Es scheint, dass die Ausführung von JavaScript in Ihrem Browser deaktiviert ist oder verhindert wird (z.B. durch NoScript).
Bitte aktivieren Sie JavaScript um alle Funktionen der Website nutzen zu können!
slider00.jpg slider00000001.jpg slider0000001.jpeg slider000001.jpeg slider00001.jpeg slider0001.jpeg slider01.jpg slider02.jpg slider03.jpg slider14.jpg slider16.jpg slider18.jpg slider20.jpg slider22.jpg slider23.jpg slider24.jpg slider25.jpg slider26.jpg slider27.jpg slider28.jpg slider29.jpg slider30.jpg slider31.jpg slider32.jpg slider33.jpg slider34.jpg

Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

09. Juni 2022

HAZ vom 09.06.2022: Spannende Wettkämpfe im Sand

1. Quattro-Beach-Cup für Schulen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die siegreiche Mannschaft vom Josephinum
Foto: privat

Der 1. Quattro-Beach-Cup für Schülerinnen und Schüler der 8. – 10. Klassen der Hildesheimer Schulen war ein voller Erfolg. Auch ein heftiger Regenschauer zwischendurch konnte die Sportler nicht schrecken.

Als Alternative, zu der durch Corona ausgefallenen Hallenveranstaltung, hatte der Schulsportwart der Volleyballregion Hildesheim, Norbert Opitz, diesen Schulvergleich ins Leben gerufen. Sechs Hildesheimer Schulen folgten und nahmen am Turnier teil, bei dem jeweils zwei Mädchen und zwei Jungen als Team agierten.

Im Modus Jeder gegen Jeden wurden in insgesamt 21 Partien auf der tollen Beachanlage des MTV 48 Hildesheim, in teils recht spannenden und für diese Altersklasse schon recht hochklassigen Begegnungen die Sieger ermittelt.

Hier zeigte sich die 1. Mannschaft des Josephinums unschlagbar und gewann souverän den erstmals ausgespielten Wanderpokal. Die Plätze zwei und drei belegten die 2. Mannschaft des Josephinums sowie das Andreanum. Für alle drei gab es Ballpreise.

Die neue Fachberaterin für den Schulsport Petra Opitz zeigte sich von der Veranstaltung sehr angetan: „Tolle Spiele auf teils recht hohem Niveau bei guter Stimmung. Ein solches Turnier sollte in Zukunft neben der Hallenveranstaltung einen festen Termin im Turnierplan der Schulen haben.“ mwi

Die Teams auf dem Treppchen: links Gymnasium Andreanum (3.), Mitte Josephinum I (1.), rechts Josephinum II (2.).   Foto: Privat

07. Juni 2022

HAZ vom 7.6.2022: Lehrer des Josephinums fliegt mit der Nasa bis an die Grenze des Weltalls

Hildesheim/Los Angeles - Die Nasa und das Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt betreiben in Kalifornien ein fliegendes Observatorium. Ein Lehrer aus Hildesheim durfte zusteigen.

 

Eine solche Mission dürfte der Traum eines jeden Astronomen sein: Mit der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa und dem Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) in die Stratosphäre abzuheben, um dort fernab der störenden Lufthülle der Erde astronomischen Beobachtungen nachzugehen.

Für den Hildesheimer Arndt Latußeck ist dies jetzt in Erfüllung gegangen. Der Lehrer des Josephinums hob in Kalifornien mit dem umgebauten Jumbojet Sofia ab. Sofia steht für Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie und ist ein gemeinsames deutsch-amerikanisches Projekt zur Erforschung des Weltalls. „Damit wurde für mich ein Kindheitstraum wahr“, freut sich Latußeck, der an seiner Schule regelmäßig Gruppen zu Jugend-forscht-Preisen führt und zudem Vorsitzender der Hildesheimer Gesellschaft für Astronomie ist.

