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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

04. April 2019

Kirchenzeitung vom 7.04.2019: Die Kunst der Nüchternheit

Benediktinerpater Dr. Mauritius Wilde stellt in seiner Heimatstadt Hildesheim sein neues Buch vor. Der Autor mehrerer Bücher leitet Exerzitien und hält Vorträge in Europa und den USA.


VON PETER LANGE

Pater Mauritius WildeSeit 2016 ist Pater Mauritius Prior der Benediktinerabtei Sant’Anselmo in Rom und damit einer der wichtigsten Vertreter des Ordens. Der ehemalige Schüler des Bischöflichen Gymnasiums Josephinum in Hildesheim ist inzwischen auch ein weltweit bekannter Buchautor. Jetzt sprach er in seiner ehemaligen Schule über sein neues Buch „Nüchternheit – Die Kunst sich ein achtsames Herz zu bewahren“.
Wie ist der Benediktiner-Mönch auf das Thema des Buches gestoßen? „Ich konnte die Nachrichten nicht mehr ertragen, diese permanente Aufgeregtheit“, erklärte er bei seinem Vortrag. Das habe ihn befremdet und zur Frage geführt, ob man die Dinge nicht etwas nüchterner betrachten könnte. Ein auf den ersten Blick etwas verstaubter Begriff, der aber in der Geschichte der christlichen Spiritualität eine wichtige Rolle spiele.
In dem Buch lädt der ehemalige Verlagsleiter seines Heimatklosters Münsterschwarzach dazu ein, die Tugend der Nüchternheit neu zu entdecken. Er beleuchtet unterschiedliche Facetten und zeigt die spirituelle und praktische Bedeutung für die heutige Zeit auf. „Sie ist mehr als ein leerer Magen“, sagte er in Bezug auf die Fastenzeit, „sie hat einen guten Geschmack.“ Einfaches Wasser sei köstlich und wenn man auf die Geräuschkulisse von Radio und Fernsehen mal verzichte, erkenne man die Schönheit der Stille.
Die wichtige Frage sei: „Was brauche ich eigentlich und was dient mir nur als Ersatz für meine wirklichen Bedürfnisse?“ Die Antwort führe zu größerer Achtsamkeit und einem erfüllteren Leben. Dies könne gar in eine „nüchterne Trunkenheit“ münden, einen Zustand der positiven Berauschtheit durch Reduzierung auf das Wesentliche. „Wenn man das einmal erlebt hat, kann man gar nicht mehr genug davon bekommen“, sagte der Benediktiner mit sichtlicher Begeisterung.

Das Buch „Nüchternheit - Die Kunst sich ein achtsames Herz zu bewahren“ ist im Vier-Türme-Verlag erschienen und kostet 18 Euro (144 Seiten, ISBN 978-3-7365-0159-1).

 

 

 ZUR PERSON
 Mauritius Wilde

 Pater Mauritius Wilde OSB (Ordo Sancti Benedicti) trat mit 19 Jahren in die Benediktinerabtei Münsterschwarzach ein und studierte
 Theologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Von 1999 bis 2010 war er Leiter des Vier-Türme-Verlags. Sein Weg führte
 ihn schließlich in die US-amerikanische Niederlassung des Klosters Münsterschwarzach in Schuyler, Nebraska. Seit 2016 hält er das
 Amt des Priors in der Primatialabtei Sant’Anselmo, Rom inne. Er veröffentlich regelmäßig spirituelle Impulse (in englischer Sprache)
 auf seinem Blog:  wildemonk.net (kiz)

02. April 2019

HAZ vom 2.4.2019: April, April

 Sie haben einst das Josephinum oder die Marienschule besucht und sich gefreut, dass der geheime Tunnel endlich gefunden ist?
 Das ist schön, schließlich geisterte das Gerücht tatsächlich viele Jahrzehnte durch Hildesheim. Trotzdem müssen Sie jetzt tapfer
 sein: Das Gerücht wird zunächst eines bleiben. Denn den angeblichen Fund hat es nicht  gegeben. Der Bericht darüber in
 unserer gestrigen Ausgabe war ein Aprilscherz. Geplante Straßensperrungen inklusive. Der Oberbürgermeister und die beiden
 Schulleiter haben eine ordentliche Portion Humor bewiesen und
kräftig mitfabuliert. Wobei: Weite Teile der Geschichte sind gar
 nicht der Fantasie entsprungen. Über die mögliche Existenz des Tunnels haben tatsächlich Generationen von Schülern gebrütet.
 Ein Mädchen der Marienschule
hat sich auch in Archive begeben, um Gängen zwischen Domhof und Brühl nachzuspüren. Und
 vor 150 Jahren gab es Anweisungen für die Schüler, damit keine unsittlichen Begegnungen auf der Straße möglich waren.
 Insofern: Die Möglichkeit, dass der Gang existiert, bleibt erhalten. Bitte üben Sie sich einfach noch ein wenig in Geduld!
02. April 2019

HAZ vom 1.4.2019: Nach Jahrzehnten der Ungewissheit: Geheimer Gang zum Domhof existiert

