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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

Mittwoch, 10. April 2019 01:14

HAZ vom 4.04.2019: Jugend forscht: Josephiner auf dem Weg zum Finale

JUFO Weismann und Partner

Mohamad Al Farhan (rechts) und Till Felix Weismann rechnen sich im Physikraum des Josephinums durch
Sternendichte und Entfernungen. / Foto: Christian Harborth

 

Veröffentlicht von CHRISTIAN HARBORTH

Hildesheim - Diese beiden jungen Männer wirken nicht gerade so, als wenn sie mit Blick auf Chemnitz kalte Füße bekämen. Dabei treten Mohamad Al Farhan und Till Felix Weismann ab dem 16. Mai in Sachsen in der diesjährigen Endrunde von „Jugend forscht“, Deutschlands bekanntestem naturwissenschaftlichen Nachwuchswettbewerb, an.
Ihre wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der hellen Schildwolke, auch Scutum-Wolke genannt, im nördlichen Bereich der Milchstraße hat sie in Windeseile durch den regionalen und auch den Landeswettbewerb geführt. Jetzt reisen die beiden Schüler des Josephinums mit ihrer Arbeit im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften zum Bundesentscheid. Dort treten noch einmal die besten 200, der anfangs 12 000 Teilnehmer gegeneinander an. Am 19. Mai sollen die Sieger benannt werden.
Bei der Siegerehrung des Landeswettbewerbs konnten sich der 20-jährige Al Farhan, der erst vor drei Jahren aus Syrien nach Deutschland kam, und sein 16-jähriger Mitschüler sogar über einen Sonderpreis freuen. Kultusminister Grant Hendrick Tonne ehrte die beiden während der Preisübergabe für „besondere Kreativität“. Dass das Schülerduo in dieser Hinsicht „Herausragendes“ geleistet habe, bestätigt auch Betreuer Arndt Latußeck. „Ich war selbst erstaunt, was die beiden alles aus dem Thema rausgeholt haben.“

Millionen Stern – 6000 Lichtjahre entfernt

Für astronomisch nicht vorgebildete Menschen sind die Forschungen der beiden kaum nachvollziehbar. Im Kern geht es um 6000 Lichtjahre entfernte Sterne, die heller als ihre Umgebung strahlen. Ihr Licht braucht also 6000 Jahre, um auf die Erde zu treffen. „In der Wolke befinden sich viele Millionen Sterne, jeder einzelne hat einen Durchmesser von bis zu zwei Millionen Kilometer“, erklärt Latußeck. Zum Vergleich: Die Sonne hat einen Durchmesser von rund 1,4 Millionen Kilometer. Die Größenordnung kann Menschen schwindelig machen. Nicht so die beiden Gymnasiasten. Ein Großteil der Arbeit spielte sich ohnehin mit dem Computer ab. Weil man bei derartigen Mengen nicht mehr zählt, sondern rechnet.
In Gedanken können die beiden Gymnasiasten im Moment trotzdem noch nicht beim Wettbewerb in Chemnitz sein. Beide stecken mitten im Abitur. Ihre Leistungsfächer sind identisch: Mathe, Physik und Chemie. Und auch bei der Frage, was nach dem Abi kommt, gibt es erhebliche Überschneidungen: Beide wollen zum Studieren nach Göttingen gehen und nach dem Abschluss möglichst in die Forschung. Al Farhan hofft auf einen Platz im Fach Physik, Weismann würde gern Mathematik studieren.
Zum Wettbewerb nach Chemnitz reisen die beiden ohne Betreuer Latußeck. „Betreuer dürfen nicht dabei sein“, sagt der Lehrer. Die Daumen drückt er trotzdem. Al Farhan und Weismann seien Talente, die den Gesamtsieg verdient hätten.