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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

06. Februar 2018

HAZ vom 13.01.2018: Lykka hofft auf einen Platz im Josephinum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufgeräumt ins neue Schuljahr:
Die zehnjährige Lykka an ihrem Schreibtisch in der Oststadt. Foto: Kaiser

   Lykka

 

Rund 9000 Mädchen und Jungen besuchen derzeit eine Grundschule in Stadt und Landkreis Hildesheim. 2346 von ihnen wollen nach den Sommerferien auf eine weiterführende Schule wechseln. Eine spannende Zeit für die Kinder und ihre Eltern. Die zehnjährige Lykka aus der Oststadt würde vom Sommer an gern das Josephinum besuchen. Aber dafür müssen vor allem die Noten stimmen.

Von Christian Harborth

Die Entenklasse der Elisabethschule ist aus den Weih­nachtsferien zu­rück. Klassenlehrer Hannes Elfers will herausfinden, welcher Unterrichtsstoff des ver­gangenen Jahres bei den Mäd­chen und Jungen der 4 A im Ge­dächtnis gebheben ist. Er hängt einen Zeitstrahl an die Tafel, der mit der Geburt Christi beginnt. „Wann fing das Mittelalter an?", fragt Elfers. Jede Menge Arme schnellen in die Höhe.
Einer der Arme gehört Lykka. Die Zehnjährige wohnt mit ihrer Familie in der Oststadt. Bis zur Grundschule braucht sie nicht mehr als ein paar Minuten zu Fuß. Zumindest das wird sich vom Sommer an ändern. Lykka gehört zu den 2346 Viertklässlern in Stadt und Landkreis Hildesheim, die nach den großen Ferien auf eine weiterführende Schule wechseln wollen.
Natürlich wird das nicht bei al­len klappen. Dutzende werden auch wiederholen müssen, weil ihre Leistungen noch nicht für einen Sprung zur Haupt- oder Realschule oder auf ein Gymna­sium ausreichen. Doch Lykka ist davon nicht betroffen. „Sie ist eine gute Schülerin", sagt Klas­senlehrer Elfers. Eine Empfeh­lung kommt ihm nicht über die Lippen - schließlich hat das Land Niedersachsen die sogenannte Schullaufbahnempfehlung im Jahr 2015 abgeschafft. An ihre Stelle sind Beratungsgespräche getreten, in denen die Grund­schullehrer den Eltern helfen, die passende Schule zu finden.
Lykkas Eltern glauben, dass sie sie bereits gefunden haben. „Wir würden uns freuen, wenn unsere Tochter nach den Som­merferien auf das Josephinum wechseln kann", sagt Lykkas Mutter Melanie Kröger. Sie ist selbst Grundschullehrerin und unterrichtet an der Hohnsen­schule. Sie und ihr Mann haben Tochter Lykka trotzdem selbst entscheiden lassen. Sie haben gemeinsam einige Schnupperta­ge besucht, zuhause Gespräche über den anstehenden Wechsel geführt - und am Ende der Zehnjährigen das letzte Wort gelassen.
Natürlich spielt auch Lasse eine große Rolle. Der 14-Jährige ist Lykkas älterer Bruder. Und er hat den Sprung zum Josephinum schon hinter sich. Lasse besucht heute eine achte Klasse von Hil­desheims ältester Schule. Lasse schwärmt in höchsten Tönen von dem Gymnasium. Die einmalige Lage, der tolle Tischtennishof, die netten Lehrer - seine Erzählun­gen haben auf seine Schwester gewirkt.
Gute Noten im Zeugnis, ein Bruder, der schon Klasse acht be­sucht - ist die Zehnjährige damit schon so gut wie angenommen am Domhof? „Wenn sich ein Ge­schwisterkind bewirbt, beeinflusst das unsere Entscheidung schon sehr stark", sagt Schullei­ter Benno Haunhorst. „Man hat dann einen Pluspunkt, aber eine Garantie gibt es deswegen nicht."
Das Josephinum zählt zu einer sehr beliebten Schule im Raum Hildesheim. Wie beim Andreanum oder der Robert-Bosch-Ge­samtschule wollen seit vielen Jahren mehr Viertklässler hier unterkommen, als freie Plätze vorhanden sind. Das führt dazu, dass auch Schüler abgelehnt werden müssen. Diese landen am Ende an einer anderen Schule.
Familie Kröger bleibt trotzdem gelassen. Sie hat sich auch das Andreanum angeschaut und ist zu einem Infotag in die Albertus-Magnus-Schule gegangen. Die Leistungen von Lykka weisen zwar eindeutig in Richtung Gym­nasium, aber den Besuch einer Realschule wollte die Familie aus der Oststadt trotzdem nicht im Voraus ausschließen. „Ich hätte kein Problem damit, wenn meine Tochter eine Realschule oder die RBG besuchen würde", sagt Mut­ter Melanie, die einst am Gymna­sium Himmelsthür das Abitur ab­gelegt hat.
„Was ist die RBG?", fragt Lyk­ka und rollt mit den Augen. Sie hat noch nie von Hildesheims derzeit beliebtester Schule, der Robert-Bosch-Gesamtschule in der Nordstadt, gehört. Für sie steht ohnehin fest, dass es das Josephinum werden wird. Dann könnte sie morgens zusammen mit Lasse aufs Fahrrad springen. Der 14-Jährige radelt bei Wind und Wetter. „Ich brauche sechs bis sieben Minuten", sagt er.
Lykka kommt aus dem Schwe­dischen und heißt übersetzt Glück. Wenn Lykka Glück hat, kann sie nach den Sommerferien mitradeln.