*** Aprilscherz der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung***

Bei Arbeiten an der Kreuzkirche sind Bauarbeiter auf einen Einstieg gestoßen /
Jetzt soll die Verbindung zwischen Marienschule und Josephinum untersucht werden


Von Christian Harborth

Hildesheim. Generationen von Schülern kennen es als Gerücht, seit einigen Tagen scheint es Gewissheit zu geben: Die Marienschule und das Josephinum waren einst durch einen unterirdischen Gang miteinander verbunden. Bei Arbeiten im Kreuzgang der Kreuzkirche sind Bauarbeiter auf einen bislang unbekannten
Abgang gestoßen. Das Nutzungsrecht des Kreuzgangs liegt seit einigen Jahren bei der Schule. „Nachdem der Schutt beiseite geräumt war, stießen wir auf erstaunlich gut erhaltene Treppenstufen, die nach unten führen“, sagt Klaus Neumann, stellvertretender Leiter der Marienschule. An der einen Seite der Wand seien schwach ein eingeritzter Richtungspfeil und ein großes „J“ erkennbar. „Wir vermuten, dass das J für Josephinum steht“, so Neumann.

Benno Haunhorst, Schulleiter des Josephinums, hat die wenige hundert Meter entfernte Entdeckung zum Anlass genommen, in weniger genutzten Kellern der mehr als 1200 Jahre alten Bildungseinrichtung auf dem Domhof nach Spuren suchen zu lassen. Im kaum besuchten Raum eines älteren Gebäudeteils ist der Hausmeister auf eine offensichtlich zugemauerte Wand gestoßen. „Diese ist hier seit langem bekannt, aber wir werden sie jetzt zum ersten Mal öffnen“, sagt Haunhorst. Bisher war er davon ausgegangen, dass es sich um einen seit 1945 ungenutzten Luftschutzkeller für Schüler gehandelt habe.

Der Fund sorgt auch im Hildesheimer Rathaus für erheblichen Wirbel. „Für die Dauer der detaillierten Erkundungen werden wir voraussichtlich mehrere Straßen in der Umgebung sperren müssen“, sagt Oberbürgermeister Ingo Meyer. Der Rathauschef hat auch ein persönliches Interesse an der Entdeckung. „Ich kenne das Gerücht auch aus meiner eigenen Schulzeit“, sagt Meyer. „Damals hieß es sogar, dass es zwei Tunnel geben soll.“ Meyer hat sein Abitur am Josephinum abgelegt. Er bat das Stadtarchiv um Mithilfe. Dort stießen die Fachleute auf einen schriftlichen Hinweis auf die Existenz der Verbindung. In dem undatierten Dokument wird sogar erwähnt, dass die Schulleitung der Marienschule aus „Sorge um Anstand und Sitte“ alles daran setze, die Entdeckung des Ganges zu verheimlichen, weshalb sie ihn zusammen mit dem damaligen Pfarrer der Kreuzkirche zuschütten und überbauen ließ.

„Auch zu meiner Schulzeit am Josephinum gab es Gerüchte, dass der Gang existiert, damit sich Schüler des Josephinums und Schülerinnen der Marienschule heimlich treffen konnten“, bestätigt Neumann. Damals seien alle davon ausgegangen, dass der Gang spätestens bei den Bombardierungen während des Zweiten Weltkriegs verschüttet worden war. Im vergangenen Jahr habe eine Schülerin des Gymnasiums im Brühl sogar angefangen, im Bistumsarchiv zu recherchieren, um Details zum Gang zu finden. „Sie hat ihr Vorhaben dann aber zugunsten eines anderen Projekts aufgegeben“, sagt Neumann.

Im Rathaus und im Generalvikariat geht man davon aus, dass der Gang deutlich älter als die Marienschule ist. „Vermutlich handelt es sich um ein Bauwerk aus dem Mittelalter“, sagt Meyer. Bischöfe hätten ihn vermutlich bei kriegerischen Auseinandersetzungen mit der Stadt als Fluchtweg genutzt, um von der Domburg zur Kreuzkirche zu gelangen. Später sei der Gang in Vergessenheit geraten – und erst vor rund 150 Jahren nach dem Bau der Marienschule wiederentdeckt worden. „Hier mauserte er sich wohl innerhalb kürzester Zeit zum Geheimtipp“, vermutet Neumann schmunzelnd. Dass die Kontaktaufnahme damals für Josephiner wie Marienschülerinnen nicht einfach war, ist bewiesen. Laut Josephinum-Schulordnung war den Jungen vor dem Ersten Weltkrieg etwa zu bestimmten Tageszeiten das Betreten des Hohen Weges verboten. „So sollte die Begegnung mit den Marienschülerinnen verhindert werden“, erklärt Josephinum-
Leiter Haunhorst. Solche Probleme haben heutige Schüler der beiden Einrichtungen nicht mehr: Heute werden Mädchen und Jungen an beiden Schulen zusammen unterrichtet.

