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Das Bischöfliche Gymnasium Josephinum

Domhof 7 - 31134 Hildesheim - Tel: 05121-1795-0 - Mail: buero@gymnasium-josephinum.de

1200 Jahre Schule am Dom

Sonntag, 13. Dezember 2015 18:23

Zu Besuch am Gymnasium Jána Bosca in Šaštín-Stráže

Slowakei-Fahrt vom 11.-16. Mai 2015

Slowakei Austausch 2015 - 2Im Mai dieses Jahres haben sich neun Josephinerinnen und Josephiner auf den Weg nach Šaštín-Stráže gemacht, um Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschule, des Gymnasiums Jána Bosca, zu besuchen. Der Schulleiter Marek Nádaský hatte eingeladen und wir sind dieser Einladung gerne gefolgt. Schülerinnen und Schüler, Eltern und das gesamte Kollegium von Jána Bosca haben uns beschenkt: mit einer Woche der Begegnung und des Austausches sowie mit vielen positiven Erlebnissen, an die wir noch lange zurückdenken werden.

Die vielen schönen Erinnerungen lassen beinahe vergessen, dass die Reise von Beginn an unter einem glücklichen Stern gestanden haben muss. Denn auf dem Höhepunkt des Bahnstreiks war den Kunden eine kleine Atempause gewährt worden. Daher fuhren die Züge (und wir mit ihnen) über Berlin, Dresden und Prag bis nach Šaštín-Stráže. Unterwegs waren interessante Blicke u.a. auf die Frauenkirche, das Elbsandsteingebirge und den Hradschin zu erhaschen. Besonders schön jedoch war, die Kirchtürme der Basilika St. Maria von den Sieben Schmerzen (Bazilika Sedembolestnej Panny Márie) zu sehen und zu wissen, dass wir am Ziel unserer Reise angekommen waren.

Das Gymnasium Jána Bosca liegt direkt neben St. Maria. Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschule feiern dort Gottesdienste, die von Salesianern gestaltet werden; jenen Ordensbrüdern, die in der Tradition Don Boscos stehen. St. Maria ist großzügig angelegt und kunstvoll ausgestaltet. Sie ist eine bedeutende Wallfahrtskirche. Vor allem beeindrucken der Hochaltar, die prächtigen Deckenfresken und die Malereien über den Seitenaltären. Diese und andere Schönheiten der Basilika brachten uns die slowakischen Schülerinnen und Schüler in einer sehr interessanten Kirchenführung nahe.

Überhaupt konnten wir viel lernen; nicht nur die ersten Lektionen der slowakischen Sprache – mit einigem Erfolg –, sondern auch nationale und kulturelle Besonderheiten (zu Land und Leuten, Städten, Liedern, Tänzen und Sport). Wir bekamen Einblicke in regionale Bräuche und gingen auf eine kulinarische Entdeckungsreise. Für einen Vormittag verwandelte sich ein Klassenzimmer von Jána Bosca in eine Backstube. Die verschiedenen Hefegebäcke, die später aus dem Ofen gezogen wurden, waren so schmackhaft, dass niemand ihnen widerstehen konnte.

Tagesausflüge zum berühmten Schloss Lednice (in Südtschechien) oder zum Biohof Abeland in Lorzonoführten uns vor Augen, wie sehr die Epoche und der gesellschaftliche Stand das Leben der Menschen jeweils prägten.

Slowakei Austausch 2015 -1Das Schloss Lednice gehört zum Weltkulturerbe. Im 13. Jahrhundert errichtet und vielfach erweitert, blieb es bis 1945 im Besitz des Fürstenhauses Liechtenstein. Es fügt sich harmonisch in eine liebliche, weitläufige Parklandschaft. Im Innern verbindet sich das Nützliche mit dem Ästhetischen. Die Einrichtung bietet nicht nur Komfort, sie ist auch sehr ansprechend und stimmig; ein mit allen Mitteln der Kunst inszeniertes Spiel von Formen und Farben. Skulpturen und Malereien verstärken diesen Eindruck. Mitunter geben hohe Fenster den Blick auf die märchenhafte Natur der Umgebung frei. Gemeinsam mit unseren slowakischen Freunden erkundeten wir sowohl das Schloss mit seinem angrenzenden Palmenhaus als auch die umliegende Parklandschaft. So bekamen wir Einblicke in das fürstliche Leben.

Ganz anders fühlte sich an, was wir auf dem Biohof Abeland in Lorzonokennenlernten. Hier wurde das Dorfleben früherer Jahrhunderte nachgestellt. Kleinere Holzverschläge und Hütten reihten sich aneinander. Hühner, Ziegen, Schweine lebten in schmalen Einhegungen und in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Menschen. Pferde grasten auf der Koppel. In einem kleinen Teich tummelten sich Forellen. Doch nicht nur zu sehen gab es viel, sondern auch zu tun: Unsere Arbeit war gefragt. Für das Mittagessen mussten wir Käse herstellen, wir mahlten Korn, backten Brot, angelten Fische und grillten sie über offenem Feuer. Dies nahm einige Zeit in Anspruch. Und wenn nicht jeder mitgeholfen hätte, wäre das Essen wohl spärlich ausgefallen. So aber wurde es zu einem kleinen Fest; einer schönen Entlohnung für die Anstrengungen zuvor.

Gemeinsame Erlebnisse und Aktionen - auch die herzliche Aufnahme der Josephinerinnen und Josephiner für zwei Abende in slowakische Gastfamilien - trugen ihren Teil dazu bei, dass die Schülergruppen zusammenwuchsen. Dementsprechend schwer fiel uns der Abschied von unseren slowakischen Freunden. Und vielfach war zu hören, dass wir uns bald einmal wiedersehen sollten.
Joachim Leesch
 
 
Wer mehr erfahren möchte, schaue sich den kleinen Film an, den Schülerinnen und Schüler aus Jána Bisca produziert haben. Er ist auf Youtube zu sehen: