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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

26. Februar 2019

HAZ vom 25.02.2019: Josephinum Hildesheim dominiert die Meisterschaft

von ULRICH HEMPEN

HAZ EVI 2019   1     HAZ EVI 2019   2
Start des Staffelrennens bei den Jungen: Auch hier wird das Josephinum
gewinnen. / Fotos: Ulrich Hempen (3)
  Die Mädchen des Josephinums gewinnen mit
28 Sekunden Vorsprung ihr Staffelrennen.

 
Hildesheim - „Wollen Sie Ohrenstöpsel haben?“, fragt Chiyo Deppe aus dem Organisationsteam von Eintracht Hildesheim jeden Besucher, der an diesem Vormittag ins Wasserparadies kommt. Der größte Krach steht nämlich noch bevor: Traditionell wird es während der Schulmeisterschaft im Schwimmen (für fünfte und sechste Klassen) bei den abschließenden Staffel-Wettkämpfen am lautesten.

Die acht stärksten Mädchen und Jungen einer Schule bilden jeweils eine Staffel. Die Schulen treten dann gegeneinander an. Erst gehen die Mädchenteams ins Wasser, anschließend die der Jungs. Alle anderen Schüler, die vorher in den Einzelwettbewerben mit dabei gewesen sind, feuern ihr Team an. Da schlägt der Dezibel-Pegel aus.

Die Sportlehrer schreien gegen den Lärm an, damit ihre Anweisungen nicht verpuffen – offenbar haben Pädagogen Stimmbänder aus Stahl. Jeder andere Erwachsene wäre hier nach zwei Stunden heiser, Lehrer nicht.

Sieg auf ganzer Linie

Das Gymnasium Josephinum feiert in den Staffeln einen Doppelsieg. Lehrer Heiko Wilcke freut es – musste er doch im vergangenen Jahr während der Schulmeisterschaft eine Schlappe wegstecken, als eine seiner Staffeln wegen eines Frühstarts disqualifiziert worden war. „Wir haben richtig gute Schwimmer in unseren fünften und sechsten Klassen“, lobt Josephinum-Lehrer Wilcke.

Auch die drei Mannschaftswertungen kann das Josephinum für sich entscheiden – hier werden die Punkte der Schwimmer aus allen Einzelwettkämpfen addiert (siehe Ergebnisse). Fünf Siege, mehr geht nicht: Das Josephinum gewinnt diesmal auf ganzer Linie.

HAZ EVI 2019   3Jens-Uwe Deppe, Hauptorganisator der Meisterschaften und Abteilungsleiter Schwimmen bei Eintracht, ist zufrieden mit der Veranstaltung. „So viele Anmeldungen hatten wir schon lange nicht mehr.“ 380 Kinder sind dabei, die insgesamt 950 Mal an den Start gehen.

Besonders schwimm-wütig sind das Gymnasium Himmelsthür und die Michelsenschule. Sie verbuchen die meisten Starts, obwohl sie jeweils „nur“ 36 Schwimmer geschickt haben. „Von denen macht jedes Kind gleich drei Starts – nicht schlecht“, findet Jens-Uwe Deppe. Kurzfristig abgesagt hat das Andreanum. „Wegen der Masernwelle“, so Jens-Uwe Deppe (diese Zeitung berichtete). „Ansonsten sind alle anderen zwölf Hildesheimer Schulen gekommen, die fünfte und sechste Klassen haben.“

Ein Erfolg. Insbesondere, weil deutschlandweit die Schwimm-Leistungen der Kinder seit langem abnehmen. Auch die Zahl der Nichtschwimmer wächst. Mehr als 500 Menschen sind im vergangenen Sommer ertrunken.


Die Ergebnisse (jeweils die besten drei Schulen)

Mannschafswertung weiblich: 1. Josephinum (6126 Punkte), 2. Albert-Magnus-Realschule (4686), 3. Robert-Bosch-Gesamtschule (4480).
Mannschaftswertung männlich: 1. Josephinum (5186), 2. Gymnasium Himmelsthür (2885), 3. Scharnhorstgymnasium (2462).
Mannschaftswertung gesamt: 1. Josephinum (11 312), 2. Albertus-Magnus-Realschule (6552), 3. Robert-Bosch-Gesamtschule (6402).

