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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

Donnerstag, 02. Juli 2015 22:29

HAZ vom 2.7.2015: Erinnerung an ermordetete Josephiner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Günter Demnig verlegt zwei neue Stolpersteine vor dem Josephinum. Hinten musizieren Schüler. Foto: Harboth

Stolpersteine

73 Jahre nach ihrer Ermordung will das Josephinum an zwei seiner ehemali­gen Schüler erinnern. Die National­sozialisten hatten die jüdischen Brüder Kurt und Rudi Bloemendal 1942 in Auschwitz umgebracht. Zwei Stolper­steine im Pflaster vor dem Hauptportal machen Vorbeigehende seit Dienstag darauf aufmerksam, dass die Brüder einst Schüler des bischöflichen Gym­nasiums waren.
Ein Geschichtskurs um Lehrerin Maren Prey hatte die Aktion angestoßen und versucht, so viele Details wie möglich zu den ehemaligen Mitschülern zusammenzutragen. Doch das hatte sich schwierig gestaltet: Kurt und Rudi Bloemendal hatten als Jun­gen am Domhof gepaukt und Hildesheim 1934 nach Holland verlassen - viel mehr aus ihrer Hildesheim-Zeit ist nicht geblieben. Vermerke aus Ausch­witz dokumentieren aber ihr Ende: Rudi starb am 1. September 1942, ver­mutlich während der Fahrt ins Kon­zentrationslager oder kurz nach seiner Ankunft Sein Bruder überlebte ihn nur um einen Monat: Sein Todestag ist der 30. September.
Auch wenn die Hildesheim-Bezüge aus heutiger Sicht etwas mager sind: „Die beiden gehören auch weiterhin zu unserer Schulgemeinschaft", sagte Schulleiter Benno Haunhorst bei der kleinen Feierstunde vor dem Jo­sephinum. Bürgermeisterin Beate König legte zwei Rosen nieder. Sie und die anderen versammelten Teilneh­mer konnten ein in Hildesheim schon bekanntes Ritual verfolgen: Bildhauer Gunter Demnig ließ die metallenen „Steine" mit den Namen der Brüder und einigen biografischen Daten in den Boden, er richtete ein paar Worte an die Schüler - nach 20 Minuten war die Prozedur bereits beendet. Mit den beiden Erinnerungs-Denkmälern sind in Hildesheim bereits 43 Stol­persteine verlegt, an de­nen Passanten über die Namen der Opfer des Nationalsozialismus „stol­pern" sollen. „Der Hintergrund ist eigentlich kein freudiger und trotz­dem freue ich mich im­mer, wenn ein weiterer Stein dazukommt", erklärte Demnig. Der Bildhauer reist seit vielen Jah­ren durch Europa und lässt die Erinnerungssteine ins Pflaster. „inzwischen habe ich rund 53.000 Steine in 19 Ländern Europas ver­legt", berichtete Demnig.

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