Es scheint, dass die Ausführung von JavaScript in Ihrem Browser deaktiviert ist oder verhindert wird (z.B. durch NoScript).
Bitte aktivieren Sie JavaScript um alle Funktionen der Website nutzen zu können!
slider00.jpg slider01.jpg slider02.jpg slider03.jpg slider05.jpg slider06.JPG slider07.jpg slider09.jpg slider11.jpg slider14 jo-lauf 2.jpg slider14.jpg slider16.jpg slider17.jpg slider18.jpg slider19.jpg slider20.jpg slider21.jpg slider22.jpg slider23.jpg slider24.jpg

Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

09. Mai 2019

Kirchenzeitung vom 12.05.2019: Jugend für Europa

Bischof Heiner und Sigmar Gabriel stellen sich Schülerfragen

Heiner und Sigmar KIZ  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stellen sich den Schülerfragen zu Europa: Bischof Heiner Wilmer (links) und der SPD-Politiker Sigmar Gabriel (rechts). Moderator ist Konstantin Gerbrich (mitte) von „Pulse of Europe Hildesheim“. | Foto: Deppe


Die Hildesheimer Gruppe von „Pulse of Europe“ und das Bistum Hildesheim hatten Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe der Gymnasien Marienschule und Josephinum zu einer Diskussionsrunde eingeladen. Gäste auf dem Podium waren Bischof Dr. Heiner Wilmer und der SPD-Bundestagsabgeordnete Sigmar Gabriel.


Es war mucksmäuschenstill im Foyer des Bischöflichen Gymnasiums Josephinum. Über 200 Schülerinnen und Schüler der beiden Hildesheimer katholischen Gymnasien folgen den Statements von Bischof Heiner Wilmer und Sigmar Gabriel.
So erzählte Bischof Heiner sehr persönlich aus seiner Familie, vom ewigen Feindbild „Frankreich“, von den Kriegen, in denen auch Familienmitglieder gekämpft haben und getötet wurden. „Mein Vater konte sich anfangs gar nicht vorstellen, dass ich von Paris, von Frankreich und seinen Menschen begeistert war“, erzählte Wilmer, der längere Zeit in Paris verbracht hat. Aber der Bischof wies auch darauf hin, dass die einstigen Feinde schon wenige Jahre nach dem Krieg den Grundstein für das heutige Europa legten „und zwar auf der Basis der katholischen Soziallehre“, betonte der Bischof. Für ihn ist Europa das größte Friedensprojekt des christlichen Abendlandes. „Wir leben zum ersten Mal in einer Phase, in der wir so lange Frieden haben“, sagte er. Dies habe man dem geeinten Europa zu verdanken.
Wilmer forderte einen stärkeren Einsatz der Kirchen für ein gemeinsames Europa und rief dazu auf, am 26. Mai zur Europawahl zu gehen. Gerade die jüdisch-christlichen Wurzeln Europas rechtfertigten ein Engagement der Kirchen, so der Bischof. Sie dürften sich manchmal „vielleicht sogar noch stärker“ als bisher einmischen.

Einer allein kann Europa nicht retten
In Papst Franziskus sieht Wilmer in diesem Zusammenhang eine wichtige Stimme. Allerdings könne er allein nicht viel bewirken, sondern nur im Zusammenspiel mit anderen gesellschaftlichen Akteuren. Die junge Generation bezeichnete der frühere Schulleiter als einen „wichtigen Schlüssel“. Aber auch sie sei nur eine Gruppe von vielen.
Auch der frühere Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) würdigte die Friedensanstrengungen der europäischen Gemeinschaft. „In weniger als einer Generation sind wir vom Völkermord in Auschwitz zu den Verträgen von Maastricht gekommen“, sagte der Bundestagsabgeordnete.
Seinen Worten nach sollte sich Europa auf die Umsetzung gemeinsamer Ziele konzentrieren, statt sich in „kleinkarierten“ Debatten über den Brexit oder wachsenden Populismus zu verlieren. Nur so könne sich die Europäische Union gegen globale Akteure wie die USA und China behaupten. „In der Welt, auf die wir zukommen, wird es sehr darauf ankommen, dass wir in Europa gemeinsam auftreten“, sagte Gabriel. Eine Debatte über den Brexit dagegen, lasse Europa in den Augen anderer Länder als schwach erscheinen.
In seinem Eingangsstatement zitierte der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident Gabriel den früheren Hildesheimer Bischof Dr. Josef Homeyer. Dieser habe nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gesagt, wer den Ausbruch von Gewalt wirklich bekämpfen wolle, müsse Gerechtigkeit für alle erreichen. Diese Aussage habe ihn in seiner Kürze und Klarheit beeindruckt.
Gabriel machte aber deutlich, dass es kein Europa nach deutschem Vorbild geben könne, denn in der Europäischen Union hätten alle gleiche Rechte. „Da kann nicht einer alles allein bestimmen wollen“, so Gabriel.