Mädchen-Staffel: 1. Josephinum (5:20,75 Minuten), 2. Robert-Bosch-Gesamtschule (5:48,45), 3. Albertus-Magnus-Realschule (5:55,63).
Jungen-Staffel: 1. Josephinum (4:39,99), 2. Gymnasium Himmelsthür (6:10,78), 3. Marienschule (6:27,87).

31. Januar 2019

HAZ vom 31.01.2019: Schon am Josephinum liebte er die Biologie

Prof. Dr. Frank Ordon wird Präsident des Julius-Kühn-Instituts

Von Marita Zimmerhof

Prof. Dr. Frank Ordon  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Prof. Dr. Frank Ordon (rechts) erhält in Berlin von Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens seine Ernennungsurkunde zum Präsidenten des Julius-Kühn-Instituts.
Foto: Julius-Kühn-Institut


Hildesheim / Berlin. Der gebürtige Hildesheimer Prof. Dr. Frank Ordon ist zum neuen Präsidenten des Julius-Kühn-Instituts (JKI) ernannt worden. In Berlin überreichte ihm Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatssekretär des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, die Ernennungsurkunde. Ordon war bislang JKI-Vizepräsident.

Das Julius-Kühn-Institut mit Hauptsitz in Quedlinburg ist das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, es beschäftigt 1200 Mitarbeiter in 17 Fachinstituten an zehn Standorten und ist damit die größte zum Landwirtschaftsministerium gehörende Bundesforschungseinrichtung. Es berät die Politik und forscht selbst in den Bereichen Pflanzenbau, Züchtung, Pflanzen-, Bienen- und Vorratsschutz sowie Pflanzengesundheit.

International bekannt wurde Ordon vor allem durch seine Forschung zu genetischen Grundlagen und der züchterischen Nutzung von Kulturpflanzen, die gegen Krankheitserreger oder Trockenheit besonders widerstandsfähig sind. Seit Gründung des Instituts im Jahr 2008 leitete der Agrarwissenschaftler das dortige Fachinstitut für Resistenzforschung und Stresstoleranz. Schon in der Bundesanstalt für Züchtungsforschung, die 2008 Teil des JKI wurde, war er seit 2002 Leiter des Instituts für Epidemiologie und Stresstoleranz. Gerade der extrem trockene Sommer im vergangenen Jahr hat noch einmal deutlich gemacht, wie aktuell und wichtig seine bisherigen Forschungen sind.

Ordon gilt als wissenschaftlich sehr gut vernetzt, ist in zahlreichen Gremien und Organisationen tätig. So repräsentiert er Deutschland im Research Committee der Wheat Initiative, einer internationalen Forschungsinitiative zur Verbesserung des Brotgetreides Weizen. Zudem ist er Mitglied in internationalen und nationalen wissenschaftlichen Beiräten, ist Mitglied im Redaktionsbeirat internationaler Zeitschriften oder deren Herausgeber.

Geboren wurde Ordon am 17. Mai 1963 in Hildesheim. Er wuchs in Bad Salzdetfurth auf und besuchte in Hildesheim das Josephinum. Schon damals war im Biologie-Leistungskurs sein Interesse für Pflanzen riesig; nach dem Abitur 1982 ging er nach Gießen, studierte wegen der größeren Praxisnähe aber Agrarwissenschaften mit Fachrichtung Umweltsicherung. In Gießen promovierte und habilitierte er sich auch. Seit 2004 lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Goslar, zu Hildesheim hat er aber immer noch viele private und familiäre Kontakte.

Als Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit als Präsident am JKI sieht er die Anpassung von Kulturpflanzen an den Klimawandel, den Erhalt und die Förderung der Biodiversität, die Verbesserung der Resistenz von Kulturpflanzen gegen Krankheiten. Aber auch die Digitalisierung der Landwirtschaft sowie die Begleitung der Ackerbaustrategie der Bundesregierung, die im März 2019 erscheint, liegen ihm am Herzen.

23. Januar 2019

HAZ vom 23.01.2019: Ex-Profi Borowka schildert Kampf gegen Alkohol

Ulli BorovkaHildesheim - Für seine Blutgrätsche war Uli Borowka in der Fußball-Bundesliga jahrelang gefürchtet. Als Verteidiger von Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen kaufte der knüppelharte Profi vielen Stürmern den Schneid ab. Machtlos war er allerdings lange Zeit – während seiner Karriere und danach – gegen die eigene Alkoholsucht. Über seine Sucht und den Kampf dagegen berichtet Borowka, seit einer Entziehungskur im Jahr 2000 trocken, am Donnerstag im Gymnasium Josephinum. Es gibt zwei Termine, einer ist öffentlich.

