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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

23. August 2017

HAZ vom 22.08.2017: Tränen der Rührung bei Finsternis

Hildesheim/Owensville. Sie waren um die halbe Welt gereist, für 154 Sekunden – so lange dauerte am Montag die Sonnenfinsternis in Owensville im Staate Missouri, wo 18 „Sofi“-Fans aus Hildesheim das Ereignis verfolgten. Doch das ging der Runde trotz des vermeintlich kurzen Moments gewaltig unter die Haut: „Einige hatten Tränen in den Augen“, berichtete Arndt Latußeck der HAZ. Da lag die Totalität, wie die Finsternis in der Fachsprache heißt, gerade wenige Minuten zurück – und den Hildesheimern war selbst übers Telefon anzumerken, wie sehr sie das Erlebnis berührte. Latußeck und seine Begleiter hatten am Football-Feld der Owensville Highschool Stellung bezogen. Ein guter Platz, wie sich um 13.12 Uhr Ortszeit zeigte, als sich der Himmel verdunkelte und die Temperatur um sechs Grad auf 24 Grad fiel. „Wir hatten freie Sicht, konnten den Mondschatten kommen und gehen sehen“, erzählte Latußeck.
Und die Hildesheimer hatten noch dazu Glück: Die zwei Minuten und 34 Sekunden der Totalität waren just vorüber, da schob sich eine Wolke vor die Sonnensichel. Das konnte die Begeisterung der Hildesheimer aber nicht trüben: „Das hat sich total gelohnt“, riefen mehrere von ihnen während des HAZ-Gesprächs ins Telefon. Latußeck ist Lehrer am Josephinum, zur Gruppe gehören viele derzeitige und frühere Schüler des Gymnasiums.
17. August 2017

HAZ vom 17.08.2017: Um die halbe Welt – für zwei Minuten Glückseligkeit unter der schwarzen Sonne

Von Marita Zimmerhof

Astro AG USA 1  

 

 

 

  

 

Mit Sack und Pack auf dem Weg zu „Sofi“: Diese Hildesheimer reisen der Sonnenfinsternis in den USA entgegen. Leiter ist Arndt Latußeck (hinten, Fünfter von links), der auch darauf achten muss, dass niemand ohne Schutzbrille in die Sonne blickt. Dieses könnte schlimmstenfalls zur Erblindung führen. FOTO: KAISER (HAZ)

Der ICE, der am Dienstag um 19.55 Uhr aus dem Hildesheimer Hauptbahnhof rollt, soll Arndt Latußeck und seine 17 Mitreisenden nach Frankfurt bringen. Doch damit hat die Gruppe ihr Ziel noch längst nicht erreicht: 38 Grad, 22 Minuten, 14 Sekunden Nord, 91 Grad, 28 Minuten, 38 Sekunden West steht auf dem dunkelblauen T-Shirt des 19-jährigen Informatik-Studenten Philip Schneider. Darunter ein Ortsname: Owensville. Exakt diesen Punkt haben die Hildesheimer ins Visier genommen. Am kommenden Montag, 21. August, um 20.12 Uhr unserer Zeit und um 1.10 Uhr Ortszeit, wollen sie genau dort stehen.
Nun gehört die 2500-Seelen-Gemeinde in Missouri wahrlich nicht zu den touristischen Highlights für Amerika-Reisende. Und dennoch ist Latußeck überzeugt, dass sich an diesem Tag, in diesem Moment allein hier 20 000 bis 40 000 Touristen tummeln und in den Himmel starren werden. Denn sie alle haben nur einen Traum: Sie wollen „Sofi“, die totale Sonnenfinsternis, erleben, die von West nach Ost über die Vereinigten Staaten streicht.
1500 Kilometer südlich der Aleuten wird der Kernschatten des Mondes mitten im Pazifik erstmals die Erdoberfläche treffen. In nur 27 Minuten wird er die 3900 Kilometer bis zur Westküsten der Vereinigten Staaten über den Ozean streichen. Anfangs ist er nur 62 Kilometer breit, wächst dann auf 100 Kilometer an. Die erste amerikanische Stadt, die vom Kernschatten getroffen wird, ist Newport im Bundesstaat Oregon. Dort dauert die „Totalität“, die vollständige Bedeckung der Sonne durch den Mond, allerdings nur eine Minute und 44 Sekunden.