Keine Sorgen um die Zukunft Europas
Vorab konnten die Schülerinnen und Schüler Fragen formulieren, die Moderator Konstantin Gerbrich abwechselnd Wilmer und Gabriel stellte. Da ging es um Waffenexporte, das Zusammenleben in Europa oder auch den wachsenden Nationalismus. Wilmer und Gabriel standen den Jugendlichen Rede und Antwort.
„Kann die Jugend Europa retten?“, unter diesem Motto stand die Veranstaltung und sowohl Wilmer, als auch Gabriel sind der Meinung, dass die Jugend dazu beitragen kann. „Wenn ich mir diese Jugendlichen anschaue, wie interessiert sie heute dabei waren, dann brauche ich mir um die Zukunft Europas keine Sorgen zu machen“, lautete das Fazit von Gabriel.


Einen Video-Clip zur Diskussionsveranstaltung über Europa gibt es auf der Homepage des Bistums Hildesheim unter: www.bistum-hildesheim.de

Edmund Deppe

07. Mai 2019

HAZ vom 7.05.2019: „Das größte Friedensprojekt des Abendlandes“

Heiner und Sigmar HAZ HP 2
Sigmar Gabriel (von links), Heiner Wilmer und Konstantin Gerbrich diskutieren im Josephinum.
FOTOS: CHRIS GOSSMANN

Sigmar Gabriel und Bischof Heiner Wilmer diskutieren über Europa

Von Christian Harborth


Hildesheim - Mehr als ein paar Minuten braucht der ehemalige Vizekanzler und SPD-Vorsitzende nicht, um seine jungen Zuhörer im Josephinum vor den Kopf zu stoßen. „Ich muss hier doch nicht den Alleinunterhalter machen“, grantelt Sigmar Gabriel in Richtung Schüler. „Sie müssen sich doch selbst fragen, wie Sie sich ihre Zukunft vorstellen.“

Hunderte Elftklässler des Bischöflichen Gymnasiums und der nahen Marienschule haben in der Aula Platz genommen, um zu hören, was Gabriel und Bischof Heiner Wilmer zum Thema Europa zu sagen haben. „Kann die Jugend Europa retten?“ lautet das Thema des Vormittags, und Moderator Konstantin Gerbrich von der proeuropäischen Initiative „Pulse of Europe“ bemüht sich nach Kräften, Struktur in die Veranstaltung zu bekommen, die der nahenden Europawahl Wähler bringen soll.

Aber das mit der Struktur ist nicht so einfach: Wegen eines Bandscheibenvorfalls kommt der populäre Bundespolitiker 30 Minuten zu spät. Wilmer, Gerbrich und Hausherr Benno Haunhorst müssen den Vormittag zunächst allein bestreiten. Und als Gabriel schließlich eintrifft, wird es auch nicht einfacher. Einen begnadeten Rhetoriker wie den 59-Jährigen zu bremsen, ist kompliziert. Lässt man ihn von der Leine, kann er – vor allem dann, wenn er wie Gabriel nicht im Wahlkampfmodus ist – auch mal tüchtig lospoltern.

