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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

26. August 2009

HAZ vom 25.08.2009: Heisere Josephiner

la wm berlinHildesheim (wgk). Die zehnköpfige Gruppe von jungen Sportlern des Bischöflichen Gymnasiums Josephinum ist mit ihrem Betreuungslehrer Heiko Wilcke von ihrem aufregenden Aufenthalt im Weltmeisterschaftscamp in Berlin zurückgekehrt. Highlights waren die Wettkämpfe der Leichtathleten im Olympiastadion. So bejubelten die Hildesheimer die Silbermedaillen der Kugelstoßerin Nadine Kleinert und der Siebenkämpferin Jennifer Oeser, die Goldmedaille von Speerwerferin Steffi Nerius und nicht zuletzt den 100m-Weltrekord durch Usain Bolt. Die Josephiner feuerten die Athleten derart an, dass zum Beispiel Jana Gieske am nächsten Tag vor Heiserkeit nur noch flüstern konnte.

Die fünf Mädchen und fünf Jungen des Josephinums zählten bei der Leichtathletik-WM zu den auserwählten 320 Schülern aus allen Bundesländern, die aufgrund ihrer sportlichen Leistungen beim Wettkampf „Jugend trainiert für Olympia" nach Berlin fahren, an einem Rahmenprogramm teilnehmen durften und sich gemeinsam mit dem Gymnasium Uslar als „Team Niedersachsen" um den so genannten WM-Schulcup sportlich betätigen mussten. Die Mädchen aus Niedersachsen belegten den fünften Rang, die Jungen waren nicht so gut drauf und wurden Zwölfte. Die beste Leistung der Gruppe zeigte der 13-jährige Niklas Wetjen, der über 1000 m einen vierten Platz in ausgezeichneten 3:08,2 Minuten belegte. Anabel Knabe gelang mit ihrer 50m-Zeit von 7,4 Sekunden der Sprung ins B-Finale. Lea Rössig verbesserte sich im Weitsprung auf 4,34m. In dieser Disziplin sah auch der erst elfjährige Niklas Hartmann gut aus, der sich in Berlin auf 4,24m steigerte. Marie Ohlms überquerte im Hochsprung 1,34m. Im Wettbewerb „Schnellste Socke" (30 Meter fliegend, also nicht vom Startblock, sprinten) lagen zwischenzeitlich Anabel Knabe und Niklas Wetjen an der Spitze des Teilnehmerfeldes.

Die Josephiner gingen während ihrer Besuche im Olympiastadion selbstverständlich auch auf Autogrammjagd und freuten sich über die Namenszüge beispielsweise des fünffachen Diskusweltmeisters Lars Riedel, Nadine Kleinert oder der Hürdenläuferin Carmen Nytra. Während des WM-Schulcups standen der frühere Olympiasieger im Zehnkampf, Christian Schenk, und 800m-Weltrekordler Wilson Kipketer für Fotos und Autogramme zur Verfügung. Insgesamt durfte die Hildesheimer Gruppe mehrere Tage WM-Atmosphäre schnuppern. Sie genoss dies in vollen Zügen und kehrte mit vielen Eindrücken aus der Bundeshauptstadt in den Schulalltag zurück.

14. August 2009

HAZ vom 14.08.2009: „So wird Politik greifbar"

Josephiner diskutieren mit fünf Bundestags-Kandidaten aus dem Wahlkreis Hildesheim / Probe-Wahl mit Überraschungen

bundestagswahl podium
Josephiner diskutieren mit Kandidaten für die Bundestagswahl (von links): Michael Huffer, Bernhard Brinkmann, Anselm Derda, Jens Niemann, Sabrina Jördens, Eckart von Klaeden, Brigitte Pothmer und Dr. Bernd Fell. Foto: Hartmann

Hildesheim (jus). Am 27.September ist Bundestagswahl. Viele junge Wähler stehen dann zum ersten Mal an der Urne. Grund genug für den 13. Jahrgang des Josephinums, fünf der sieben Kandidaten für den Wahlkreis Hildesheim zu einer Podiumsdiskussion einzuladen.

Von Politikverdrossenheit ist unter den Oberstufenschülern des Josephinums an diesem Mittag wenig zu spüren. Knapp 150 Schüler sitzen still auf ihren Stühlen im Pausenraum der Schule und lauschen aufmerksam den Äußerungen von Eckart von Klaeden (CDU), Bernhard Brinkmann (SPD), Brigitte Pothmer (Die Grünen), Dr. Bernd Fell (FDP) und Michael Huffer (Die Linke).

„Die meisten von uns wählen zum ersten Mal und kennen die Kandidaten gar nicht", erklärt Schüler Anselm Derda. Das solle sich durch die Podiumsdiskussion ändern, ergänzt sein Mitschüler Jens Niemann. Die Gymnasiasten hatten mehrere Fragen zu den Bereichen Außen-, Energie- und Wirtschaftspolitik vorbereitet. In Zeiten der Wirtschaftskrise sorgte gerade Letzteres für Zündstoff - allen voran das Versprechen des SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier, bis zum Jahr 2020 Vollbeschäftigung zu erreichen. „Bei unserem Regierungsantritt gab es 5,4 Millionen Arbeitslose, jetzt im Sommer waren es noch 2,6 Millionen", stellt Bernhard Brinkmann fest. Dem widerspricht Michael Huffer: „Diese Zahlen sind doch geschönt - wir schätzen, dass es fünf Millionen Arbeitslose gibt", sagt der Kandidat der Linken.

