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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

27. März 2021

HAZ vom 26.03.2021: Josephiner erreicht Bundesfinale

Ole Benstem wird Landessieger bei "Jugend forscht"

 

Schon lange bei Jugend forscht aktiv: Ole Benstem 2018 mit zwei Mitschülerinnen. Foto: Archiv/HAZ

 

Von Thomas Wedig

Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum ist wieder einmal beim Bundesfinale des Wettbewerbs Jugend forscht vertreten: Ole Benstem (18) ist als Niedersächsischer Landessieger ausgezeichnet worden – und hat damit das Ticket für das Finale auf Bundesebene in der Tasche. Das wird allerdings zwischen dem 26. und 30. Mai nur online ausgetragen – wie schon das Landesfinale, das von der Technischen Universität Clausthal organisiert wurde.

Mit dem Sieg des 18-Jährigen setzt sich eine Erfolgsgeschichte fort: Das Josephinum war in den vergangenen Jahren mehrfach in Folge beim Bundesfinale am Start. Ole Benstem holte den Landestitel jetzt in der Kategorie Geo- und Raumwissenschaften. Beschäftigt hat er sich mit einem astronomischen Phänomen namens Seeing. Ein kompliziertes, anspruchsvolles Thema, das von der Stiftung Jugend forscht so zusammengefasst wird: Es geht um Messfehler bei der Bestimmung von Helligkeit und Position eines Sterns, die durch Luftunruhen verursacht werden. Seine Beobachtungsdaten wertete der Schüler mit einer eigenen Software aus.

Beim Landesfinale stellten 71 junge Forscherinnen und Forscher insgesamt 45 Projekte vor. Zwölf von ihnen qualifizierten sich in unterschiedlichen Kategorien für das Bundesfinale, mit dem der 56. Wettbewerb endet. Die Endrunde wird von der Stiftung Jugend forscht zusammen mit dem Science Center experimenta aus Heilbronn als Bundespate ausgerichtet.

 

24. Februar 2021

HAZ vom 23.02.2021: Vogelpastor Ewald Bürig ist gestorben

Seine Naturfotos machten den Josephiner berühmt

 

Von Marita Zimmerhof

Als Pfarrer hat sich Ewald Bürig um das Wohl der Menschen gekümmert. Sein Herz schlug aber auch für die Natur: Schon vor Gründung des Ornithologischen Vereins (OVH) am 23. März 1953 gehörte er einem Arbeitskreis um den Josephinum-Lehrer und ersten OVH-Vorsitzenden Paul Feindt an. Die jungen Leute verstanden sich als Feldforscher, die beobachteten, kartierten, auswerteten. Bürig wurde OVH-Gründungsmitglied, war wegen seiner Fachkenntnisse und seiner faszinierenden Tierfotos schließlich weithin als Vogelpastor bekannt.  Am Wochenende ist er im gesegneten Alter von 95 Jahren gestorben.

Ewald Bürig, geboren am 5. Oktober 1925, stammt aus einem streng katholischen Elternhaus, mit seiner Zwillingsschwester wuchs er am  Moritzberg auf. 1942 wurde er zur Marine eingezogen, 1945 kehrte er ins zerstörte Hildesheim zurück und legte seine Abiturprüfung am Josephinum ab. In Paderborn und am Hildesheimer Priesterseminar studierte er Theologie, am 9. März 1952 wurde er in Sankt Godehard   zum Priester geweiht.

Stationen seiner seelsorgerischen Arbeit waren Herrenhausen, Bockenem, Bremerhaven, Goslar, Bad Harzburg, Liebenburg, Bad Salzdetfurth, über 33 Jahre war er Militärseelsorger für die Luftwaffen-Garnison in Goslar. Dafür wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz  und dem Ehrenzeichen der Bundeswehr in Gold ausgezeichnet. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2001 zog Bürig nach Sorsum, wo er noch lange als Ruhestandsgeistlicher und Präses der Kolpingsfamilie aktiv war.

Seine Leidenschaft für Ornithologie machte ihn weithin bekannt: Mit 45 Beiträgen allein für den Hildesheimer Heimatkalender wurde er der dienstälteste Autor, auch in vielen anderen Publikationen meldete sich Bürig zu Wort. Mit schier endloser Geduld gelang es ihm, einmalige Naturfotos von faszinierender Schönheit zu machen. 2013 gehörte er zu den Fotografen, die in einer Ausstellung zum 60. OVH-Geburtstag im Rathaus ausstellen durften. Am Sonntag hat sich sein Lebenskreis geschlossen.

 

15. Februar 2021

HAZ vom 15.02.2021: Hildesheimer Schüler erstreiten zwei Wochen mehr für Facharbeit

Der Josephiner Nikolai Matti Klingsöhr (links) und Kay Witte vor dem Eingang der Stadtbibliothek. Foto: Clemens Heidrich/HAZ

Hildesheim - Irgendwann musste Nikolai Matti Klingsöhr feststellen, dass die Zeit für seine Facharbeit viel zu knapp bemessen ist. Der Oberstufenschüler des Josephinums brütet derzeit wie Zehntausende andere Zwölftklässler im Land auch über seiner Facharbeit. Sie ist für die angehenden Akademiker so etwas wie der erste echte Ausflug in die Welt des wissenschaftlichen Lernens. Man könnte auch sagen: Uni light.

Die Schüler müssen ein Thema finden, es möglichst erschöpfend bearbeiten und alles auf breite Quellen- und Fachliteratur-Füße stellen. Sechs Wochen stellt das Land den Heranwachsenden hierfür zur Verfügung. Dachten jedenfalls bisher die meisten Menschen. Aber genau so stimmt das nicht.