„Demokratie ist nicht das Versprechen auf Fehlerfreiheit“

Im Fall der „Alleinunterhalter-Frage“ kontert Gabriel aber lediglich eine provokante Frage: „Warum ist die Wahlbeteiligung bei jungen Leuten derzeit so gering“, hatte Moderator Gerbrich den braun gebrannten Bundestagsabgeordneten gefragt. „Das müssen Sie schon selbst beantworten“, spielte Gabriel den Ball zurück. „Warum sollte ich mir dazu Gedanken machen?“

Bierernst sind diese Aussagen selbstredend nicht gemeint. Natürlich macht sich jemand wie Gabriel über das Wahlverhalten junger Menschen Gedanken. Aber der Goslarer ist eben auch dafür bekannt, dass er gern provoziert. Und dass er ein schwieriger Gesprächspartner sein kann. Und darüber hinaus immer auch ein glühender Verfechter für Demokratie. „Demokratie ist nicht das Versprechen auf Fehlerfreiheit“, sagt er etwa. „Aber das Versprechen, Fehler gewaltfrei korrigieren zu können.“

Im Vergleich dazu kommt der Bischof am Montag lammfromm daher. Er erzählt – auch anhand persönlicher Geschichten –, wie sich Europa von einem Gebiet des Krieges zu einem des Friedens entwickelt hat. „Europa ist für mich das größte Friedensprojekt des Abendlandes.“ Und er fordert die jungen Menschen dazu auf, selbst etwas dafür zu tun, dass dies auch so bleibt.

„Schon Immanuel Kant hat gesagt, dass Frieden nicht der Normalzustand ist“, sagt Wilmer. „Frieden ist immer das Ergebnis von Mut und Courage.“ Dazu gehöre es auch, am 26. Mai wählen zu gehen. „Vor allem, um wachsender Radikalität und noch mehr Verunglimpfungen vorzubeugen.“

Das erhofft sich auch Gabriel. Er skizziert den steilen Aufstieg Europas nach den beiden Weltkriegen. „In weniger als einer Generation haben wir es geschafft, von erbitterterer Feindschaft zu Freundschaft zu gelangen, von Auschwitz zu den Verträgen von Maastricht.“ Aber inzwischen verändere sich die Welt dramatisch. Amerika ziehe sich zurück, China dränge nach vorn, Afrika werde seine Bevölkerungszahl im nächsten Jahrzehnt verdoppeln. „Und wir stellen jetzt fest, dass alles nicht mehr so einfach ist wie früher.“

                                                                 
 
 

„Wenn Ihnen jemand mit einfachen
Antworten kommt –
der beschwindelt Sie.“



Sigmar Gabriel, ehemaliger Vizekanzler
                               Heiner und Sigmar ohne Heiner
05. Mai 2019

HAZ online vom 7.05.2019: Diane Kruger - von Algermissen auf die große Leinwand

Diane Kruger HAZ     Diane Heidkrger im Josephinum    Diane Kruger Troja
Diane Kruger: 1992 in Asel, 2017 beim
Filmfestival in Cannes.
                                 Fotos: HAZ Archiv/dpa
   Diane Heidkrüger (vordere Reihe, zweite
 von links) mit ihrer Klasse 7a
 im Josephinum.
    Diane Kruger an der Seite des
  Schauspielers Orlando Bloom -
  eine Filmszene aus "Troja".

Die ehemalige Josephinerin Diane Heidkrüger hat Karriere in Hollywood gemacht

Das Lächeln wie aus der Zahnpasta-Werbung, den Gürtel auf der Taille, den Jägerzaun als Stütze - als Diane Kruger 1992 im heimischen Garten Besuch vom HAZ-Reporter bekam, war die bevorstehende Karriere kaum zu erahnen. Doch die stand unmittelbar bevor. Ein erster Platz beim Model-Wettbewerb  katapultierte sie ins Finale nach New York. Ein paar Umwege hat Kruger auf dem Weg auf die Kinoleinwand genommen, aber sie hat es geschafft. 

