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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

Samstag, 22. Juni 2019 13:22

HAZ vom 22.06.2019: Josephinum: Speers „Rückkehr zu den Wurzeln“

Von Christian Harborth


Hildesheim - Stephan Speer wird neuer Schulleiter des Bischöflichen Gymnasiums Josephinum. Der 51-Jährige folgt auf Benno Haunhorst, der im Sommer nach 14 Jahren an der Spitze des katholischen Gymnasiums in den Ruhestand geht. Der Wechsel wird an anderer Stelle eine Lücke reißen: Der vierfache Vater leitet seit 2016 das Gymnasium Himmelsthür.

Speer Himmelsthr

Stephan Speer hier noch in einer Klasse am Gymnasium Himmelsthür. / Foto: Christian Harborth (Archiv)

„Ich werde mit viel Wehmut gehen, weil ich hier an einer lebendigen Schule mit tollen Menschen zusammen arbeite“, erklärte Speer am Freitag auf Nachfrage der HAZ. Er habe sich trotzdem entschieden, zu der Schule zu wechseln, die er selbst bis zum Abitur 1987 besucht habe. „Weil ich in meinem Leben immer wieder gute Erfahrungen damit gemacht habe, bei wirklich wichtigen Entscheidungen auf mein Bauchgefühl zu hören und meinem Herzen zu folgen.“ Die Rückkehr zum Josephinum nennt er eine „Rückkehr zu meinen Wurzeln“.

Die Reaktionen an den Schulen

Nahezu zeitgleich traten Speer in Himmelsthür sowie der Leiter der Hauptabteilung Bildung des Bistums, Jörg-Dieter Wächter, im Josephinum vormittags vor die Kollegien der beiden betroffenen Schulen. Im Josephinum löste die Ankündigung umgehend wohlwollende Reaktionen aus. „Ich freue mich sehr über diese Entscheidung“, sagte ein Lehrer. Speer genieße einen guten Ruf. Darüber hinaus sei er Hildesheimer und als solcher mit den Besonderheiten der Stadt vertraut.

Am Gymnasium Himmelsthür sieht das etwas anders aus. Die Schule war froh, jemanden wie Speer zu bekommen. Entsprechend fallen die Reaktion aus. „Ich bin entsetzt, dass er unsere Schule verlässt“, sagt die Mutter eines Fünftklässlers. „Dass Herr Speer hier ist, war mit ein Grund dafür, dass wir uns damals für das Gymnasium Himmelsthür entschieden haben.“

Wie weiter in Himmelsthür?

Benno Haunhorst geht am 31. Juli in den Ruhestand. Speer soll seine Aufgaben zum 1. Februar 2020 übernehmen. Bis dahin wird das Josephinum übergangsweise vom stellvertretenden Schulleiter Jürgen Pingsmann geführt. Die Schulleiterstelle am Gymnasium Himmelsthür soll ab August im Schulverwaltungsblatt ausgeschrieben werden. Bis ein Nachfolger gefunden ist, leitet Speers Stellvertreter Georg Lauter das Gymnasium.

Speer hinterlässt das Haus in hervorragendem Zustand. Der kommende Fünftklässler-Jahrgang ist im gesamten Landkreis der kleinste seit Jahren. Trotzdem und im Gegensatz zu den meisten anderen Schulen konnte das Himmelsthürer Gymnasium bei den Anmeldungen deutlich zulegen.

Zunächst Priesteramtskandidat

Die Entscheidung, die staatliche Schule zugunsten einer kirchlichen zu verlassen, hat auch mit Speers Verwurzelung in der katholischen Kirche zu tun. Unter anderem arbeitet der 51-Jährige ehrenamtlich im Vorstand der St.-Mauritius-Gemeinde. Der Nachfolger von Benno Haunhorst sieht im Josephinum „einen wichtigen Ort, um Kirche zu gestalten“. Schule sei ein wichtiges kirchliches Handlungsfeld: „Sie steht in der Mitte der Gesellschaft – und da gehört Kirche auch hin.“

Pädagoge war nicht Speers ursprünglicher Berufswunsch. Nach seiner Schulzeit nahm er zunächst als Priesteramtskandidat das Studium der Theologie an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main auf. Dann lernte er seine spätere Frau kennen und entschloss sich, Lehrer zu werden.

Speer studierte Latein und Katholische Theologie auf Lehramt. Von 1995 bis 1997 war er Referendar an der Marienschule. Es folgten mehrere Anstellungen an niedersächsischen Gymnasien, seine erste Stelle als Schulleiter trat er 2009 am Gymnasium Salzgitter-Bad an.