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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

28. Mai 2013

Kirchenzeitung vom 17.05.2013: Ein Tag für Indien

Schüler des Bischöflichen Gymnasium Josephinum arbeiten für ihre südasiatischen Partnerschulen

Ob Gärtnerei, Küche oder Büro – einmal im Jahr haben die Schüler des Bischöflichen Gymnasiums Josephinum in Hildesheim freie Berufswahl. Dann arbeiten sie einen Tag lang für ihre zwei Partnerschulen in Indien. Für drei Jugendliche gibt es in diesem Jahr einen Überraschungsbesuch.
Indientag 1


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die indischen Gäste Nandhini (links) und Vater Suresh (rechts) besuchen die Schülerinnen Nathalie Schmidt und Alicia Gudde in einer Gärtnerei in Ottbergen. Foto: Funk

Die Schlechten auf den Kompost, die Guten bleiben im Töpfchen – seit acht Uhr prüfen Nathalie und Alicia Geranien in einer Gärtnerei in Ottbergen. Bei hunderten von roten, violetten und weißen Pflanzen zupfen sie verwelkte Blättchen ab. Und das an einem ganz gewöhnlichen Schultag.

Statt zur Schule zu gehen, arbeiten die knapp 800 Schüler des Bischöflichen Gymnasiums Josephinum bei Privatpersonen oder Firmen. „Mit unserem Lohn unterstützen wir unsere Partnerschulen in Indien", sagt Alicia, während sie ein neues Geranientöpfchen nimmt, dreht, kritisch prüft und ein trockenes Blatt abknipst. Alicia und ihre Mitschüler erarbeiten so jährlich rund 16 000 Euro. Von dem Spendengeld wird ein Wohnheim in Kilachery – das ebenfalls Josephinum heißt – komplett finanziert. „Dazu können wir von dem Geld der Hildesheimer Schüler für ein Jahr die Gehälter von 31 Lehrern und Angestellten der Schule in Neerpair bezahlen", sagt Dr. Johannes Mis¬pagel. Er ist Gründer des Vereins „Aktion Indien" und hat kürzlich für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz erhalten (die KiZ berichtete).

Hilfsaktion für Indien besteht seit über 20 Jahren

Seit Beginn der Spendenaktion 1992 sind mithilfe des Hildesheimer Gymnasiums bislang 200 000 Euro zusammengekommen, rechnet Mispagel vor. Eine beeindruckende Zahl, findet Pfarrer John Suresh. Zusammen mit Nandhini Krishnan, die in Indien die Arbeit von „Aktion Indien" organisiert, ist er nach Hildesheim gereist.

Im Josephinum nimmt sie Lehrerin Eva Tiecke in Empfang. Zusammen mit Schülern der Indien-Arbeitsgemeinschaft besuchen die Gäste den schuleigenen Eine-Welt-Laden. Zwischen den Regalen entdecken sie Taschen, Tonelefanten oder Schmuck, die sie aus Indien nach Deutschland geschickt haben. Dreimal in der Woche zu jeder großen Hofpause verkaufen Tiecke und einige Schüler Produkte aus Indien und anderen Lämdern – eine weitere Einnahmequelle für die Spenden. Den Löwenanteil erarbeiten aber die Schüler selbst.

Wie genau und wie unterschiedlich das aussehen kann, erfahren Pfarrer Suresh und Nandhini Krishnan auf einer kleinen Rundfahrt – erste Station: Ottbergen. Die Gäste sind begeistert von dem kleinen Wallfahrtsort und der riesigen Gärtnerei. „Hier ist es fast so bunt wie bei uns", sagt Nandhini Krishnan zu Nathalie und Alicia.

Weiter geht es zum Siebtklässler Paul nach Borsum. „Ich arbeite heute bei einem Landwirt und reinige die Getreidesilos", erklärt er dem Besuch. Die Größe des Hofes, vor allem aber die riesigen Traktoren und der Mähdrescher beeindrucken Pfarrer Suresh und seine Begleiterin: „Bei uns mähen die meisten Bauern und Arbeiter noch mit einer Sichel." Wie groß die Unterschiede zwischen Deutschland und Indien sind, wird an diesem Tag oft deutlich – besonders auf dem Bauernhof. Suresh und Krishnan kommen aus einer ländlichen Region. Viele Inder arbeiten dort als Tagelöhner. „Auf dem Land verdienen sie für einen Zwölfstundentag um die 90 Cent. In der Stadt können es bis zu drei Euro sein", erklärt der Pfarrer.