 
Im Inneren des SOFIA-Flugzeugs ist jede Menge Platz für die
Wissenschaftler und ihre Besucher.
  Für die Dauer des Stars müssen sich
auch die Gäste anschnallen.

Sofia ist ein Jumbojet

Mit Sofia mitzufliegen ist nicht so, als wenn man ein normales Flugzeug besteigt. Sofia hat keine Sitzreihen, fliegt nur bei Dunkelheit, ist bis unter das Dach mit Technik gefüllt und steigt gleich nach dem Start so rasant in den Himmel, dass manch einem schnell übel werden kann. Latußeck brauchte viele Jahre, um die erforderlichen Kontakte herzustellen. Die führten über eine kleine Astronomen-Szene in Deutschland, das Haus der Astronomie in Heidelberg und schließlich über das DLR, das das Projekt gemeinsam mit der Nasa bestreitet. 2019 saß Latußeck schon einmal auf gepackten Koffern. Damals gab es einen Störfall beim Landeanflug des Wissenschafts-Flugzeugs – alles Folgende wurde zunächst abgeblasen. „Danach kam Corona“, sagt Latußeck. Doch jetzt konnte er endlich los.

Sofia ist ein umgebauter Jumbojet der Nasa, der als fliegendes Obervatorium in zwölf bis 14 Kilometern Höhe über Kalifornien kreist. Etwa ein Dutzend Piloten, Technikerinnen und Wissenschaftler sind ständig an Bord. Dazu kommen meistens Gäste wie Latußeck. Viermal pro Woche hebt das Flugzeug von Palmdale, einer Stadt nördlich von Los Angeles, ab. „Ich durfte an den Flügen 876 und 877 teilnehmen“, erzählt Latußeck.

Bei ihm ist die Begeisterung für das Erlebte fast mit Händen greifbar. Allein die technische Perfektion sei überwältigend. So habe das Flugzeug an der linken Außenwand eine etwa drei mal vier Meter große Öffnung, durch die das Teleskop rage. Bei 900 Stundenkilometern werde diese „Luke“ in der Stratosphäre geöffnet. „Und man merkt im Flugzeug nichts davon“, sagt Latußeck. Auch die Präzision des Teleskops sei unglaublich. Wenn das Team einen Himmelskörper anvisiere, sei dieser ohne Wackeln oder Ruckeln zu sehen – ganz gleich, in was für Turbulenzen das Flugzeug gerate.

„Plötzlich bist du Teil der Nasa“

Latußeck ist kaum zu bremsen, wenn er von seinen Erlebnissen spricht. Nach einer kurzen Begrüßung sei er sofort Teil eines Teams gewesen. Irgendwann bekam er eine Jacke mit den Abzeichen der Raumfahrtbehörde überreicht. „Und plötzlich bist du Teil der Nasa“, sagt er noch immer beeindruckt.

In der Luft durfte er sich weitestgehend frei bewegen, mit allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, den Piloten und allen anderen sprechen. All das hat Wirkung gezeigt. Ein Experte in Sachen Weltall war Latußeck auch vorher schon. Aber als Lehrer, der mit der Nasa bis an die Grenze des Weltalls flog, ist er noch mehr. „Irgendwie bin ich jetzt auch ein Botschafter für die Raumforschung.“

26. Mai 2022

HAZ vom 25.05.2022: Goldmedaille für Anton Dederer bei der Mathe-Olympiade

Hildesheimer Schulen sind bei Wettbewerben traditionell stark. Das zeigte sich einmal mehr bei der Mathe-Olympiade (Landeswettbewerb) in Göttingen.

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anton Dederer vom Josephinum sicherte sich eine Goldmedaille.
Foto: Alciro Theodoro da Silva / HAZ


Hildesheim/Göttingen
- 106 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 haben sich zur niedersächsischen Landesrunde der Mathematik-Olympiade zum geistigen Spitzensport im Mathematischen Institut der Georg-August-Universität Göttingen getroffen. Am Ende standen ein Schüler des Josephinums und eine Schülerin des Gymnasiums Himmelsthür weit oben auf dem Treppchen: Josephiner Anton Dederer sicherte sich eine Goldmedaille, Svea Mühe vom Gymnasium Himmelsthür eine Silbermedaille.

