internationalen Titel ein, landete beim Komponistenwettbewerb „Watt’n’Klang“ ganz vorne. Im Sommer plant er seinen nächsten Coup. Dabei könnten ihm die Orchester aus der Region Hildesheim helfen.
Seit Jahren gehört das Blasorchester Wewelsfleth zu den Vorreitern in Sachen Jugendarbeit – 2009 wurde es dafür mit dem Kulturförderpreis des Kreises Steinburg ausgezeichnet. Jetzt haben sich Dirigent Jens Illemann und seine Musiker etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Mit dem ersten Jugendblasorchesterfestival Schleswig-Holsteins wollen sie nicht nur die eigenen, sondern auch Nachwuchsmusiker aus ganz Norddeutschland unterstützen.
Jens Illemann ist in Ottbergen aufgewachsen. Seine musikalischen Wurzeln liegen im Musikzug Dinklar, wo er bis heute regelmäßig mitspielt. „Der Bezug zur Heimat ist mir besonders wichtig“, sagt Illemann. Deshalb lädt er auch die Orchester aus dem Raum Hildesheim ein: „In meiner Heimat wird eine hervorragende Jugendarbeit geleistet. Da kann sich das ein oder andere Orchester in Schleswig-Holstein eine Scheibe von abschneiden“, sagt Illemann.
Am ersten Ferienwochenende im Sommer, 30. Juni bis 1. Juli, soll Jugendgruppen dort eine Plattform geboten werden, auf der sie sich austauschen und erste Auftrittserfahrungen sammeln können. Das sei vor allem deshalb wichtig, weil den meisten Jugendorchestern die Bühnenerfahrung fehle, betont der Gründer des Wewelsflether Jugendblasorchesters. „Die meisten Gruppen haben dafür zu wenige Mitglieder und könnten auch kein ganzes Konzertprogramm füllen.“ Dabei mache das Spielen vor Publikum einen Großteil der Faszination an der Musik aus, ergänzt Mitorganisatorin Ina Mehlert, denn:„Applaus istimmer der schönste Lohn für einen Musiker.“
Zwei Tage lang wird deshalb auf dem Wewelsflether Schulhof trompetet und geflötet, was das Zeug hält. Der Haupt-Festivaltag wird dabei auf dem Sonntag liegen. Für den Sonnabend ist außerdem die Gründung eines Festivalorchesters geplant, zu dem sich die Teilnehmer gesondert anmelden können. Die Stücke werden vorher als Download zur Verfügung gestellt, damit sich die Musiker darauf vorbereiten können. Neben der Konzerterfahrung liegt dem Organisationsteam vor allem die Vernetzung unter den Jugendlichen am Herzen: „Die sollen auch mal sehen können, was die Kollegen in anderen Regionen so machen“, sagt der Ottberger.
Bevor es losgeht, wartet jedoch noch eine Menge Arbeit auf die Veranstalter. Besonders das Auftreiben von Sponsoren war bisher nur von mäßigem Erfolg gekrönt. „Die Reaktionen sind zwar durchweg positiv – aber bisher haben wir erst einen potenziellen Sponsor“, bedauert Illemann.  Im Moment warten er und das Organisationskomitee auf die Resonanz der teilnehmenden Orchester, denn das Festival steht und fällt mit den Anmeldungen.
Teilnehmen können nicht nur Blasorchester – auch Feuerwehrkapellen oder Turnorchester sind willkommen.
Obwohl das Vorhaben also noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist, hat der passionierte usiker schon genau vor Augen, was er mit dem Wochenende erreichen will: „Ein großartiges Festival mit vielen Jugendorchestern, tollen Erfahrungen, inspirierenden Gesprächen und
schöner Musik.“

05. Januar 2012

HAZ vom 1.12.2011: Warum schreiben, wozu Literatur?

