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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

Donnerstag, 02. Juli 2015 23:01

HAZ vom 2.7.2015: Verkehrte Welt zum Schulgeburtstag

Böse Zungen behaupten, das Josephinum komme aus dem Feiern nicht mehr heraus. GEstern war der 1200. Gründungstag der Schule vom Domhof. Zum Fest haben Schüler und Lehrer die Rollen getauscht.

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Die Klasse 7c hat Englisch, in den Reihen lauschen auch Schulleiter Benno Haunhorst und Englischlehrer Ulrich Osthoff den Ausführungen.  Fotos: Harboth

 

VON CHRISTIAN HARBOTH

Hildesheim (cha) - Für jemanden, der 1200 Jahre alt ist, kommt das Josephinum noch erstaunlich frisch daher. Auch wenn die Gründungsurkunde nicht mehr erhalten ist – Mittwoch vor zwölfjahrundert Jahren soll das bischöfliche Gymnasium auf dem Domhof gegründet worden sein. Karl der Große hatte 787 verfügt, dass jedes Domstift und jede Abtei eine Schule einzurichten habe. Die mittelalterliche Domschule ist die Vorgängerin des heutigen Josphinums.
Ein wenig von der einstigen Aura umweht die Schule noch heute. Auch wenn es in den ersten Jahrhunderten weit weniger ausgelassen zugegangen sein dürfte. In Sachen Fröhlichkeit und Ausgelassenheit könnten die Gymnasisten mit Lena-Konzert, Papst-Besuch und vielem mehr in den vergangenen Monaten neue Maßstäbe gesetzt haben.
Einen weiteren Höhepunkt erlebte die Schule Mittwoch: Für einen Tag tauschten Schüler und Lehrer die Rollen. Unter dem Motto „Wir machen Schule“, stellten sich Elftklässler vor ihre Schulkameraden und unterrichten Physik, Deutsch oder auch Englisch. Schülerinnen arbeiteten – flankiert von den sonstigen Kräften – im Sekretariat der Schule, Lehrer nahmen auf den Schülerstühlen Platz.
Dabei zeiget sich aber schnell, dass die Theorie mitunter nichts mit der Praxis gemeinsam hat. Zwei Elftklässler hatten sich für die Aufgaben bereit erklärt, die Hausmeister Stefan Harmath an diesem Tag eigentlich schultern sollte. Doch die beiden fielen aus – also musste Harmath doch wieder ran.
Am Ende des Schultags trafen sich alle vor dem Josephinum zu einer kurzen Abschlussfeier. Dabei konnte Tobias Busch, Schulleiter für einen Tag, eine gute Nachricht verkünden: den erfolgreichen Abschluss der Aktion „1200 gute Taten“. Die Josephiner wollten anderen zu ihrem Geburtstag etwas schenken – und zwar genauso viele gute Taten wie Jahre, die es die Schule schon gibt. Das angepeilte Ergebnis haen die Josephinter weit übertroffen. „Insgesamt sind 1340 gute Taten zusammengekommen“, berichtete Tobias seinen jubelnden Mitschülern.
Am Ende gab es dann aber doch noch ein Geschenk für alle. Den ganzen Tag war Schulleiter Benno Haunhorst schon ohne Sakko in der Schule unterwegs gewesen – ein untrügliche Zeichen dafür, dass noch etwas passieren wird. Und so kam es auch. Als sich die Sonne über dem Domhof dem Zenit näherte, legte Haunhorst vor dem Eingangsportal seine Krawatte ab. „Hitzefrei“, rief er den feierenden Schülern zu, die erst jubelten – und sich dann in alle Himmelsrichtungen davonmachten.

 

Rollentausch2Englisch bei Bjarne

 

Die vierte Schulstunde, Bjarne Klopprogge unterrichtet Englisch in der 7c. Müsste Englisch unterrichten, sollte es wohl richti­gerweise heißen. Denn zum einen ist es drückend heiß im ersten Stock der Schule, zum anderen hatte die 7c auch in der dritten Stunde schon Englisch. Also drückt der Aushilfslehrer ein Auge zu und spielt mit den jüngeren Schulkameraden ein Spiel. Die Klasse gibt Begriffe vor, andere Schü­ler müssen sie erraten. Das bringt alle schnell zum Lachen - auch die beiden gesetzteren Herren, die in­mitten der Schülerschar Platz ge­nommen haben: Englischlehrer Ulrich Osthoff und Schulleiter Benno Haunhorst.

Rollentausch3Tobias ist der Chef

 

Ob das der typische Arbeitsalltag eines Schulleiters ist? Tobias Busch entspannt auf Sofa, das sonst Benno Haunhorst vorbehalten ist. „Bisher war noch nicht so viel tun", sagt er. Und dann springt ihn die Arbeit doch noch unerwartet an: Ein „Lehrer" ist erkrankt - und Tobias muss die Vertretung organisieren.

Rollentausch4Sekretärin für einen Tag

 

Als wenn sie nie etwas ande­res gemacht hätte: Marie-Louise Herrmann (links) sitzt auf dem Platz, an dem sonst Sekretärin Mi­chaela Degner arbeitet, und tippt die Rede ab, die Schulleiter Ben­no Haunhorst am Samstag vor den Abiturienten halten will. Gemeinsam mit Hannah Semmler schmeißt die Elftklässlerin das Se­kretariat „Wir dürfen hier viele Aufgaben übernehmen", sagt sie.

Rollentausch5Jo-Radio geht auf Sendung

 

Ihre Stimmen dringen durch die gesamte Schule: Tobias Riedel (von links), Samuel Steinert, Steffen Ryll und Semih Cem Tuncay gehen als Jo-Radio auf Sendung. Flotte Sprüche, heiße Musik und Interviews inklusive. „Um 11.15 Uhr treffen wir uns alle am Haupteingang“, spricht Elftklässler Steffen ins Mikrofon. Später gibt es noch ein Interview mit dem Interims-Schulleiter. Und jede Menge Eilmeldungen.

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