Indientag 2Beeindruckt vom Engagement der Schüler

Früher war sie selbst hier Schülerin, heute hilft Svenja Jörrens Grundschülern in der Schulkinderbetreuung Harsum. Foto: Funk

„Ich arbeite gern für diese Aktion, weil ich weiß, dass mein verdientes Geld dort viel bewirkt", sagt Svenja. Sie ist die Letzte auf der Besuchsfahrt. In Harsum arbeitet sie mit Grundschülern in der Schulkinderbetreuung, hilft ihnen unter anderem bei den Hausaufgaben. Am Ende des Tages steht für Nandhini Krishnan und Pfarrer Suresh fest: „Wir haben nicht erwartet, dass ihr so viel für uns tut. Das berührt unser Herz und gibt uns Energie für unsere Arbeit in Indien."

Ina Funk

23. Mai 2013

HAZ vom 22.05.2013: Starke Leistungen der Josephinum-Schüler

LA Hannover 2013 Bezirk

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hildesheim (wgk). Die Jungen des Hildesheimer Josephinum-Gymnasiums haben den Leichtathletik-Bezirksentscheid Jugend trainiert für Olympia gewonnen. In der Wettkampfklasse IV (Jahrgänge 2000 bis 2002) siegten die Josephiner in Hannover mit 146 Punkten Vorsprung vor dem Hanna-Arendt-Gymnasium Barsinghausen.

An den Wettbewerben auf Bezirksebene nahmen aus dem Kreis Hildesheim das Gymnasium Josephinum mit vier und das Gymnasium Himmelsthür mit zwei Mannschaften teil. In den Einzeldisziplinen sorgten Lukas Butterbrodt im 50-m-Sprint (7,64) und Ballwurf (50 m), Malte Franke im Weitsprung (4,43 m), Hannes Kempen im Hochsprung (1,40 m) und Alejo Rodriguez im 800-m-Lauf (2:37,53) für die meisten Punkte. In der WK IV der Mädchen erreichte das Josephinum den zweiten Rang. Hervorzuheben war die Siegeszeit von 7,50 Sekunden von Elisabeth Wrede im 50-m-Sprint.

In der WK III (Jahrgänge 1998 bis 2001) beherrschten die Jungen des Gymnasiums Bad Nenndorf und des Josephinums die Konkurrenz. Am Ende kam es zu einem sehr knappen Ergebnis zu Ungunsten der Hildesheimer, die mit 7035 Punkten um nur 18 Zähler das Nachsehen hatten. Eifrige Punktesammler für die Josephiner waren Maximilian Ruppelt im Hochsprung (1,68 m) und im Kugelstoßen (10,84 m), Lionel Lütgering im Ballwurf (69 m), Lucas Piotrowski im Weitsprung (5,36) und Niklas Hartmann über 800 m (2:23,90). Das Gymnasium Himmelsthür erreichte mit 5115 Punkten Platz vier. An den Wettkämpfen der Mädchennahmen in der WK III sieben Schulen teil. Am Ende belegten die Josephinerinnen den dritten Platz (6044 Punkte), knapp hinter dem Sieger IGS Langenhagen (6163) und dem Campe-Gymnasium Holzminden (6065). Florentine Unbehaun aus Hildesheim siegte über 75 m (10,41) und 800 m (2:31,46). Bemerkenswert war auch die Ballwurfleistung von Carolin Dienemann (42 m). Das Gymnasium Himmelsthür belegte den vierten Platz mit 5723 Punkten. Aus der Mannschaft überzeugte Anna-Lena Grüne (Jahrgang 2001) mit ihrer Hochsprungleistung von 1,45 m.

27. April 2013

HAZ vom 15.4.2013: Mit 50 Mark im Monat fing alles an

Bundesverdienstkreuz für den ehemaligen Josephiner Johannes Mispagel

MispagelGiesen (hüb/ms). Das rote Kreuz mit dem Bundesadler leuchtet an Johannes Mispagels Revers. Landrat Reiner Weg­ner hat am Sonnabend den 73-Jährigen in seinem Wohnzimmer, im Kreis seiner Freunde und Familie, mit dem Verdienst­orden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet - für mehr als 20 Jahre En­gagement in der Entwicklungshilfe in In­dien.