In den Klausuren konnten die beiden Sechstklässler zuvor zeigen, was an logischem Denken, Kombinationsfähigkeit und kreativem Umgang mit mathematischen Methoden in ihnen steckt. Bei der feierlichen Siegerehrung in der Aula der Georg-August-Universität wurden anschließend insgesamt neun Gold-, 15 Silber- und 14 Bronzemedaillen sowie 13 Anerkennungspreise an die Mathe-Olympioniken vergeben. Über den begehrten Schulpreis konnten sich die Schülerinnen und Schüler der Bismarckschule Hannover freuen.

40.000 Teilnehmer von 1300 Schulen in Niedersachsen dabei

Die neu gewählte Vorsitzende des Vereins Mathematik-Olympiade in Niedersachsen, Johanna Kratz, zog ein positives Fazit: „Ein anstrengender, aber auch schöner Tag liegt hinter den 106 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den fünften und sechsten Klassen sowie dem Organisationsteam – es wurde viel gerechnet und geknobelt, alle hatten sehr viel Spaß.“

Die Mathematik-Olympiade ist ein jährlich bundesweit angebotener Wettbewerb, an dem alleine in Niedersachsen rund 40.000 Teilnehmer von über 1300 niedersächsischen Grundschulen und weiterführenden Schulen teilnehmen.

Junge Leute für MINT-Fächer begeistern

In Niedersachsen unterstützt die Stiftung NiedersachsenMetall den Wettbewerb finanziell. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu begeistern. „Der Enthusiasmus, den die teilnehmenden Mädchen und Jungen hier aufbringen, zeigt, dass Mathe so viel mehr sein kann als nur ein trockenes Schulfach. Die Mathematik-Olympiade ermutigt junge Talente und prämiert tolle Leistungen auf großartige Weise“, sagt Reiner Müller, Bildungsreferent bei der Stiftung NiedersachsenMetall.

 

19. Mai 2022

HAZ vom 19.05.2022: Latußeck kann endlich abheben

Es ist sein dritter Anlauf – doch nun kann der Hildesheimer Astronom endlich in den NASA-Forschungsflieger an Bord gehen zum Flug in die Stratosphäre


Ein strahlender Astronom: Arndt Latußeck hebt nächste Woche mit einem NASA-Flieger ab.                                  Foto: Julia Moras


Von Norbert Mierzowsky

Der Countdown für den Hildesheimer Astronom Arndt Latußeck läuft: Am Samstag will er in den Flieger steigen, um in die USA zu fliegen. Es ist seine dritte und höchstwahrscheinlich auch letzte Chance, sich einen Herzenswunsch zu erfüllen – mit dem Forschungsflugzeug einer umgebauten Boeing 747 SP auf mehr als 10 000 Metern Höhe jeweils zwei Nächte unterwegs zu sein, um aus der Luft mit dem Stratosphären-Observatorium Sofia in die Tiefen des Weltraums zu schauen.

Es wird eine spannende und gleichzeitig anstrengende Unternehmung, das weiß der 52-jährige Lehrer am Josephinum jetzt schon. Neun Stunden Jetlag erwarten ihn bei seiner Ankunft im kalifornischen Palmdale, aber es wird gleich weitergehen mit Sicherheitstraining und Informationsveranstaltungen. Dann darf er endlich in seine vor Ort maßgeschneiderte NASA-Flugjacke schlüpfen und an Bord des Forschungsfliegers steigen.

