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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

Mittwoch, 14. Mai 2014 14:54

HAZ vom 1.4.2014: Im Charisma-Check punktet die FDP

Am EU-Projekttag stellen sich Europawahl-Kandidaten Schülerfragen / Test-Abstimmung zeigt: Persönlichkeit kommt vor Parteiprogramm

Eurowahl 2014-1

 

 

 

 

 

 

 

Im Josephinum sprechen die Vertreter der Parteien in einer Podiumsdiskussion über ihre persönlichen Ziele und die ihrer Partei. Fotos: HAZ

 

Hildesheim (kia). Wie sehr hängt ein Wahlergebnis von der Person des Kandidaten ab? Und kann ein Volksvertreter durch charismatischen Einsatz auch das Image seiner Partei aufpolieren? Diese Frage haben Schüler des Josephinums gestern beim EU-Projekttag klar beantwortet: Sie katapultierten FDP-Kandidat Konstantin Kuhle in einer Probe-Abstimmung auf Platz Eins – mit satten 59,28 Prozent der Stimmen. Bei der ersten Wahl – vor der Podiumsdiskussion im Foyer der Schule – hatte der 25-Jährige noch den vorletzten Platz belegt und kümmerliche (aber wohl auf die Europawahl bezogen realistischere) 2,34 Prozent geholt.
Um Mindestlöhne und Drei-Prozent-Hürden drehten sich die Aussagen der Kandidaten auf dem Podium, um Jugendarbeitslosigkeit und Internetzensur. Zu Gast waren Bernd Lange, Europaabgeordneter der SPD, Godelieve Quisthoudt-Rowohl, Europaabgeordnete der CDU, Malte Fiedler, Jugendkandidat der Linken, Julia Reda, Spitzenkandidatin der Piraten, Konstantin Kuhle, Kandidat der Jungen Liberalen sowie Simon Schütte, Sprecher der Grünen. Drei von ihnen waren bereits am Morgen Gast im Goethegymnasium gewesen, wo Schüler ebenfalls eine Podiumsdiskussion vorbereitet hatten.
Im Josephinum hatten die Jugendlichen Thesen gesammelt, auf die die Kandidaten zustimmende oder ablehnende Antworten geben sollten. Dabei lehnten sich die Redner größtenteils an ihre Parteiprogramme an. So weit, so erwartbar.
Auffällig aber: Immer dann, wenn die Kandidaten persönlich wurden, verstummte das Gemurmel im Saal. Etwa, als Quisthoudt-Rowohl berichtete, ihre Kinder hätten auch das Josephinum besucht. Und FDP-Mann Kuhle hatte die
Lacher auf seiner Seite, als er sich auf die These „Der Einfluss der deutschen EUParlamentarier schwindet durch den Wegfall der Drei-Prozent-Hürde“ grinsend empörte: „Das ist ja wohl ein Diss an die FDP!“ In der Antwort auf die These waren sich übrigens alle Gefragten einig: Das EU-Parlament habe sehr wohl Einfluss.
Uneins waren die Kandidaten dagegen, als ein Schüler in der anschließenden Fragerunde wissen wollte, ob man nicht lieber Inhalte als Personen wählen sollte? Für Piraten-Frau Reda zählen etwa „sowohl Themen, als auch Köpfe“; Grünen-Sprecher Schütte plädierte eher für Inhalte. Quisthoudt-Rowohl dagegen zeigte sich überzeugt: Heutzutage werden Inhalte sicherlich mehr über Personen transportiert als früher.“ Zumindest im Josephinum stimmte das gestern. Die CDU fiel im zweiten Wahlgang von 39,77 auf 7,22 Prozent, die Grünen von 16,96 auf 3,09. Die Piraten verloren rund 6 Prozentpunkte (8,77 auf 2,06). SPD-Mann Lange ließ die Sozialdemokraten von 25,73 auf 14,95 Prozent abrutschen. Einzig die Linke gewann Anhänger, sie kletterte von 0,58 auf 10,82 Prozent. Und eben der Liberale Kuhle, dem bei fast 60 Prozent in der Realität trotz Listenplatz 20 ein Sitz im EU-Parlament sicher wäre. Wehmutstropfen für die Kandidaten: Die meisten der Schüler sind noch minderjährig – und deshalb gar nicht wahlberechtigt.

 

 

HAZ-Umfrage bei der Podiumsdiskussion: Lust auf Europawahl?
  

Euro JoJohannes Berndt (15): „Ich finde Europa sehr wichtig, da wir dadurch unmittelbar beeinflusst werden, zum Beispiel durch die EU-Richtlinien. Die sind meiner Meinung nach auch sinnvoll. Außerdem stärkt Europa die Beziehungen der Länder untereinander, in wirtschaftlicher Hinsicht, aber auch was beispielsweise Flüchtlingspolitik angeht. Deswegen ist es auch wichtig, dass sich gerade junge Menschen mit der Thematik beschäftigen.  Euro Ann-kathrinAnn-Kristin Rosemeyer (17): „Wir hatten in der 10. Klasse das Thema Europa und EU. Mit der Europawahl habe ich mich aber noch nicht wirklich beschäftigt, weil ich ja auch noch gar nicht wählen darf. Europa halte ich für richtig. Wenn man zum Beispiel die Globalisierung bedenkt: dass alle Länder eher versuchen, zusammenzuarbeiten, anstatt auf eigene Faust.“ Euro YasminYasmine Ramftel (17): „Mit Europa beschäftige ich mich eigentlich so gut wie gar nicht. Das Thema interessiert mich ehrlich gesagt nicht so wirklich.“
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