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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

16. Juli 2019

Kirchenzeitung vom 7.07.2019: Ein Leben für die Schule

Das letzte Mal Zeugnisse unterschreiben, das letzte Mal Abiturienten verabschieden, das letzte Mal Hitzefrei geben – das alles hat Oberstudiendirektor Benno Haunhorst in den vergangenen Tagen erledigt. Nun wurde er als Schulleiter des Bischöflichen Gymnasiums Josephinum in den Ruhestand verabschiedet.

VON EDMUND DEPPE

Haunhorst Engel HP   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seinen Schülern kann Benno Haunhorst kaum einen Wunsch abschlagen und posiert vor der Engelskulptur. | Fotos: Deppe

 „Wenn ich mit Benno Haunhorst durch die Schule gegangen bin, wurde er immer von Schülerinnen und Schülern angesprochen. Das sie im Mittelpunkt einer Schule stehen, nicht Verordnungen, Regeln, Gepflogenheiten, das hat Herr Haunhorst immer deutlich gemacht und praktisch gelebt. Für die Schülerinnen und Schüler hatte er immer ein offenes Ohr, ein freundliches Wort, einen wohlwollenden Blick“, sagte Direktor Dr. Jörg-Dieter Wächter, Leiter der Hauptabteilung Bildung des Bistums. 14 Jahre leitete Haunhorst das Josephinum und hat mit vielen Ideen, Aktionen und Projekten das Gymnasium profiliert“ – unterstützt von der Schulgemeinschaft –, betonte Wächter.
Andreas Stein als Vertreter des Kultusministeriums machte deutlich, wie sehr er die Meinung Haunhorsts schätzte und bezeichnete ihn „als einen der profiliertesten Schuleiter im Land Niedersachsen“. Er habe das Josephinum in den vergangenen Jahren geprägt. Die Schule mit ihrer hohen Qualität trage seine Handschrift, er habe für die Schule gelebt.
Dr. Christian Stock von der Landesschulbehörde überreichte Haunhorst die Entlassungsurkunde. Er erinnerte an verschiedene Punkte der Lehrerkarriere von Haunhorst, an sein vielfältiges Engagement über den Tellerrand seiner Schulen, in denen er wirkte, hinaus – sei es in verschiedenen Fachgruppen oder auch in der Lehrerausbildung. „Sie haben meinen höchsten Respekt und meine Anerkennung für das, was sie besonders in ihren Jahren als Schulleiter geleistet haben.“
Für ihn typisch, nahm Haunhorst bei seinen Schlussworten noch einmal die jungen Menschen in den Blick, bedankte sich für ihre gezeigten Darbietungen und sagte: „Ich konnte vielen jungen Menschen begegnen, die mich mit neuen Fragen bereichert haben und dafür bin ich dankbar.“ Eingeleitet wurde die Verabschiedung Haunhorsts mit einem Gottesdienst der gesamten Schule im Dom, musikalisch gestaltet vom Schulchor und zelebriert von Generalvikar Martin Wilk, der Haunhorst für seinen Ruhestand Zeit, Gesundheit und Gottes Segen wünschte.

Ein von Papst Franziskus signiertes Foto

Bereits am Abend zuvor, beim traditionellen Sommerfest der Schule, konnte sich Haunhorst über eine besondere Überraschung freuen. In Erinnerung an die Romfahrt des Josephinums zum 1200. Schulgeburtstag schenkte ihm die Elternschaft ein Bild, das wie kein anderes an diese Fahrt erinnert: ein gerahmtes Foto auf dem Papst Franziskus bei der Audienz auf dem Petersplatz den Josephinerschal fängt. Doch dieses Foto ist ein ganz besonderes. „Das hat Papst Franziskus persönlich signiert“, sagte Dr. Christian Warzecha, Vorsitzender des Schulelternrates.
Die letzten Tage als Schulleiter genoss Haunhorst noch einmal, legte bei Temperaturen über 30 Grad im Kreis von Schülern seine Krawatte ab: „Das mache ich nur, wenn es zu heiß ist. Und meine Schüler wissen, dann gibt es Hitzefrei.“
Nur wenige Tage vor seiner Verabschiedung konnte Haunhorst noch eine Skulptur vor dem Dom enthüllen, die in einem internationalen Projekt von Schülern angefertigt wurde. Der Engel der Bernwardstür des Doms tritt heraus und geht unter die Menschen. Und die Menschen haben Gelegenheit, selbst zum Engel zu werden, was Haunhorst auch gleich ausprobiert hat.