Am Vormittag spricht der 56-Jährige, der in Hämelerwald lebt, vor Acht- und Neuntklässlern und stellt sich den Fragen der Schüler. Am Abend ab 19.30 Uhr ist er dann erneut in dem Gymnasium zu Gast. Im Foyer (Domhof 7) wendet er sich an Zehntklässler und Eltern, zu dieser Veranstaltung sind auch alle anderen Interessierten eingeladen.

Seit 2000 trocken

Uli Borowka absolvierte von 1981 bis 1996 insgesamt 388 Bundesliga-Spiele und lief sechsmal für Deutschland auf. 1988 und 1993 wurde er mit Werder Bremen deutscher Meister. Schon während seine aktiven Laufbahn litt er unter Alkoholsucht. Diese kostete ihn auch seine Familie und sorgte nach seiner Karriere dafür, dass eine Trainerlaufbahn zunächst scheiterte.

Nach seiner erfolgreichen Entziehungskur widmete sich Uli Borowka in erster Linie dem Kampf gegen die Alkoholsucht, schrieb dazu Bücher, hält Vorträge und gibt Seminare – vor allem für Führungskräfte sowie für Schüler und Auszubildende. Außerdem gründete er im Jahr 2013 den Verein „Uli Borowka Suchtprävention und Suchthilfe“. abu /Foto:dpa
15. Dezember 2018

Kirchenzeitung vom 16.12.2018: Dom von Kerzen erhellt

Zum ersten Mal hat ein Hildesheimer Bischof die katholischen Schulen der Stadt zu einem Rorategottesdienst in den Mariendom eingeladen. Rund 1500 Schüler, Lehrer, Eltern und Geschwisterkinder folgten der Einladung.


VON EDMUND DEPPE

Rorate KIZ
1500 Kerzen erhellen beim Rorategottesdienst den Mariendom. | Foto: Deppe

 

„Ich würde mich freuen, wenn der Dom aus allen Nähten platzen würde“, hatte Bischof Dr. Heiner Wilmer im Vorfeld gesagt. Und der Dom war rappelvoll. Die Stufen zum Altar, der Chorraum, die Gänge und Seitenkapellen waren dicht besetzt.
Um sechs Uhr im dunklen Dom bei Kerzenschein machten sich die Schülerinnen und Schüler Gedanken über den Advent, die Vorbereitungszeit auf das Fest der Geburt Jesu. Bischof Heiner wies darauf hin, dass diese Zeit eine Zeit der Umkehr ist. „Es ist eine Zeit, in der wir aufeinander zugehen sollen, eine Zeit des Verzeihens, des Heilens und des wieder miteinander Sprechens“, betonte er und zitierte aus dem Song „Anthem“ – Hymne von Leonhard Cohen die Textpassage: „There is a crack in everything. That’s how the light gets in.“ (In allem ist ein Riss. Da kommt das Licht herein.) „Durch die Risse, die es in unserem Leben wie in einer kaputten Jeans gibt, scheint das Licht Gottes hinein, das uns erst zu Menschen macht. Wenn wir zu diesen Rissen stehen, zu dem, was uns zunächst als unvollkommen erscheinen lässt, werden wir zu attraktiven Menschen, die Licht für andere sein können“, betonte Bischof Heiner. Lächelnd riet er den jüngeren Gottesdienstbesucher: „Ich gehe davon aus, dass ihr Leonhard Cohen nicht unbedingt kennt. Schaut euch das einfach mal nachher auf Youtube an.“ Ein Ratschlag, der in Predigten eher selten kommt.
Am Gottesdienst nahmen die Elisabeth-von-Rantzau-Schule, die St. Franziskus-Schule der Heimstatt Röderhof, die Albertus-Magnus-Schule, die Augustinus-Schule und die beiden katholischen Gymnasien Marienschule und Josephinum teil. Musikalisch wurde die Feier vom Ensemble der St. Franziskus-Schule und vom Chor des Josephinums gestaltet. Bevor es dann in den Unterricht ging, sorgten die Malteser für ein kleines Frühstück mit süßen Brötchen, Kaffee, Kakao und Früchtetee.