Deshalb hat sich Latußeck entschieden, weit in den Osten der Staaten zu reisen. In Owensville wird das kosmische Mega-Ereignis nämlich zwei Minuten, 34 Sekunden dauern. Sofern nicht Wolken die Sicht auf die Sonne versperren – und aller Aufwand, alle Mühe vergebens gewesen wären. Doch so weit will der Reiseleiter in Sachen Sternenkunde gar nicht denken.
Schon als Kind hat er sich für Astronomie interessiert, hat als Steppke mit einer Astronomiearbeit erfolgreich bei „Jugend forscht“ teilgenommen. Heute ist der zweifache Familienvater als Quereinsteiger Lehrer am Josephinum, unterrichtet Astronomie als Seminarfach und hat eine Astro-AG ins Leben gerufen, die sich auch nach Schulschluss noch für zentrale Fragen des Universums begeistert. Neun der Mitreisenden sind denn auch Josephiner, vier junge Leute sind Ex-Josephiner, die Latußeck mit seiner Sternenbegeisterung infiziert hat.

Norbert Paul steht derweil ein bisschen wehmütig in der Halle des Bahnhofs. Der Bäckermeister im Ruhestand ist ebenfalls glühender Astro-Fan. Vor zehn Jahren hat er in der Türkei eine Sonnenfinsternis erlebt. „Es war bombastisch, richtig bombastisch“, sagt er mit den gleichen leuchtenden Augen, mit der viele Hildesheimer noch immer von seinem legendären Mohnkuchen schwärmen. „Ich wäre ja gerne mitgefahren, aber die Reise war mir einfach zu anstrengend. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste.“
Die Reiseroute, die Latußeck ausbaldowert hat, hat es tatsächlich in sich: Von Frankfurt ist die Gruppe am Mittwoch nach Warschau geflogen, dort gab es einen Flieger nach Chicago am Lake Michigan. Mit Mietwagen soll es tags darauf dann einige hundert Meilen quer durch Illionois nach Owensville gehen. „Das ist ja auch schon ein Erlebnis“, zeigt sich Latußeck unerschütterlich. „Und das Ganze für nur 1200 Euro Reisekosten pro Kopf.“ Einige Schüler hätten dafür lange fleißig gejobbt und gespart.
So eine Sonnenfinsternis sei allerdings auch „ein Wahnsinnserlebnis“. „Wenn man da mit tausenden Menschen steht und es immer dunkler wird. Wenn es plötzlich kühler wird, die Tiere sich anders verhalten. In der Totalität ist die Sonne nur noch eine schwarze Scheibe. Und alle sind wie vom Donner gerührt.“ Um einen rational gepolten Naturwissenschaftler so ins Schwärmen zu bringen, muss wohl wirklich etwas Außergewöhnliches passieren.