Heftig diskutiert wird auch die Frage, ob Atomkraftwerke abgeschaltet werden sollten. „Atomkraftwerke liefern etwa 30 Prozent unserer Energie - die können wir durch erneuerbare Energien problemlos ersetzen", macht Brigitte Pothmer deutlich. Der CDU-Politiker Eckart von Klaeden kann dem nicht zustimmen: „Solche Versprechen sind unseriös, als Übergangslösung ist Kernenergie unverzichtbar." Pothmer kontert: Es gehe ja auch nicht um einen sofortigen Ausstieg, sondern um einen geordneten Rückzug.

Zu guter Letzt darf das Thema „Wahlen" nicht fehlen. „Wie können Sie verhindern, dass Bürger ihre Stimme bei der Wahl verweigern?", wollen die Schüler wissen. „Wir müssen deutlich machen, dass Politik nicht nur von Berufspolitikern, sondern von jedem gemacht werden kann", antwortet Bernd Fell. Eine radikalere Idee liefert Michael Huffer: „Ich plädiere für ein Gesetz gegen Wählerbetrug: Wer vor der Wahl bewusst die Unwahrheit sagt, gehört nach der Wahl vor Gericht." Dafür erntet er lautes Gemurmel aus dem jungen Publikum. „Wie wollen Sie denn beweisen, dass jemand bewusst getäuscht hat?" ruft ein Schüler in den Raum. Eine konkrete Antwort darauf gibt Huffer nicht.

Eineinhalb Stunden später scheint das Interesse an Politik tatsächlich bei einigen Schülern geweckt worden zu sein. „Ich kam mit der Erwartung, dass das hier langweilig wird - und wurde dann überrascht", sagt der 18-jährige Lukas Schrader. „So wird Politik endlich einmal greifbar."


lukas schrader
Lukas Schrader, 18 Jahre, Hildesheim: Mein Bild hat sich komplett geändert. Ich dachte, das hier wird langweilig. Interessant fand ich, dass die Kandidaten der CDU, SPD und Grünen, die bereits im Bundestag sitzen, wesentlich souveräner als die anderen wirken. Ich gehe jetztauf jeden Fall zur Wahl.


sabrina jrdens
Sabrina Jördens, 18 Jahre, Wesseln: Ich wusste schon vorher, was ich am 27. September wählen werde. Dennoch finde ich solche Veranstaltungen gut, da ich zwar regelmäßig Zeitung lese, aber die Politiker ja nicht persönlich kenne - außer natürlich die Kommunalpolitiker aus meinem Heimatort. Fotos: Degirmenci



nikolai rex

Nikolai Rex, 18 Jahre, Hildesheim: Ich finde es gut, dass es solch eine Veranstaltung gibt. Viele aus unserem Jahrgang sagen, dass sie nicht wissen, was sie wählen sollen. Da hilft es natürlich schon, die Kandidaten mal persönlich zu erleben. Ansonsten kommt man ja nicht so nah an Politiker heran.

sina vietmeyer

Sina Vietmeyer, 18 Jahre, Heersum: Ich fand die Podiumsdiskussion interessant. Vorher hätte ich eher dazu tendiert, die FDP zu wählen, jetzt haben mich die Argumente von Eckart von Klaeden von der CDU aber mehr überzeugt. Es macht schon etwas aus, wenn man die Politiker so hautnah erleben kann.

moritz aschmoneit

Moritz Aschmoneit, 19 Jahre, Hildesheim: Meine Meinung ist durch die Diskussion bestätigt worden. Auf mich haben Bernhard Brinkmann und Eckart von Klaeden den souveränsten Eindruck gemacht. Die Politik braucht Denkanstöße von den kleineren Parteien, aber ich werde vermutlich die großen wählen.


CDU liegt bei den Schülern vorn


Hildesheim (jus). Der 13. Jahrgang des Josephinums hat bereits in einer Probeabstimmung gewählt - einmal vor und einmal nach der Podiumsdiskussion. Das Ergebnis überrascht: Beide Male landete die CDU ganz vorn. Vor der Gesprächsrunde stimmten nach Angaben der Schüler 43 Prozent der Schüler für die Partei, danach 41 Prozent. Die SPD konnte vor der Veranstaltung 14 Prozent, anschließend 16 Prozent der Stimmen verbuchen. Zugelegt haben auch die Grünen: von 21 auf 25 Prozent. Die FDP sank von 6 auf 5 Prozent der Stimmen. Größter Gewinner ist die Linke: Stimmten vor der Diskussion nur 2 Prozent der Schüler für die Partei, waren es im Anschluss 7 Prozent. Die sonstigen Parteien erhielten vorher 9, nachher 6 Prozent. Für den Wahlgang vor der Podiumsdiskussion gab es 125 gültige und sieben ungültige Stimmen, nach der Diskussion stimmten 142 Schüler ab.