Ihre Karriere beginnt die heute 40-Jährige als Diane Heidkrüger aus Algermissen unter anderem in der Hildesheimer Ballettschule Freese-Baus. Inhaberin Gertrud Baus erinnert sich noch Jahre später im Jahr 2004 an die Strahlkraft der jungen Diane, mit der sie das Publikum schon damals für sich einnahm. "Die Dritte von links ist aber süß", soll einer der Gäste gesagt haben. Kurzerhand bekommt Diane einen ihrer ersten Modeljobs: Die Ballettschule wirbt mit ihrem Gesicht in der Fußgängerzone auf einem Plakat, unterschrieben mit:"Dianes Traum vom Spitzentanz". Der Traum geht dann doch in eine andere Richtung, auch weil ihr der Ballett-Olymp durch eine Verletzung verwehrt bleibt.

Vorerst hieß es also weiterhin Algermissen. Von dort zieht die Familie 1990 nach Asel, noch heute wohnt ihre Mutter im Landkreis. Nach der Grundschule in Algermissen besucht Kruger das Josephinum in Hildesheim. In der elften Klasse ist allerdings Schluss mit Pauken.
Als Sprungbrett in die weite Welt dienen Kruger Willenskraft und ihr Aussehen. Mit 16 Jahren gewinnt sie einen Modelwettbewerb - unter 10 000 Konkurrentinnen wird sie von der Frauenzeitschrift "Für Sie" zur Schönsten erkoren. Als sie 17 Jahre alt ist, zieht Diane Kruger als "Gesicht des Jahres" zunächst nach Paris und beginnt ihre internationale Modelkarriere. Sie wird unter anderem das Gesicht für die Werbekampagne des Armani-Parfüms "Aqua di Gio". Im September 2001 heiratet sie den französischen Schauspieler Guillaume Canet, bekannt aus dem Kinofilm "The Beach".

In Frankreich beginnt Diane Kruger dann auch ihre Schauspielkarriere: Für "The Piano Player" steht sie mit Christopher Lambert vor der Kamera. Doch sie will mehr: Den internationalen Ruhm hat sie immer im Blick. Für den gilt es einen fruchtbaren Boden zu bereiten. Erst lässt sie das "Heid" im Nachnamen weg, schließlich wurde aus dem 'Ü' ein 'U'. Sie heißt nun Kruger - für Amerikaner ist das einfacher auszusprechen.

Als im Sommer 2003 bekannt wird, dass Wolfgang Petersen die junge Algermissenerin unter hunderten von Bewerberinnen für die Rolle der Helena im Hollywood-Spektakel "Troja" ausgesucht hatte, berichtete die HAZ bereits über den bevorstehenden internationalen Durchbruch als Schauspielerin. "Ich habe nicht geglaubt, dass ich wirklich eine Chance hatte. Aber ich wäre ja blöd gewesen, es nicht zu versuchen", sagte sie damals bei der Weltpremiere des Films in Berlin im HAZ-Interview.
Kruger steht nun im Rampenlicht. In den kommenden Jahren folgen unter anderem Auftritte in "Das Vermächtnis der Tempelritter", "Barfuß auf Nacktschnecken" und "Inglourious Basterds". Für ihre Rolle in "Aus dem Nichts" von Regisseur Fatih Akin ("Gegen die Wand", "Soul Kitchen","Tschick") kehrt Kruger im Jahr 2017 zurück zu ihren Wurzeln. Es ist ihre erste rein deutschsprachige Rolle, die sie so überzeugend ausfüllte, dass die Jury in Cannes ihr den Preis für die beste Hauptdarstellerin verleiht. Auch bei den Golden Globes räumte das Duo Kruger/Akin ab - den Preis für den besten nicht-englischsprachigen Film. 

Diane Heidkrüger - ein Hollywoodstars aus Algermissen. Die Verbindung zur deutschen Heimat hat Kruger übrigens nie ganz verloren, zumal die Verwandtschaft noch im Landkreis lebt. Auf Instagram verleiht sie ihrer Verbundenheit gerne Ausdruck. Zum Vatertag postet sie ein Foto, auf dem sie mit ihrem Großvater tanzt. Dazu schreibt sie auf Englisch: "Du bist der beste Ersatzvater, den ich mir je hätte wünschen können." Auch ihrer Mutter sendet sie öffentlich Grüße zu Mutter- und Geburtstag.