Doch Latußeck weiß, wovon er spricht, sechs Sonnenfinsternisse hat er schließlich schon erlebt. 1998 auf Curaçao in der Karibik, 1999 in Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg, 2001 in Sambia, 2005 in Spanien, 2006 in Libyen, 2009 in Wuhan in Südostchina. Außerdem war er 2008 im sibirischen Nowosibirsk, um den Venus-Transit zu beobachten. „Um meine Urlaubsziele brauche ich mir also keine Gedanken zu machen“, sagt er grinsend.
Tatsächlich sei jede Sofi ein wenig anders, weil die Sonnenkorona je nach Sonnenaktivität immer anders aussieht. Die Sonnenkorona gehört zur Atmosphäre der Sonne. In Zeiten hoher Sonnenaktivität reicht der Strahlenkranz der Korona mehrere Millionen Kilometer ins Weltall hinaus. Mit bloßem Auge ist er von der Erde aus nicht zu erkennen, weil die Sonne viel zu hell strahlt. Doch wenn der Mond bei einer totalen Sofi die Sonne vollständig verdeckt hat, sieht man durch Schutzbrillen hindurch den hellen, silbrigen Strahlenkranz aus nahezu vollständig ionisiertem Plasma. Kurioserweise ist er einige Millionen Grad heißer als die darunter liegenden Schichten der Sonne; die Chromosphäre und die Photosphäre, die als eigentliche Oberfläche der Sonne gilt.
Geklärt ist dieses paradoxe Phänomen bislang nicht. „Die NASA will deshalb Überschallflugzeuge aufsteigen lassen, die mit einer Geschwindigkeit von 3500 Kilometer pro Stunde zehn Minuten im Kernschatten fliegen können und Daten sammeln sollen“, sagt Latußeck. „Da läuft noch echte Forschung.“
Die Hildesheimer aber wollen sich einfach nur von dem Phänomen gefangen nehmen lassen. „Das wird bestimmt spannend“, freut sich Timon Scholz (17). „Und sicherlich deutlich schöner als im Fernsehen.“ Wie seine Mitreisenden hat auch er seinen Koffer vollgestopft mit technischem Gerät: Teleskop, Kamera, Filter. „Selbst habe ich eine Sofi ja noch nie gesehen“, fiebert Jonas Fischer dem großen Tag entgegen. Kein Wunder: Bei der letzten Sofi in Hildesheim 1999 war der 16-Jährige noch nicht einmal geboren. Barbara Friedrich, neben Latußeck die zweite Lehrkraft, ist ebenfalls Sofi-Neuling: 1999 musste sie arbeiten – und ihr Chef gab ihr nicht frei.
Dieses Mal will sie die seltene Chance nicht verpassen. Millionen Sofi-Touristen aus allen Teilen der Welt werden die USA überrollen. Schon im Vorfeld gibt es Partys, Konzerte, Sportevents – auch in Owensville. „Ich freue mich auch auf die Leute“, sagt Latußecks Tochter Jana (16). Norbert Paul wird sich später alles haarklein berichten lassen: Sohn Jens und Enkelin Elisa sind mit auf die lange Reise gegangen. Und wenn es Montag regnet? „Dann weine ich“, sagt Latußeck. „Aber im Moment ist weit und breit kein Tiefdruckgebiet in Sicht.“