Mit „ Texte zur Poetik“ erforscht Silvio Vietta jahrtausendelanges Nachdenken über Literatur - Josephiner gestalten Buchpräsentation mit

Von Jacqueline Moschkau

HILDESHEIM. Sie waren Philosophen und Politiker, Dichter und Denker: Von Aristoteles über Lessing, Novalis, Schlegel bis Opitz - die Liste ließe sich ins Unendliche verlängern. Silvio Vietta, Professor für Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Hildesheim, vereint sie unter einem Aspekt: Sie waren nicht nur Schriftsteller, weil sie geschrieben haben, sondern weil sie auch über das Schreiben geschrieben silvio viettahaben. In einer konzertanten Lesung stellte er jetzt den entstandenen Band „Texte zur Poetik. Eine kommen­tierte Anthologie" in der Universitätsbi­bliothek vor.

Was ist Literatur, und was vermag sie für den Leser zu sein? Wie sind Sprache und Schrift beschaffen, was kann ein Au­tor damit erreichen? Zu dem Wie auch das Warum des Schreibens: Was sind Motiva­tion, Zweck und Legitimation literari­schen Schaffens? Dies sind wohl die zen­tralen Fragen, die auftauchen, wenn von

„Poetik" gesprochen wird. Es ist das Re­flektieren, das Hinterfragen und Recht­fertigen des schriftstellerischen Tuns, welches bereits vor 2500 Jahren im anti­ken Griechenland einsetzte und seither mit dem kreativen Akt verbunden ist wie Tag und Nacht.

Vietta reist durch die Kulturgeschichte sechs großer Epochen: Antike, Mittelalter, Renaissance und Barock, Aufklärung und Klassik, Romantik und Moderne sowie Nachkriegszeit und Jetzt. Er konzentriert die Zitatesammlung auf die bekannten Größen der Literatur- und Philosophiege­schichte.

Wenngleich seit der Moderne weitaus mehr interessante Gedankenansätze zum Thema Poetik zu finden seien, hätten diese wohl aufgrund der sehr individuellen Betrachtung des Schreibens zu einer Zerfa­serung des Bandes geführt, erklärt Vietta. Also verbindet er die bedeutenden Stim­men dialogisch und bildet dabei den Wan­del im Blick auf die Literatur ab: die mi­metische Übersteigerung der Emotionen und Horaz' regelhafte Ratschläge für Au­toren in der Antike, die Literatur als Me­dium der Erinnerung, als Chronik im Mit­telalter, die moralische Aufgabe der Literatur unter strengen ästhetischen Vorga­ben im Barock, den Verbund von Literatur und Philosophie unter dem Einfluss der Aufklärung, die Autonomie dar Künste in der Moderne sowie die Neu(er)findung des literarischen Schaffens durch Verfremdung im Jetztzeitalter.

Die Verknüpfung der durch die Jahr­tausende hinweg sich wandelnden und weiterentwickelnden Standpunkte gestaltet Vietta mit Damian Haack, Anne Mil­ler, Felix Warnecke, Sanne Ziethen, Sara Zumhasch, Uni-Studenten und Schüler des Gymnasiums Josephinum, in Hörspiel-Manier: Akkurater Ausdruck und wechselnde Sprecherollen erleichtern den Überblick über die historischen Ak­teure; ein bisschen feministischer Enthusiasmus und mechanisch-präziser Sprechduktus stellen den Zeitgeist heraus, wirken aber nicht überdramatisiert. Auf die jeweils nächste Epoche stimmt das Celli-Duo Sarah Pechmann und Frauke Span­genberg ein und gibt dem informativen Abend einen unterhaltsamen Rahmen.

01. Oktober 2011

HAZ vom 30.09.2011: Mord auf Französisch

Josephinerin Caroline Cornier gewinnt Bundeswettbewerb Fremdsprachen auf Bezirksebene

carolin cornierIn Französisch und Englisch macht ihr so schnell keiner was vor: Marie Caroline Cornier siegt beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen im Bezirk und auf Bundesebene in Weimar.
Foto: Hübner / HAZ


Hildesheim (hüb). Parlez-vous français? Für Marie Caroline Cornier keine Frage. Beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen schlug die 16-jährige Hildesheimerin 53 Konkurrenten aus dem Feld. Ihr Sprachtalent brachte der Josephinerin den ersten Platz auf Bezirksebene. In Französisch und Englisch ist sie fit. Das bewies Caroline auch der Jury, als sie sich ans kreative Schreiben machte, ihr Hör- und Leseverstehen der Prüfung unterzog und Auskunft in australischer und frankophoner Landeskunde gab. Dabei qualifizierte sie sich für die nächste Runde des Wettbewerbs in Weimar.