Aprilscherz Tunnel  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oberbürgermeister Ingo Meyer und der stellvertretende Schulleiter Klaus Neumann begutachten Schuttreste, die den Gang viele Jahrzehnte versperrt hatten.
FOTO:
WERNER KAISER

                          KOMMENTAR von Christian Harborth

Verkehrschaos verhindern
So interessant und geschichtlich bedeutsam der Fund der unterirdischen Verbindung zwischen Marienschule und Josephinum auch sein mag – für die Anlieger könnte er bald zur Belastungsprobe werden.
Denn schon heute haben weder die Stadt noch die Polizei die Verkehrsströme rund um Schuh- und Kreuzstraße sowie Brühl und Kläperhagen in Griff. Vor allem morgens und mittags herrscht hier trotz Durchfahrtverbot zur Schuhstraße Verkehrschaos.

Wenn die Stadt für die Dauer der archäologischen und denkmalpflegerischen Erkundungen den Brühl, die Kreuzstraße und mindestens auch vorübergehend den Bohlweg sperren muss, wird das Chaos perfekt. Oberbürgermeister Ingo Meyer weiß das. Weshalb sollte er sonst schon Wochen im Voraus vorsichtig Straßensperrungen andeuten. Das Chaos gilt es zu verhindern.

Die Planer im Rathaus werden dafür eine Schippe drauf legen müssen. Damit die Vorfreude auf historische Entdeckungen nicht Unverständnis und Wut weicht.

26. März 2019

Kehrwieder vom 23.03.2019: Inspirierende Bernwardstür

Josephinum-Schüler schaffen Kunstwerke / Große Skulptur soll in der Stadt stehen

Bili Projekt Bernwardstr 1       

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Josephiner wurden zu einigen Kunstwerken angeregt, im Hintergrund der drei Meter hohe Schrank.

FOTO: STUMPE

       

Von Heiko Stumpe

HILDESHEIM. Benno Haunhorst öffnet die beiden Türen des übermannshohen Holzschrankes. Im Innern leuchtet es, dahinter sind schemenhaft kleine Gestalten zu sehen. Auf den beiden Innenseiten der Flügeltüren sind die bronzenen Bernwardstüren abgebildet – Reproduktionen der im Original fünf Meter hohen Bronzetüren im benachbarten Dom.

Schuldirektor Haunhorst tritt an die Seite und gibt den Blick frei. Der Schrank im Foyer des Josephinums ist ein Bestandteil eines Kunstprojektes des „Erbe-Kurses“. Die zehnköpfige Gruppe unter der Leitung der Kunstlehrerin  Angelika Gehler hatte sich mit der Bronzetür befasst, sich die Geschichten hinter den Figuren von Pastor Claus-Ulrich
Heinke erklären lassen. Dann wurden sie auf Reproduktionen aufmerksam, die ursprünglich für ein Musical genutzt wurden. Daraus entwickelte sich die Idee mit dem Schrank.
„Den haben wir uns vom Theater für Niedersachsen bauen lassen“, sagt Gehler. Das TfN hat gratis mitgeholfen, auch die Beleuchtung realisiert. Die abgepausten Figuren werden im Vordergrund noch von Gazestoff überlagert, damit der Eindruck noch schwebender wird. „Es geht darum, das Unsichtbare zu zeigen. Das, was uns berührt. Die Religion ist ja auch unsichtbar“, so die Kunstlehrerin. Das Unsichtbare gilt auch für die Skulptur, die derzeit in der Werkstatt der HAWK entsteht. Eine Metallskulptur, die eine Figur in einem Winkel zeigt, der eine Ecke, ein offenes Buch oder auch zwei Türflügel sein könnte.

Frederike, 14 Jahre, Laura, 15, und Patrick, 14 erzählen, wie es zu dem Skulpturentwurf kam: Es sollte ein Metallobjekt entstehen, als Reflexion ihrer Überlegungen zu Bernwards Bronzetür. Seit über einem halben Jahr arbeiten sie jetzt schon daran. Sie treffen sich jeden Dienstag von 13.30 bis 15 Uhr in der HAWK. Haben schon geschweißt und das Metall gesägt. Eine schweißtreibende Arbeit. „Wie nach einem Marathonlauf“, sagt Frederike. Wenn die Skulptur fertig ist, das wird noch in diesem Schuljahr sein, dann soll sie an verschiedenen Stellen der Stadt aufgestellt werden. „Es wäre schön, wenn sie zum Bespiel auf dem Marktplatz stehen würde, auf dem Domhof oder in der Fußgängerzone“, hofft Laura. An der Skulptur werden zwei große Engelsflügel angebracht sein. Für den, der sich davorstellt, bietet sich ein Selfie an. „Damit tragen wir die Idee in die Welt“, sagt Lehrerin Gehler. „Was uns beflügelt… das kann man dann als Foto mitnehmen.“

Die Beschäftigung mit der Bernwardstür hat noch weitere Kunstwerke hervorgebracht. Die auf der Tür dargestellten Motive haben die jungen Menschen dazu bewegt, selbst Figuren zu schaffen. Eine heißt „Wächter der Helix“ und weist darauf hin, dass die Menschen durch ihre Gene sehr unterschiedlich, aber auch sehr ähnlich sind. Auch eine Freiheitsstatue ist darunter oder eine Sternenseherin, die die moderne Forschung symbolisiert.