13. August 2009

HAZ vom 13.08.09: Sie freuen sich riesig auf die blaue Bahn mit Bolt und Co

Zehn Josephiner sind bei der Leichtathletik-WM in Berlin dabei

la wm presse
Diese jungen Sportler des Bischöflichen Gymnasiums Josephinum freuen sich auf die Leichtathletik-WM in Berlin - von links, hintere Reihe: Anabel Knabe, Lea Rössig, Meike Behnke, Marie Ohlms, Jana Gieske; vorn: Niklas Wetjen, Giulio Oks, Niklas Hartmann, Finn Klopprogge und Betreuungslehrer Heiko Wilcke. Nicht auf dem Mannschaftsfoto ist Johannes Kesseler. Fotos: Kind

Hildesheim (wgk). Die Freude war riesengroß im Bischöflichen Gymnasium Josephinum in Hildesheim, als die ministeriale Mitteilung eintraf, dass fünf Schülerinnen und fünf Schüler aus den Jahrgängen 1996 bis 1998 mit ihrem Betreuungslehrer Heiko Wilcke zum Schulcamp während der Leichtathletik-Weltmeisterschaften nach Berlin fahren dürfen. Von morgen an warten auf die Auserwählten sechs spannende Tage in der Bundeshauptstadt, im WM-Schulcamp, aber natürlich auch im Olympiastadion.

Insgesamt 320 Schüler aus allen Bundesländern werden in der Europäischen Jugenderholungs- und Begegnungsstätte am Werbellinsee zusammenkommen, um hautnah die WM-Atmosphäre zu erleben und an einem reichhaltigen Rahmenprogramm teilzunehmen. Warum wurde nun gerade das Josephinum ausgewählt? Nun, das Gymnasium hatte sich bei den Wettkämpfen „Jugend trainiert für Olympia" von seiner sportlichsten Seite gezeigt und im Jahr 2008 einen Landessieg errungen. Die Hildesheimer Crew wird in Berlin gemeinsam mit dem Gymnasium Uslar die Farben Niedersachsens vertreten. Dieses „Team Niedersachsen" muss sich allerdings auch sportlich betätigen. Am Montag werden die Mädchen und Jungen aus Hildesheim und Uslar um den so genannten WM-Schulcuplaufen, springen und werfen.

„Ich freue mich am meisten auf das 100-m-Finale mit Usain Bolt und Tyson Gay", meint Niklas Hartmann aus der Klasse 6d. Auch für den Jüngsten der Mannschaft, den zehnjährigen Johannes Kesseler, steht fest, dass die 100 m der Männer am spannendsten werden dürften. Dagegen hat sich Finn Klopprogge bis jetzt noch nicht intensiv mit den Namen der Top-Leichtathleten der Welt auseinandergesetzt. Er ist eher auf das WM-Camp und das Stadion gespannt.

Dreimal in Folge konnte Niklas Wetjen den Josephinerlauf gewinnen. Klar also, dass ihn am meisten die Läufe interessieren, zum Beispiel das 3000-m-Hindernisrennen. Gut informiert zeigten sich die fünf jungen Damen. „Bolt, Hammerwerferin Betty Heidler, unsere beiden Speerwerferinnen, Weitspringer Bayer", sprudelte Lea Rössig einige Namen bekannter WM-Teilnehmer heraus, auf die sie sich schon freut.

Die Berlin-Crew des Josephinums setzt sich zusammen aus Anabel Knabe, Lea Rössig, Marie Ohlms, Jana Gieske, Finn Klopprogge, Johannes Kesseler, Giulio Oks, Niklas Wetjen und Niklas Hartmann. Betreut wird das Team von Heiko Wilcke. „Es werden sicherlich aufregende Tage", meinte er. „Aber wir werden rundum umsorgt und verpflegt. Und die wenigsten meiner Schülerinnen und Schüler waren schon einmal in Berlin." Für Wilcke, der selbst aktiver Leichtathlet ist, stehen ohne Frage die Wettkämpfe auf der blauen Bahn des Olympiastadions im Mittelpunkt seines Interesses.

lea rssig



Lea Rössig: „Ich kenne die Namen vieler deutscher Leichtathleten und freue mich auf die Wettkämpfe und auf das Olympiastadion."



gilio oks




Giulio Oks: „Ich bin gespannt auf die Hürdenläufe. Vielleicht fällt ja einer hin oder ins Wasser."



johannes kesseler


Johannes Kesseler: „Für mich ist das 100-Meter-Finale der Männer das Größte bei der Weltmeisterschaft."



niklas hartmann



Niklas Hartmann: „Ich laufe gern. Deshalb bin ich schon besonders gespannt auf die 100-Meter-Sprints der Männer und Frauen."