11. Juni 2017

Kirchenzeitung vom 08.06.2017: Wie ist das Verhältnis Mensch und Kirche?

Reli-Oberstufenkurs am Bischöflichen Gymnasium Josephinum in Hildesheim erstellt Zeitungsseiten zum Thema "Verhältnis von Kirche und Mensch“

Reli Kurs Freundenberg


Interessesannte Zeitungsartikel präsentierten die
Schülerinnen und Schüler des Reli-Kurses Q1
von Göntje Freudenberg (hinten, 5. von links).
Foto: Deppe

 

 Die Beiträge der Schülerinnen und Schüler:

  Beitrag 1

  Beitrag 2

  Beitrag 3

 

 

 

 

 

 

 

 

                       Hildesheim (ed). „Ich versuche den Religionsunterricht durch außergewöhnliche Projekte interessant zu gestalten“, sagt Göntje Freudenberg. Sie unterrichtet am Bischöflichen Gymnasium Josephinum in Hildesheim die Fächer Mathematik und Katholische Religion. Gerade ging es in ihrem Reli-Oberstufenkurs „Q1“ darum, Zeitungsseiten zum Thema „Verhältnis von Kirche und Mensch“ zu erstellen.
„Ausgangspunkt war die Sinus-Milieu-Studie, die vor ein paar Jahren veröffentlicht wurde“, erklärt Freudenberg. „Wir haben uns da besonders angeschaut, was die Studie über die Beziehung von Jugendlichen zur Kirche sagt.“
In Kleingruppen haben die Jugendlichen Texte für eine „Kirchenzeitung“ entworfen. „Wir haben viele Informationen aus dem Internet zusammengetragen“, berichtet Chiara Heinsch. Söhnke Breitmeyer ergänzt: „Jeder von uns hat auch eigene Erfahrungen mit Kirche in der eigenen Gemeinde gemacht – positiv wie negativ. Diese Erfahrungen sind natürlich auch in unsere Texte mit eingeflossen.“
Die Jugendlichen haben nicht einfach Frust abgelassen und Kirchenschelte ausgeteilt. Sie haben versucht sachliche Argumente herauszuarbeiten, sich dabei aber nicht gescheut, ihren journalistischen Finger in offene Wunden zu legen. So haben sie Fakten aufgezeigt wie: „Seit der Wiedervereinigung sind bereits 10 Millionen Menschen aus der Kirche ausgetreten und die Zahl der Kirchgänger hat sich seit 2001 von 4,2 Millionen fast halbiert.“ Gleichzeitig würden sich aber immer mehr Menschen in anderen, nicht kirchlichen Vereinen und Verbänden engagieren. Ihre Frage, der sie nachgehen lautet: „Warum distanziert sich die Gesellschaft von der Kirche?“
Während eine andere Gruppe die Kirche als veraltet und konservativ ohne „eine deutlich bessere Zukunftsperspektive“einstuft, sieht eine weitere durchaus die Bemühungen der Kirche, dem Trend von Kirchenflucht entgegenzuwirken. Da heißt es: „Generell ist die Kirche bemüht, auf die Interessen der Jugend einzugehen ..., um dem Trend, sich von der Kirche zu distanzieren, entgegenzuwirken.“
Dem Reli-Kurs hat journalistische Arbeit Spaß gemacht. „Es war mal etwas anderes. Wir haben versucht, Texte zu entwerfen, die andere interessant finden“, sagt Selina Chudziak. Und Johannes Röde meint: „Dadurch haben wir das Thema sehr intensiv behandelt, was wir so vielleicht sonst nicht getan hätten.“
Edmund Deppe
     

 



30. Mai 2017

HAZ vom 30.05.2017: Zwei Priester werden geweiht

Fabian Boungard ist Ex-Josephiner

Fabian Boungard                                                                                          

                                                                                                                                                                  

Hildesheim. Am Pfingstsamstag wird Bischof Trelle die beiden Diakone Benedikt Heimann und Fabian Boungard zu Priestern weihen. Der Gottesdienst im Hildesheimer Dom beginnt um 10 Uhr. Die beiden haben ihr Theologiestudium und ihre Weihe zum Diakon hinter sich. Dabei versprachen sie bereits Ehelosigkeit und Gehorsam gegenüber dem Bischof. Anschließend absolvierten sie, neben Pastoralkursen in Hamburg, Osnabrück und Hildesheim, ein praktisches Jahr in einer Pfarrgemeinde, um sich auf die Aufgabe als Priester vorzubereiten.
Fabian Boungard wurde 1989 in Schönebeck geboren und wuchs seit 1995 in Hildesheim auf. Nach dem Abitur am Josephinum und einem Freiwilligen Sozialen Jahr bei der Jugendinitiative „HotSpots“ des Bistums studierte er katholische Theologie in Erfurt und Wien. Er wurde 2013 als Priesteramtskandidat des Bistums Hildesheim aufgenommen.
Benedikt Heimann, geboren 1976 in Lüdenscheid, wuchs im Sauerland auf. Er studierte in Paderborn Deutsch, katholische Religion und Philosophie auf Lehramt. Er habe viel gelernt, sagt Heimann, der in Duderstadt nicht nur direkt in der Pfarrei tätig gewesen ist, sondern auch zweimal wöchentlich an der Berufsschule Religion unterrichtet hat. Im August 2013 wurde er Priesteramtskandidat. sky