Auch der 17-jährige Josephiner Klingsöhr ging davon aus, als er vor wenigen Wochen in sein Thema „Die Bombenangriffe auf Hildesheim im Jahr 1945“ eintauchte. Viele Schüler machen es sich jetzt vielleicht einfach und kopieren Texte aus dem Internet, die sie dann geschickt zu „eigenen“ Werken umarbeiten. Am Josephinum werde aber großen Wert darauf gelegt, dass man tatsächlich in Bibliotheken und Archiven recherchiert, sagt Klingsöhr. Und dies werde auch kontrolliert.

Doch an dieser Stelle wird es kniffelig. Denn in allen öffentlichen Einrichtungen gibt es derzeit wegen der Corona-Pandemie scharfe Auflagen. Die aber machten es Schülern wie ihm nahezu unmöglich, die Arbeiten in den vorgegebenen sechs Wochen fertigzustellen. „Viele fühlen sich überfordert“, sagt der 17-Jährige. Sogar an den Universitäten sei die Bearbeitungszeit für Hausarbeiten verlängert worden. „Aber wir Schülerinnen und Schüler blieben außen vor, obwohl von uns ein vergleichbares wissenschaftliches Arbeiten gefordert wird“, sagt Klingsöhr. Nicht zuletzt fließe das Ergebnis auch in die Abiturnote ein.

Der 17-Jährige ist nicht nur Schüler des Josephinums, sondern auch Vorsitzender der Schüler Union Hildesheim. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Kay Witte sowie den Mitgliedern Marcel Nave, Niklas Depenau und Hanno Conrad fing er an, dafür zu streiten, dass die Abgabefrist um zwei Wochen verlängert wird. Zunächst virtuell auf mehreren Kanälen. Dann wandten sie sich an die hiesige CDU-Landtagsabgeordnete Laura Hopmann und anschließend die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Mareike Wulf. Klingsöhr wählte sogar irgendwann die Handynummer von Kultusminister Grant Hendrik Tonne. „Es ist aber niemand drangegangen“, sagt er lachend.

Trotzdem: Am Ende wurde ihr Engagement belohnt. Ein Referent aus dem Kultusministerium meldete sich telefonisch, um durchzugeben, dass es sich bei den sechs Wochen Bearbeitungszeit lediglich um eine Empfehlung handele. Sicher sei es möglich, die Bearbeitungszeit um zwei Wochen zu verlängern. Eine entsprechende Hinweis-Mail ist inzwischen offenbar an alle Schulen geschickt worden. Ob das Engagement der Hildesheimer Schüler dahinter steckt, ließ das Kultusministerium allerdings auf HAZ-Nachfrage offen.

Bei manchen Schulen hat das Engagement bereits dazu geführt, dass die Marschrichtung geändert wurde. Am Josephinum zum Beispiel haben die Zwölftklässler jetzt zwei Wochen mehr Zeit bekommen, sagt Klingsöhr. Das Goethegymnasium überlege noch, das Gymnasium Sarstedt habe aber abgelehnt.

23. April 2020

Kirchenzeitung vom 23.04.2020: Nur noch ein katholisches Gymnasium

Marienschule und Josephinum sollen zusammengeführt werden

Die beiden Hildesheimer Traditionsgymnasien – die „Marienschule“ und das „Bischöfliche Gymnasium Josephinum“ - sollen zusammengeführt werden. Diese Entscheidung hat Bischof Heiner Wilmer nach intensiven Beratungen im Bischöflichen Rat getroffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Josephinum ist der direkte
Nachfolger der Domschule aus
der Gründungszeit des Bistums.

Foto: Deppe/KIZ


Für die Marienschule am Brühl bedeutet das zunächst umfangreiche Sanierungsarbeiten und einen Neubau. Diese baulichen Maßnahmen dienen dazu, dass die Gymnasien den Anforderungen an einen modernen Schulunterricht auch baulich gerecht werden können. Im neuen Gebäude am Brühl sollen zudem Fachräume für die Albertus-Magnus-Schule entstehen. An den Planungen dazu waren Arbeitsgruppen der Marienschule intensiv und engagiert beteiligt.

Verbunden mit diesen baulichen Maßnahmen ist eine Umstrukturierung des Schulstandortes. Die beiden kirchlichen Gymnasien in Trägerschaft des Bistums und der Stiftung Katholische Schule sollen unter einem Dach zusammengeführt werden. Dabei sollen die profilierenden Merkmale der beiden Schulen erhalten bleiben. Das Bistum will mit der Zusammenführung auch den langfristig sinkenden Schülerzahlen Rechnung tragen. Außerdem verspricht die Zusammenführung beider Gymnasien eine erhebliche Kostensenkung.

Die Planungen für die Baumaßnahmen werden jetzt anlaufen. Die Planungen und Überlegungen für eine Zusammenführung der beiden Gymnasien soll unter Federführung der Hauptabteilung Bildung des Bischöflichen Generalvikariates und in enger Einbindung der Fachleute beider Schulen geschehen. Ein Zeitplan kann gegenwärtig noch nicht abschließend vorgelegt werden, aber die getroffene Entscheidung sieht vor, dass die Zusammenführung der beiden Schulen eine Voraussetzung für die Investition in den Standort und in die Zukunftsfähigkeit der kirchlichen gymnasialen Bildung in Hildesheim darstellt.

Edmund Deppe

 

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