12. Dezember 2017

HAZ vom 12.12.2017: Durchkreuzt Trump die Jerusalem-Pläne des Josephinums?

Jerusalem   Jerusalem Rom

2014 reisten die Josephiner nach Rom, Pfingsten wollen sie nach Jerusalem pilgern, um unter anderem die dortige Altstadt zu besuchen (Foto). Aber die derzeitige Eskalation in Israel könnte die geplante Reise noch kippen. / Foto: dpa / Hartmann (HAZ)

   

Hildesheim/Jerusalem - Viele Hildesheimer blicken derzeit sorgenvoll nach Israel. Seitdem US-Präsident Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hat und ankündigt, die Botschaft dorthin verlegen zu wollen, flammt in der arabischen Welt die Gewalt wieder auf.
Das beobachtet man vor allem am Josephinum sehr genau. Die Abiturprüfungskurse Katholische und Evangelische Religion wollen Pfingsten zu einer Pilgerfahrt nach Jerusalem aufbrechen. „Im Moment planen wir noch ganz normal weiter“, sagt Schulleiter Benno Haunhorst, der ebenfalls mitreisen will. „Aber natürlich haben wir kein Interesse daran, in ein Pulverfass zu fahren.“ Doch genau damit muss man derzeit rund um Jerusalem rechnen. Die radikalislamische Hamas fordert einen neuen Aufstand. Schon jetzt gibt es mehrere Todesopfer und hunderte Verletzte.
„Wir schauen uns genau an, welche Hinweise das Auswärtige Amt jetzt gibt“, sagt Haunhorst. Die Behörde hat ihre Reise- und Sicherheitshinweise für Israel gerade vor fünf Tagen verschärft. „In Jerusalem, dem Westjordanland und dem Gaza-Streifen kommt es zu Demonstrationen und teils gewalttätigen Ausschreitungen im Zusammenhang mit der Erklärung der US-amerikanischen Regierung vom 6. Dezember 2017 zum Status von Jerusalem“, heißt es dort. Es sei mit zahlreichen Demonstrationen und Ausschreitungen zu rechnen. „Bei Aufenthalten in Jerusalem wird zu verstärkter Vorsicht geraten.“

Am Josephinum bleibt man gelassen – sorgt aber vor

In Jerusalem wollen auch die Josephiner Quartier beziehen. Die Gruppe hat sich in einem Benediktinerkloster am Rande der Altstadt eingemietet. Von dort ist es nicht weit bis zu den Sehenswürdigkeiten und religiösen Gedenkstätten der drei Weltreligionen wie dem Felsendom, der Al-Aqsa-Moschee und der Klagemauer.
Genau hier hatte es während der beiden ersten Intifadas aber jede Menge Gewalt gegeben. Und das Auswärtige Amt rät bereits: „Bei unvermeidbaren Aufenthalten wird zu besonderer Vorsicht geraten, insbesondere am Damaskustor und den übrigen Altstadttoren sowie in den angrenzenden Stadtvierteln. In diesen Gebieten kann es wie in der Vergangenheit jederzeit zu gewaltsamen Ausschreitungen kommen.“ Reisende sollten Menschenansammlungen weiträumig meiden und den Anweisungen von lokalen Sicherheitskräften Folge leisten.
Am Josephinum bleibt man noch gelassen – sorgt aber gleichzeitig vor. Die Unterkunft bei den Benediktinern können wir jederzeit ohne Kosten absagen“, erklärt Haunhorst. Für die Lufthansa-Flüge werde man eine Reiserücktrittsversicherung abschließen.
„Politisch ist es eine Katastrophe, was Donald Trump dort gerade macht“, sagt Haunhorst. Er glaube trotzdem nicht, dass der Aufstand so schlimm wird wie die zwei bisherigen. Und falls doch? „Dann müssen wir unsere Pilgerfahrt absagen.“
30. November 2017