Dort konnten Caroline und vier weitere Mitstreiter aus anderen Schulen als Team mit einem Theaterstück punkten: „Mord im Orient-Expreß“, nach dem gleichnamigen Roman von Agatha Christie. In der Rolle des belgischen Detektiv Hercule Poirot galt es für die Schülerin, einen Mordfall zu lösen. Natürlich in Französisch. „Das war echt stressig“, erinnert sie sich. Zumal ihr zwischenzeitlich der Text entfallen sei. „Ich stand etwa 30 Sekunden stumm auf der Bühne“, berichtet die sportliche Caroline. Eine Kollegin habe ihr schließlich mit dem richtigen Schlagwort aus der Patsche geholfen. Doch trotz der kleinen Panne hat die Jugendliche mit französischen Wurzeln die drei Tage in Weimar genossen: „Das Tollste am Sprachenturnier war, dass man so viele Schüler aus ganz Deutschland kennenlernen konnte.“ Ganz normale Teenager übrigens – keine Freaks, fügt sie schmunzelnd hinzu. Deshalb könne sie anderen Schülern nur raten, an dem Contest teilzunehmen. „Man hat ja nichts zu verlieren.“

Klaus-Dieter Schnierl, der den Wettbewerb der Landesschulbehörde im Bezirk Hannover seit 23 Jahren organisiert, hofft, dass nächstes Mal wieder viele Schulen aus Stadt und Landkreis teilnehmen.„Hildesheim ist deutlich am stärksten und erfolgreichsten beim Wettbewerb vertreten“, lobt er. Besonders appelliert er an die Lehrer, die Schüler zum Mitmachen zu bewegen. „90 Prozent der Mädchen und Jungen nehmen erst durch die Motivation der Lehrerteil.“ Ingrid Bressler, Französischlehrerin am Goethegymnasium, spricht deshalb gezielt ihre Schüler an. Auch wenn sie weiß, dass das zusätzliche Anstrengungen neben den ohnehin schon langen Unterrichtstagen bedeutet. „So eine Prüfungssituation kann aber auch stark machen und hinterher war es dann auch gar nicht schlimm“, sagt die Pädagogin.

Lateinlehrerin Claudia Lange von der Michelsenschule nahm gleich mit der ganzen Klasse 6.1 teil. Mit „Signa nova“, einem Theaterstück über einen Streit der Götter, gingen die Schüler beim Gruppenwettbewerb an den Start. Mit Erfolg – der zwölfminütige Film brachte den Lateinern den dritten Platz. „Ich habe ganz neue Seiten an meinen Schülern kennengelernt“, sagt Lange erfreut. Die Sparkasse Hildesheim zeichnete das Engagement der Schüler mit dem Sonderpreis für „das beste Hildesheimer Projekt 2011“ im Bereich Fremdsprachen aus.

Die erfolgreichen Hildesheimer Teilnehmer:

Den dritten Landespreis im Einzelwettbewerb gewannen Nils Tuschik, Klasse 10, Andreanum; Christoph Koopmann, Klasse 9, Josephinum; Antonia Schlote und Finja Jünemann, Klasse 10, Gymnasium Himmelsthür; Karoline Karst, Klasse 8, Goethegymnasium; Inken Flaccus und Eliza Sophia Ruppert, Klasse 9, Goethegymnasium; Lena Bauer, Klasse 10,  Scharnhorstgymnasium. Beim Gruppenwettbewerb gewannen einen dritten Platz die Klasse 9 AB um Heidrun Meyer-Roscher vom Gymnasium Himmelsthür, die AG „Latein Plus“ von Peter Quint des Goethegymnasiums und die Klasse 8b des Josephinum unter der Leitung von Heinz Balling.