10. April 2019

HAZ vom 4.04.2019: Jugend forscht: Josephiner auf dem Weg zum Finale

JUFO Weismann und Partner

Mohamad Al Farhan (rechts) und Till Felix Weismann rechnen sich im Physikraum des Josephinums durch
Sternendichte und Entfernungen. / Foto: Christian Harborth

 

Veröffentlicht von CHRISTIAN HARBORTH

Hildesheim - Diese beiden jungen Männer wirken nicht gerade so, als wenn sie mit Blick auf Chemnitz kalte Füße bekämen. Dabei treten Mohamad Al Farhan und Till Felix Weismann ab dem 16. Mai in Sachsen in der diesjährigen Endrunde von „Jugend forscht“, Deutschlands bekanntestem naturwissenschaftlichen Nachwuchswettbewerb, an.
Ihre wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der hellen Schildwolke, auch Scutum-Wolke genannt, im nördlichen Bereich der Milchstraße hat sie in Windeseile durch den regionalen und auch den Landeswettbewerb geführt. Jetzt reisen die beiden Schüler des Josephinums mit ihrer Arbeit im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften zum Bundesentscheid. Dort treten noch einmal die besten 200, der anfangs 12 000 Teilnehmer gegeneinander an. Am 19. Mai sollen die Sieger benannt werden.
Bei der Siegerehrung des Landeswettbewerbs konnten sich der 20-jährige Al Farhan, der erst vor drei Jahren aus Syrien nach Deutschland kam, und sein 16-jähriger Mitschüler sogar über einen Sonderpreis freuen. Kultusminister Grant Hendrick Tonne ehrte die beiden während der Preisübergabe für „besondere Kreativität“. Dass das Schülerduo in dieser Hinsicht „Herausragendes“ geleistet habe, bestätigt auch Betreuer Arndt Latußeck. „Ich war selbst erstaunt, was die beiden alles aus dem Thema rausgeholt haben.“

Millionen Stern – 6000 Lichtjahre entfernt

Für astronomisch nicht vorgebildete Menschen sind die Forschungen der beiden kaum nachvollziehbar. Im Kern geht es um 6000 Lichtjahre entfernte Sterne, die heller als ihre Umgebung strahlen. Ihr Licht braucht also 6000 Jahre, um auf die Erde zu treffen. „In der Wolke befinden sich viele Millionen Sterne, jeder einzelne hat einen Durchmesser von bis zu zwei Millionen Kilometer“, erklärt Latußeck. Zum Vergleich: Die Sonne hat einen Durchmesser von rund 1,4 Millionen Kilometer. Die Größenordnung kann Menschen schwindelig machen. Nicht so die beiden Gymnasiasten. Ein Großteil der Arbeit spielte sich ohnehin mit dem Computer ab. Weil man bei derartigen Mengen nicht mehr zählt, sondern rechnet.
In Gedanken können die beiden Gymnasiasten im Moment trotzdem noch nicht beim Wettbewerb in Chemnitz sein. Beide stecken mitten im Abitur. Ihre Leistungsfächer sind identisch: Mathe, Physik und Chemie. Und auch bei der Frage, was nach dem Abi kommt, gibt es erhebliche Überschneidungen: Beide wollen zum Studieren nach Göttingen gehen und nach dem Abschluss möglichst in die Forschung. Al Farhan hofft auf einen Platz im Fach Physik, Weismann würde gern Mathematik studieren.
Zum Wettbewerb nach Chemnitz reisen die beiden ohne Betreuer Latußeck. „Betreuer dürfen nicht dabei sein“, sagt der Lehrer. Die Daumen drückt er trotzdem. Al Farhan und Weismann seien Talente, die den Gesamtsieg verdient hätten.