Dabei hatte Mispagel mit Indien früher nichts am Hut. „Ich wusste eigentlich nur, dass das Land weit, weit weg ist", berich­tet er. Das änderte sich jedoch 1983. Sein Arbeitgeber, die Continental AG, ein in­ternationaler Automobilzulieferer und Reifenhersteller, schickte den promovier­ten Chemiker nach Bombay, das heutige Mumbai. Seine Aufgabe: Mitarbeitern des indischen Reifenwerks Modi das nöti­ge Know-how vermitteln.

Für eineinhalb Jahre wurde die Haupt­stadt des Bundesstaates Maharashtra sei­ne Heimat. Slums und Verkehrschaos be­stimmen das Bild der Megacity. Etwa zwölf Millionen Einwohner zählt die Me­tropole. Von seiner Wohnung fuhr der ge­bürtige Ahrberger täglich durch die Ar­menviertel. Fünf bis sechs Millionen Menschen leben dort, Elend und Armut so weit das Auge reicht. „Der Gedanke zu helfen, war erst einmal völlig abwegig", erinnert sich Mispagel. „Wie soll eine Ein­zelperson so vielen Bedürftigen helfen?“, fragte er sich.

Doch 1984 machte er mit seiner Frau und den drei Söhnen eine Rundreise durch In­dien. In Madras, dem heutigen Chennai, fing sich Mispagels ältester Sohn eine Magen-Darm-Erkrankung ein. Die mitge­brachten Medikamente aus Deutschland schlugen nicht an, kein Arzt war in Sicht. Am Straßenrand stieß Mispagel auf eine „Dispensery", eine Krankenstation der ka­tholischen Kirche, geleitet von Nonnen. „Wie in Ahrbergen früher, ging's einem schlecht, ging man zur Schwester", ver­gleicht Mispagel schmunzelnd.

Die Ordensfrauen konnten helfen - für umgerechnet 2 Mark. Mispagel wollte mehr geben, doch die Schwester winkte ab. Doch sie gab ihm einen Hinweis: „Wenn Sie wirklich helfen wollen, über­nehmen Sie eine Ausbildungspaten­schaft." Denn viele Mädchen und Jungen in Indien besitzen nicht mal das Geld für Zettel und Bleistift. So übernahm der Giesener seine erste Patenschaft. Für 50 Mark im Monat.

Zurück in Deutschland machte sich Mi­spagel auf, weitere Paten zu finden. Über den Pfarrgemeinderat St. Vitus in Giesen rührte er die Werbetrommel - mit Erfolg. Zack, waren weitere zehn Paten gefun­den. Doch er wollte mehr, den Freunden und Bekannten das Leid direkt vor Augen führen. Zu zehnt brachen sie erneut nach Indien auf. Doch die Gewissensbisse plag­ten Mispagel. Auf dem Zwischenstopp in London ging ihm die Frage durch den Kopf: „Mache ich hier Armuts-Touris­mus?". Schäbig sei er sich vorgekommen. Doch umdrehen ging nicht mehr.

Die schmutzigen Slumviertel, in dem Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheits­standards nicht gelten, verfehlten ihre Wirkung aber nicht. Die Reisegruppe ver­breitete ihre Erlebnisse weiter, mit dem Ergebnis, dass 20.000 Mark zusammen­kamen. So gründete Mispagel den ge­meinnützigen Verein „Aktion Indien", der sich nunmehr seit über 25 Jahren im indi­schen Bundesstaat Tamil Nadu engagiert. Dort setzt er sich für Kinder und Jugend­liche ein, die überwiegend aus Landar­beiterfamilien stammen, verhilft ihnen zu einer abgeschlossenen Schulausbil­dung und finanziert, soweit möglich, die anschließende Berufsausbildung. So wie die von Parthiban. Seine Eltern sind Tagelöhner. 100 Rupien verdienen sie pro Tag. Das sind umgerechnet 1,40 Euro. Ein Kilo Reis kostet bereits 20 Rupien, ein Huhn 250. Parthiban hingegen studierte Mathe. „Er hat Uni-Geschichte geschrie­ben, 100 Prozent in allen Fächern." Mispagel ist stolz, wenn er von dem jungen Mann spricht.