04. Juli 2019

HAZ vom 3.07.2019: „Das Land verliert heute einen der profiliertesten Schulleiter“

Abschiedsfeier: Benno Haunhorst verlässt das Josephinum

Von Christian Harborth

 

HNH Verabschiedung HAZ

In der Mitte des Bildes, im Mittelpunkt des Interesses: der scheidende Schulleiter Benno Haunhorst im Kreise seiner Gäste.
FOTO: CHRISTIAN HARBORTH

Hildesheim. Nach mehr als dreieinhalb Stunden Gottesdienst, Festreden, musikalischen Einlagen sowie einem Sketch erheben sich alle Besucher in der Aula des Josephinums von ihren Plätzen und klatschen zu Ehren von Benno Haunhorst. 14 Jahre hat der heute 65-Jährige das Bischöfliche Gymnasium geleitet. Gestern ist er in den Ruhestand verabschiedet worden. Hunderte Gäste begleiteten Haunhorst auf seinem letzten „Schulweg“, der morgens mit einem Gottesdienst im Dom begann und am frühen Nachmittag in der Aula des Josephinums endete.

Zahlreiche Redner hoben während der Feier die positiven Eigenschaften Haunhorsts hervor. „Niedersachsen verliert heute einen der profiliertesten Schulleiter des Landes“,sagte etwa Andreas Stein vom Kultusministerium. „Dass das Josephinum heute so gut dasteht, ist vor allem Ihnen zu verdanken“, sagte Christian Stock, Dezernent der Landesschulbehörde. Jörg-Dieter Wächter, Leiter der Hauptabteilung Bildung des Bistums, stellte den scheidenden Pädagogen als jemanden vor, der in jeder Situation ein offenes Ohr und freundliche Worte für seine Schüler übrig gehabt habe. „Sie waren allen Schülern zugewandt – sogar den ehemaligen. “Elternvertreter Christian Warzecha sagte, Haunhorst habe die Schule geleitet, ohne zu herrschen. Oberbürgermeister Ingo Meyer sagte, Haunhorst übergebe eine Schule, die „gut aufgestellt“ sei. Neuer Leiter des Josephinums wird, wie berichtet, Stephan Speer. „Er wird am1.Februar anfangen“, kündigte Stock an. Bis dahin leitet Stellvertreter Jürgen Pingsmann die Schule kommissarisch.

Eine erfrischende Wertschätzung für den scheidenden Direktor hatten sich die Gymnasiasten überlegt. Auf einer Leinwand zeigten sie kurze Sequenzen mit Mädchen und Jungen, die Haunhorst aus ihrer ganz persönlichen Sicht einordneten. „Sie waren wirklich ein guter Schulleiter“, fasste Schülervertreterin Noelia López Barriga für die Schulgemeinschaft zusammen. „Wir werden Sie vermissen.“

22. Juni 2019

Kirchenzeitung online vom 21.06.2019: Stephan Speer wird neuer Schulleiter des Bischöflichen Gymnasiums Josephinum

51-jähriger Pädagoge folgt Benno Haunhorst nach, der in den Ruhestand eintritt


Speer PortraitDas Bischöfliche Gymnasium Josephinum am Hildesheimer Domhof bekommt einen neuen Schulleiter: Stephan Speer folgt Benno Haunhorst nach, der am 31. Juli 2019 in den Ruhestand geht. Der 51 Jahre alte Pädagoge leitet gegenwärtig das Hildesheimer Gymnasium Himmelsthür.

Seine neue Stelle wird Speer zum 1. Februar 2020 antreten. Bis dahin wird das Josephinum übergangsweise vom stellvertretenden Schulleiter Jürgen Pingsmann geführt. Speers Vorgänger Benno Haunhorst hatte das Amt des Schulleiters 14 Jahre lang inne.

Der gebürtige Hildesheimer Speer ist verheiratet und hat vier Kinder. Er wuchs in Sarstedt auf und besuchte von 1978 bis zum Abitur 1987 als Schüler das Josephinum. Anschließend nahm er als Priesteramtskandidat des Bistums Hildesheim das Studium der Theologie an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main auf, ehe er seine spätere Frau kennenlernte und sich dazu entschloss, Lehrer zu werden.

Sein Lehramtsstudium mit den Fächern Latein und Katholische Theologie absolvierte Speer von 1988 bis 1994 in Würzburg, ehe er von 1995 bis 1997 als Referendar am katholischen Gymnasium Marienschule in Hildesheim tätig war. Es folgten Vertretungstätigkeiten als katechetische Lehrkraft im Raum Braunschweig-Wolfenbüttel, ehe er ab dem Jahr 2000 als Lehrer am Wolfenbütteler Theodor-Heuss-Gymnasium wirkte.