Nähere Informationen und Anmeldungen bis Donnerstag, 6. Oktober, zum Wettbewerb über www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de. (hüb)

27. September 2011

HAZ vom 27.09.2011: Sportler gewinnen Schul-Preis

Josephinerfest: Ehemalige stiften einen Tischtennishof für 12 000 Euro

josephinerpreis la 2011 
Hermann Strüber interviewt die Leichtathleten Lea Rössig, Christin Grebe, Niklas Wetjen und Samuel
Steinert, die stellvertretend für das Team von Heiko Wilcke den Josephinerpreis 2011 entgegennahmen.
Foto: Peter Hartmann

Hildesheim (ph). Wenn die Schüler des Bischöflichen Gymnasiums Josephinum ihre Schultasche packen, dann müssen nicht nur Weltatlas und Mathebuch hinein, sondern auch ein Tischtennisschläger plus Ball. Denn ein Innenhof der Schule ist mit stabilen Platten und einer Liegefläche zum „Chillen“ als Tischtennishof  gestaltet.

Einer der Ziele des Vereins ehemaliger Josephiner ist die Unterstützung der aktiven Schülerschaft. In diesem Jahr haben die Ehemaligen besonders tief in die Kasse gegriffen: Mit 12 000 Euro unterstützte der Verein die Einrichtung dieses Tischtennishofes, der im Rahmen des Josephinerfestes offiziell übergeben wurde. Ein kleines Schild „Wir sind für euch da“ erinnert daran.

Schulleiter Benno Haunhorst und Winfried Haller, der Vorsitzende des Josephinervereins, eröffneten den Hof mit einem kurzen Tischtennis-Spiel. Haunhorst dankte dem Verein für die Unterstützung auch beim Umbau des Remters und der Einrichtung der Sternwarte. „Sie haben richtig investiert“, bescheinigte er den Conjosephinern. Haunhorst berichtete über die Situation der Schule und strich nicht nur überdurchschnittliche Abiturnoten heraus, sondern auch sozialen Einsatz der Schüler. Die unterstützen nicht nur die Partnerschule in Indien, sondern sammelten zum Beispiel fünf Tonnen Lebensmittel für den Guten Hirten.

Zuvor hatte der Verein im Rahmen der Matinee die Jubilare geehrt. Traditionell erzählten diese Anekdoten, die die damalige Lage der Schule schilderten. Manche erinnerten sich noch daran, dass sie im heutigen Tischtennishof Backsteine für den Neubau der kriegszerstörten Schule gereinigt hatten, andere an ein Mathe-Abitur im teilweise ausgebombten und fensterlosen Kapitelhaus – mit Holzpapier, Bleistift und klammen Fingern in Handschuhen – aber „unter Friedensbedingungen“. Einer der Jubilare übrigens, der inzwischen 80-jährige Werner Wilde, geht nach wie vor zum Unterrichten in seine alte Schule – er betreut die Altgriechisch-Arbeitsgemeinschaft des Gymnasiums.

Die Jubilare erhielten goldene Nadeln, die Lehrerinnen Annette Broll und Roswitha Czimmek zeichnete der Verein mit seiner Medaille aus, und der diesjährige Josephinerpreis geht an das Leichtathletikteam der Schule, das Heiko Wilcke betreut. Hermann Strüber stellte eine Abordnung vor – darunter die derzeit schnellste Hildesheimerin: Christin Grebe läuft die 100 Meter in 12,3 Sekunden.

In der Jahresversammlung des Josephinervereins am Vorabend waren der Vorstand mit Haller an der Spitze und der Beirat einstimmig wiedergewählt worden. Delfino Roman und Hermann Strüber gehören neu dazu. Und es gab eine Premiere: Erstmals wurden zwei Frauen in den Beirat gewählt, Monika Buerstedde und Kathrin Stoebe. Das ist deshalb bemerkenswert, weil das Gymnasium Josephinum bis vor einigen Jahren eine reine Jungenschule war.

Mit einem Grillabend am Lagerfeuer im Leunishof ging das Josephinerfest 2011 zu Ende.