HAZ vom 1.12.2017: Das Josephinum schaut wieder in die Sterne

Astronomieausstellung

Dr. Arndt Latußeck erklärt Dr. Monika Suchan einige der ausgestellten Bücher. / Foto: Harborth

Von Christian Harborth

Hildesheim - In der Dombibliothek lagert ein ungehobener Schatz. Die Einrichtung bewahrt rund 13. 000 Bücher aus der alten Domschule, dem Vorgänger des heutigen Josephinums, auf. 20 der bis zu 400 Jahre alten Werke kann man ab Freitag im Bischöflichen Gymnasium betrachten. Die kleine Ausstellung wird um 19 Uhr eröffnet. Der Eintritt ist frei.

Für die 20 Bände ist es fast eine Rückkehr nach langer Zeit. „Etwa an dieser Stelle der Schule war die alte Bücherhalle der Jesuiten“, sagt Arndt Latußeck an der Stelle, an der die historischen Bände in fünf großen Glasvitrinen zu sehen sein werden. Latußeck hat den Bestand in der nicht weit entfernten Bibliothek am Domhof über Monate durchforstet – vor allem nach Werken mit astronomischem Bezug.

Der 47-Jährige ist promovierter Astronom. Unter anderem hat er schon viele Mädchen und Jungen des Gymnasiums dafür begeistern können, die Positionen und Bewegungen von Himmelskörpern zu untersuchen. Im August war er wie berichtet mit einer Schülergruppe nach Missouri aufgebrochen, um die Sonnenfinsternis zu bestaunen, die nur von den USA aus zu sehen war. Auch davon wollen Latußeck, Barbara Friedrich und Schüler des Gymnasiums erzählen.

Bücher kamen im 16. Jahrhundert nach Hildesheim

In den Tagen vor der Eröffnung haben der Pädagoge und sein Helfer jede Menge Arbeit. Die mitunter mehrere hundert Jahre alten Bücher müssen ansprechend in Glasvitrinen drapiert werden. Große Kopien einzelner Seiten sowie der damaligen Autoren sollen einzelne Inhalte noch betonen. So findet sich etwa das Abbild des 1727 gestorbenen Naturforschers Isaac Newton. Der Physiker, Mathematiker und Astronom war einer der bedeutendsten Wissenschaftler seiner Zeit. Aber leider nahm er kaum Rücksicht auf die Auffassungsgabe des gemeinen Lesers. Dass die Erklärungen dennoch einen Weg zu den Menschen fanden, ist auch den Jesuiten zu verdanken, die im 16. Jahrhundert nach Hildesheim kamen und damit begannen, einen – nach heutigem Verständnis – wissenschaftlichen Schatz zu erschaffen und zu pflegen.

Auch in der Ausstellung im Josephinum können Besucher einen auf Latein verfassten Band zu Newtons Grundzügen moderner Mechanik finden, in dem die Jesuiten die Ausführungen des Wissenschaftlers für die „breite Masse“ erklärten. „Eigentlich handelt es sich um ein dreibändiges Werk“, sagt Latußeck. Bisher sei es ihm aber nicht gelungen, die beiden anderen Bände in der Dombibliotek zu finden.

Bisherige Arbeiten waren nur „Probebohrung“

Vielleicht gibt es sie auch nicht mehr. Die 1590 nach Hildesheim gebrachten Bücher waren von den Nationalsozialisten aus der Schule verbannt und in die Dombibliothek gebracht worden. Dort fristeten die gedruckten Werke seither ein Schattendasein. Die Arbeit von Latußeck sei wie eine „Probebohrung“ gewesen, sagt die Leiterin der Dombibliothek, Dr. Monika Suchan. Sie ist sich mit dem Lehrer des Josephinums einig, dass die Kooperation erst der Anfang sei.