Seine erste Stelle als Schulleiter trat Speer 2009 am Gymnasium Salzgitter-Bad an. Seit 2016 leitet er das Gymnasium Himmelsthür, das er nun im kommenden Frühjahr verlassen wird – „mit Wehmut“, wie er betont: „Ich schätze meine jetzige Schule, vor allem die Menschen dort, sehr, deshalb fällt mir der Abschied schwer. Gleichzeitig freue ich mich. Die Rückkehr zum Josephinum ist eine Rückkehr zu meinen Wurzeln.“

Der Nachfolger von Benno Haunhorst sieht im Bischöflichen Gymnasium Josephinum „einen wichtigen Ort, um Kirche zu gestalten“. Schule sei ein wichtiges kirchliches Handlungsfeld: „Die Schule steht in der Mitte der Gesellschaft – und da gehört Kirche auch hin.“ Sich selbst beschreibt Speer als einen Teamplayer. „Die Schule zu leiten und zu begleiten, das ist eine gemeinsame Aufgabe“, sagt er.
21. Juni 2019

HAZ vom 22.06.2019: Josephinum: Speers „Rückkehr zu den Wurzeln“

Von Christian Harborth


Hildesheim - Stephan Speer wird neuer Schulleiter des Bischöflichen Gymnasiums Josephinum. Der 51-Jährige folgt auf Benno Haunhorst, der im Sommer nach 14 Jahren an der Spitze des katholischen Gymnasiums in den Ruhestand geht. Der Wechsel wird an anderer Stelle eine Lücke reißen: Der vierfache Vater leitet seit 2016 das Gymnasium Himmelsthür.

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Stephan Speer hier noch in einer Klasse am Gymnasium Himmelsthür. / Foto: Christian Harborth (Archiv)

„Ich werde mit viel Wehmut gehen, weil ich hier an einer lebendigen Schule mit tollen Menschen zusammen arbeite“, erklärte Speer am Freitag auf Nachfrage der HAZ. Er habe sich trotzdem entschieden, zu der Schule zu wechseln, die er selbst bis zum Abitur 1987 besucht habe. „Weil ich in meinem Leben immer wieder gute Erfahrungen damit gemacht habe, bei wirklich wichtigen Entscheidungen auf mein Bauchgefühl zu hören und meinem Herzen zu folgen.“ Die Rückkehr zum Josephinum nennt er eine „Rückkehr zu meinen Wurzeln“.

Die Reaktionen an den Schulen

Nahezu zeitgleich traten Speer in Himmelsthür sowie der Leiter der Hauptabteilung Bildung des Bistums, Jörg-Dieter Wächter, im Josephinum vormittags vor die Kollegien der beiden betroffenen Schulen. Im Josephinum löste die Ankündigung umgehend wohlwollende Reaktionen aus. „Ich freue mich sehr über diese Entscheidung“, sagte ein Lehrer. Speer genieße einen guten Ruf. Darüber hinaus sei er Hildesheimer und als solcher mit den Besonderheiten der Stadt vertraut.

Am Gymnasium Himmelsthür sieht das etwas anders aus. Die Schule war froh, jemanden wie Speer zu bekommen. Entsprechend fallen die Reaktion aus. „Ich bin entsetzt, dass er unsere Schule verlässt“, sagt die Mutter eines Fünftklässlers. „Dass Herr Speer hier ist, war mit ein Grund dafür, dass wir uns damals für das Gymnasium Himmelsthür entschieden haben.“

Wie weiter in Himmelsthür?

Benno Haunhorst geht am 31. Juli in den Ruhestand. Speer soll seine Aufgaben zum 1. Februar 2020 übernehmen. Bis dahin wird das Josephinum übergangsweise vom stellvertretenden Schulleiter Jürgen Pingsmann geführt. Die Schulleiterstelle am Gymnasium Himmelsthür soll ab August im Schulverwaltungsblatt ausgeschrieben werden. Bis ein Nachfolger gefunden ist, leitet Speers Stellvertreter Georg Lauter das Gymnasium.

Speer hinterlässt das Haus in hervorragendem Zustand. Der kommende Fünftklässler-Jahrgang ist im gesamten Landkreis der kleinste seit Jahren. Trotzdem und im Gegensatz zu den meisten anderen Schulen konnte das Himmelsthürer Gymnasium bei den Anmeldungen deutlich zulegen.

Zunächst Priesteramtskandidat

Die Entscheidung, die staatliche Schule zugunsten einer kirchlichen zu verlassen, hat auch mit Speers Verwurzelung in der katholischen Kirche zu tun. Unter anderem arbeitet der 51-Jährige ehrenamtlich im Vorstand der St.-Mauritius-Gemeinde. Der Nachfolger von Benno Haunhorst sieht im Josephinum „einen wichtigen Ort, um Kirche zu gestalten“. Schule sei ein wichtiges kirchliches Handlungsfeld: „Sie steht in der Mitte der Gesellschaft – und da gehört Kirche auch hin.“

Pädagoge war nicht Speers ursprünglicher Berufswunsch. Nach seiner Schulzeit nahm er zunächst als Priesteramtskandidat das Studium der Theologie an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main auf. Dann lernte er seine spätere Frau kennen und entschloss sich, Lehrer zu werden.

Speer studierte Latein und Katholische Theologie auf Lehramt. Von 1995 bis 1997 war er Referendar an der Marienschule. Es folgten mehrere Anstellungen an niedersächsischen Gymnasien, seine erste Stelle als Schulleiter trat er 2009 am Gymnasium Salzgitter-Bad an.