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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

Freitag, 29. November 2013 14:40

HAZ vom 28.11.2013: Arabischer Eintopf für den Bischof

Neuntklässler des Gymnasiums Josephinum bringen ein Kochbuch heraus – mit Rezepten von Lehrern, Eltern und Hildesheimer Geistlichen

Hildesheim (he). Bischof Norbert Trelle liebt „Arabischen Linsen-Kürbis-Topf“, Weihbischof Heinz-Günter Bongartz schwärmt für „Westfälisches Zwiebelfleisch“ und bei Kollege Nikolaus Schwerdtfeger kommt öfters „Fleischeintopf al vescovo“ auf den Tisch. Herausgefunden haben die kulinarischen Vorlieben der Geistlichen sieben Schüler aus den neunten Klassen des Gymnasiums Josephinum. Ein knappes Jahr lang haben sie für „Jo’s Kochbuch“ Sponsoren geworben, Rezepte von Eltern, Lehrern, Schülern und der Domhofprominenz gesammelt, aufgeschrieben, probegekocht und gegliedert. Jetzt ist das Werk fertig und steht für 9,90 Euro bei Ameis Buchecke, im Domshop und dem Josephinum zum Verkauf.

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Kochbuch 3
Ein Jahr lang haben sie Rezepte gesammelt und ausprobiert, jetzt veröffentlichen Josephiner ein Kochbuch (Mitte). Fotos: Ahlbrecht

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Die Idee zu dem Kochbuch war einst im Bistro- und Mensaverein des Josephinums entstanden. Dessen Mitglieder hätten sich nicht nur um die Verpflegung der Schüler zu kümmern, sondern ihnen auch darüber hinaus etwas bieten wollen, sagt Karin Sander-Pietsch, die dem Verein vorsitzt. Und so sei im vergangenen September eine neue Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen worden. Das Ziel: die Entwicklung eines Kochbuchs. „Wir wussten zwar nicht, wie wir zu dem Ergebnis kommen. Uns war aber klar, dass auf jeden Fall ein Kochbuch herauskommen muss“, sagt Sander-Pietsch. Die Schüler hätten von Anfang an maßgeblich mitgewirkt – zum Beispiel, indem sie alle Rezeptanfragen selber schrieben und verschickten. „Am Ende sind so etwa 200 Rezepte zusammengekommen. Davon haben wir jene rausgesucht, die uns am besten gefallen haben – und fast alle an zwei Wochenenden probegekocht.“

68 Rezepte schafften es schließlich in das Kochbuch. Das einzige Auswahlkriterium: der eigene Geschmack – und in einem Fall ein ziemlicher schmerzhaftes Kocherlebnis. „Wir wollten Chorros machen, dabei ist Öl auf die Herdplatte gespritzt und ich habe mir die Hand in der Stichflamme verbrannt“, sagt Alexander Wolters. Die Folge: eine Brandwunde – und die Entscheidung, dass es das Rezept nicht ins Kochbuch schafft.

Kochbuch TitelDoch Wolters hat die Verletzung offenbar gut weggesteckt. Im Kochbuch lächelt er mit verbundener Hand in die Kamera. Die Fotos von den sieben AG-Mitgliedern und den Gerichten hat ebenfalls ein Schüler angefertigt, der mittlerweile laut Sander-Pietsch „auch etwas in dieser Richtung“ studiert. „Man sieht sofort, dass er Talent hat. Die Fotos sehen wirklich professionell aus.“ Weitere Illustrationen fertigten Schüler im Kunstunterricht an.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wirkt nicht wie das Projekt einer Schul-AG – was zu einem gewissen Teil auch an der professionellen Unterstützung liegt, die sich die Schüler ins Boot geholt haben: Design, Layout und Druck haben Profis erledigt.

Bezahlt wurde das Buch, das jetzt in einer Auflage von 2500 Exemplaren vorliegt, etwa zur Hälfte von Sponsoren. Die andere Hälfte der Kosten, soll der Verkauf einbringen. Bleibt dabei ein Gewinn übrig, fließt der in die Finanzierung des Bistro- und Mensavereins.

Ein Blick in das Buch lohnt in jedem Fall, nicht zuletzt wegen der bischöflichen Rezeptvorschläge. Der einstige Weihbischof Hans-Georg Koitz hat übrigens statt eines Rezeptes ein Gedicht geschickt, denn, so Koitz: „Ein Lieblingsgericht? / Das habe ich nicht / Doch jene Schokolade mit dem ‚Kern‘ / ess ich heut noch immer gern.“ Was er damit meint, deutet er nur an: „Schokolade, die rundum bedeckt / eine Kirsche sich darin versteckt.“