Einmal auf einer „Meatball“-Mission – das NASA-Emblem wird gerne als Meatball, als Fleischbällchen tituliert – mitzukönnen, war schon immer ein Traum von ihm, erzählt er auf der Terrasse seines Gartens. Obwohl er an der frischen Luft ist, trägt er eine Schutzmaske, er will jetzt kein Risiko mehr eingehen, den Flug zu verpassen. Im Dezember fiel ein Triebwerk der Maschine aus, ein Jahr später machte ihm Corona einen Strich durch die Rechnung. Nun muss es einfach klappen. Denn die Sofia-Flüge werden im Herbst dieses Jahres von der NASA eingestellt.

Leben im Weltall

„Für rund 90 Millionen Dollar jährlich gebe es zu wenig wissenschaftlichen Output“, nennt Latußeck die offizielle Begründung. Doch als seit Jahrzehnten faszinierter Astronom sieht er das ganz anders. Mit dem speziellen Infrarotmessverfahren des fliegenden Observatoriums sei es möglich, in den Tiefen des Alls in scheinbar undurchdringbare „Sternenentstehungskokons“ zu blicken, um herauszufinden, ob sich dort auch neue Planeten bilden können, die Wasserstoff auf ihrer Oberfläche binden können. Eine wichtige Voraussetzung für organisches Leben.

Doch das sei nur eine der vielen Möglichkeiten, für die das aus Deutschland beigesteuerte Spezialteleskop geeignet ist, sagt Latußeck. Man kann auch per Spektrografie Kleinplaneten im eigenen Sonnensystem auf die chemische Zusammensetzung analysieren.


Fangemeinde am Josephinum

Dass in Hildesheim eine eigene Fangemeinde auf Latußecks erste Berichte gespannt ist, davon kann er ganz sicher ausgehen. Denn er hatte nach seinem Einstieg als Lehrer im Josephinum Astronomie als Prüfungsfach etabliert. Und wenn er am 25. Mai in der Morgendämmerung in Palmdale wieder aus dem Flieger steigt und in Richtung Hotel fährt, warten mit einer Zeitdifferenz von neun Stunden bereits seine Schüler vor dem Monitor in Hildesheim zu einer schulinternen Zoom-Konferenz, bei der er sich von ihnen löchern lassen wird, bevor er dann todmüde ins Bett fallen wird.

Den Schlaf wird er brauchen, denn pünktlich zur Abenddämmerung muss er wieder am Flughafen zum zweiten Start bereit sein. „Ich kann mich im Flieger frei bewegen und auch alle Beobachtungen teilen“, erzählt Latußeck. Nur wenige Forscher und ausdrücklich auch Lehrer dürfen bei zwei der jährlich rund 200 Starts dabei sein. Sie dienen als Multiplikatoren, um ihren Schulen die Begeisterung für Astronomie zu wecken – wofür sich Latußeck in Hildesheim bereits als Garant erwiesen haben dürfte.


Mehr als 10 Kilometer Flughöhe

Sofia ist ein Gemeinschaftsprojekt der NASA, also der National Aeronautics and Space Administration, und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), wobei die amerikanische Seite 80 Prozent der Kosten trägt. Die technisch umgebaute und nachgerüstete Boeing 747 stößt bei den Flügen immer wieder an ihre Leistungsgrenze, denn damit die Infrarotstrahlung überhaupt richtig funktionieren kann, muss sie aus den Wasserstoff führenden Erdschichten bis in die Stratosphäre aufsteigen – also mindestens 10 000 Meter hoch.

Mit der Dauer des Fluges leeren sich die Tanks, der Flieger wird deutlich leichter und erreicht am Ende 14 000 Meter Höhe. Während des Fluges muss der Pilot eine genau abgestimmte Zickzackroute einhalten, weil das Teleskop seitwärts ausgefahren wird – aber selber nicht seitwärts schenken kann. Latußeck wird jedenfalls jede Minute in der Luft genießen – doch höher hinaus wollte er nie. „Astronomie hat mich seit Kindesbeinen fasziniert, aber Astronaut wollte ich nie werden“, sagt er lachend. Lieber auf festem Boden stehen und ein Auge aufs Okular gepresst, um in die Sternenwelt zu schauen – das ist seine Welt.