Die Ausstellung soll zwei Monate im Obergeschoss des Josephinums zu sehen sein. Latußeck bietet auch Führungen für Schülergruppen sowie Privatpersonen an.

Die Ausstellung kann montags bis freitags von 8 bis 15.30 Uhr ohne Anmeldung angesehen werden. Allerdings ist es erforderlich, dass Besucher vorab im Sekretariat der Schule Bescheid geben.

07. November 2017

HAZ vom 7.11.2017: Gewaltiges Klanggemälde

Profis und Laien machen Mendelssohns „Elias“ zu einem großen Erfolg


von BIRGIT JÜRGENS
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Hildesheim. Masse mit Klasse: Über 200 Musiker sind in der ausverkauften Basilika St. Godehard bereit, Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“ (op. 70) unter Annette Brolls Leitung aufzuführen. Unter den Musikern sind 170 Sänger aus Chören des Josephinums, eines Projektchors sowie Mitglieder der TfN-Philharmonie und Solisten.

Großes Lob geht an die Choristen, die einen homogenen Klangkörper bilden. Annette Broll ist es gelungen, die unterschiedlichen Stimmen zu einer wohlklingenden Größe zusammenzuführen. Gemeinsam mit der hervorragend auf die Sänger eingestimmten TfN-Philharmonie schaffen die Choristen vor mehr als 500 Konzertbesuchern plastischen Klang. Vom genauen Piano bis zum raumfüllenden Fortissimo reicht die Palette.

Ein Beispiel für diese künstlerische Größe ist der Chor „Der Herr ging vorüber“. Dieses Stück mit seinem ungeheuren Atem bleibt voller Spannung. Der felsenspaltende Sturm, das bedrohliche Meer und das vernichtende Feuer ziehen regelrecht vor Augen und Ohren. Dramatisch breitet sich das Tonmalerische dieses Stücks wie ein gewaltiges Klanggemälde im Raum aus.

Ein solch anspruchsvolles Werk mit überwiegend Laien auf die Beine zu stellen, ist immer auch ein Wagnis. Annette Broll hat mit ihrer Entscheidung für diesen Stoff viel gewagt und in jeder Hinsicht gewonnen. Sie schafft es, die Stimmen vom Eingangs- bis zum Schlusschor souverän zu führen. Zu loben sind sehr gute Intonation, Textverständlichkeit, Konzentration und Begeisterung. Zudem klebt keiner am Notentext, sondern der Blick der Sänger ist auf die Leiterin gerichtet.

Von den professionellen Solisten ragt Albrecht Pöhl in der Elias-Partie heraus. Der Bariton besticht durch seine klare, starke Stimme. Besonders bildgewaltig gelingt die „Hammer“-Arie. Kraftstrotzend steht der wahrhaft mörderische Ton felsenfest im Raum. Die fast furiose Arie, die dem Sänger zahlreiche Spitzentöne abverlangt, präsentiert der Bariton packend. Zugleich glückt es dem Sänger, lyrische Töne wie in der Arie „Es ist genug!“ ergreifend darzubieten. Zusammen mit dem schönen Ton des Cellisten Viacheslav Taube gehen Verzicht und Schmerz in dem anrührenden Stück auf. Albrecht Pöhl gelingt es insgesamt eindrücklich, als menschlicher und autoritärer Elias vollkommen wandlungsstark in seine Partie tief einzutauchen.

Sopranistin Isabell Bringmann bezaubert mit ihrer glockenhellen Stimme. Seidig steht die wunderschöne Stimme auch in der kontemplativen Arie „Höre, Israel“ für einen ausgezeichneten Ton, der zarte und kraftvolle Akzente setzt.

Mezzosopranistin Ingeborg Broll, Schwester von Annette Broll, geht in den besinnlichen Stücken des Abends auf. Im Arioso „Weh ihnen, dass sie von mir weichen!“ gelingt es der Sängerin, Ruhepunkte in die mitreißende Dichte des Oratoriums zu setzen.

Tenor Konstantinos Klironomos setzt auf sonore Töne. Die Arie „So ihr mich von ganzem Herzen suchet“ erfüllt der Sänger mit opernhaften Zügen. Und das passt genauso ins Werk wie der klare, plastische Ton des Künstlers.

Ovationen und Jubel für Annette Broll, das Projekt sowie die Laien und Profis, die das Prädikat wertvoll wahrlich verdienen.

Info Eine weitere Aufführung beginnt am Samstag, 11. November, um 15 Uhr in St. Cäcilia in Harsum.