87 Schulabgänger lernen derzeit auf Kosten des Vereins einen Beruf wie Tisch­ler oder Krankenschwester. 600 Euro pro Person kostet eine dreijährige Lehre. Ei­nige studieren sogar. „Das Ziel ist es, dass diese Menschen auf eigenen Beinen ste­hen und eine Familie versorgen können."

Durch die „Aktion Indien" entstanden auch zwei Kinder Wohnheime, sie bieten Platz für 211 Kinder. Im St.-Joseph's- Home in Kilachera leben 105 Jungen, im St. John's Home of Children in Need 106 Mädchen und Knaben. Hinzu kommt die Dr.-Arulappa-Higher Secondary-School für 1.200 Kinder, 2001 gegründet. 31 Ge­hälter für Lehrer und Angestellte zahlt der Verein.

Knapp 100.000 Euro fließen jährlich in die Projekte. In Essen, Kleidung, Bücher. Bis 2009 waren es 1,5 Millionen Euro. Ein Großteil der Spenden kommt von den Schülern des Josephinums. Während des mündlichen Abiturs gehen jedes Jahr um die 800 Jungen und Mädchen einen Tag lang arbeiten. In den letzten 20 Jahren kamen so 200.000 Euro zusammen. Der Rest kommt vom ehemaligen Conti-Kollegenkreis, einer Stiftung für Kinder in Not und privaten Spendern.

Mispagel ist bis zu seiner Pensionie­rung 2003 jedes Jahr ein bis zwei Mal nach Indien gefahren, mittlerweile fliegt er nur noch alle zwei Jahre rüber. Das Geld ist trotzdem in guten Händen. Zwei indische Priester kümmern sich vor Ort.

„Ich kann Sie als Motor und Initiator al­ler Projekte bezeichnen. Mit ihrer zupa­ckenden und engagierten Art haben Sie andere Menschen für die ehrenamtliche Arbeit begeistern können", so Landrat Wegner. Mit den Worten: „Ich danke Ih­nen für alles, was Sie für unser Volk, un­ser Staatswesen und unseren Landkreis geleistet haben und beglückwünsche Sie zu der Verleihung", beendet Wegner seine Ansprache. Im Namen der Gemeinde Gie­sen gratulierte Bürgermeister Andreas Lücke zu der Auszeichnung. Mispagel nahm die Verleihung zum Anlass festzu­stellen: „Hinter dieser Ehrung stehen vie­le Freunde, Mitarbeiter, Helfer und Gleichgesinnte".

14. März 2013

HAZ vom 14.3.2013: Erfolg für Josephiner

volleyball landesfinale2013Hildesheim (r). Mit einem Überraschungserfolg sind die Volleyball-Jungen des Hildesheimer Josephinum-Gymnasiums vom Landesfinale bei Jugend trainiert für Olympia zurückgekehrt: In Winsen/Luhe schaffte das Team in der Wettkampfklasse IV Rang zwei und darf sich Niedersachsen-Vize nennen – ein Erfolg, mit dem vorher nicht zu rechnen war. Im Finale lag sogar noch mehr drin: Erst im Entscheidungssatz mussten sich die Josephiner dem Gymnasium Groß Ilsede geschlagen geben.

Im Turnier der vier besten Mannschaften aus den jeweiligen Bezirken landeten die Hildesheimer, die von Sportlehrer Hermann Strüber gecoacht wurden, zunächst zwei Siege gegen die IGS Oldenburg (2:1) und das Gymnasium Bremervörde (2:0). Gegen Groß Ilsede, das ebenfalls beide Spiele gewonnen hatte, kam es zum Finale, das an Dramatik kaum zu überbieten war.

Die Ilseder sicherten sich Satz eins mit 25:15, die Josephiner kämpften sich ins Spiel und gewannen den zweiten Satz mit 25:23. Im Schlusssatz wechselte die Führung ständig, ehe der Durchgang denkbar knapp mit 13:15 verloren ging. Für das Josephinum spielten unter Coach Hermann Strüber (Foto, rechts) Luis Pölcher, Sven Strüber, Maximilian „Bobby“ Günther, Michel Reichert und Theo Stempner (von links).